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Planung und Installation

So bestimmen Sie die richtige Grösse Ihrer Photovoltaikanlage

Denkt man über Photovoltaik auf dem Einfamilienhaus nach, möchte man zumeist die Stromrechnung senken, als auch aktiv das Klima schützen. Doch woher weiss man welche Anlagengrösse hierzu die richtige ist? Folgendes sollten Sie berücksichtigen, damit die Dimensionierung Ihrer PV-Anlage gelingt.

Photovoltaik Dach Größe

Step by Step zur richtigen Anlagengrösse

Die durchschnittliche Anlagengrösse auf Einfamilienhäusern variiert zwischen 3 und 10 kWp. Um Ihre individuelle optimale Anlagengrösse zu bestimmen, folgen Sie einfach unserem Leitfaden.

Berechnung des maximal möglichen Stromertrags

Zunächst muss geprüft werden, wie viel Kilowatt peak (kWp) Photovoltaik maximal auf der vorhandenen Dachfläche installiert werden könnte. Je nach Sonneneinstrahlung, Dachgrösse und Ausrichtung Ihres Daches ergibt sich so ein theoretisch möglicher Anlagenertrag.

1. Standort / Sonneneinstrahlung

In der Nordschweiz liegt die Einstrahlung etwa bei 1000-1300 kWh/m², während die Strahlung in nördlichen Regionen Deutschlands teilweise nur 900-1000 kWh/m² beträgt. Daher haben Sie mit einer Anlage in der Schweiz höhere Erträge als mit einer Anlage vergleichbarer Grösse in Norddeutschland. Auch darf eine Anlage in Basel etwas kleiner sein als eine Anlage gleicher Leistung in Kiel. Bei der Ertragsberechnung Ihrer Anlage durch Wegatech wird immer auch die örtliche Sonneneinstrahlung einbezogen und ein individueller standortabhängiger Ertrag ermittelt.

Schweiz Sonneneinstrahlung

                                        Quelle: Swissolar

2. Verfügbare Dachfläche

Nachdem der standortspezifische mögliche Anlagenertrag pro Quadratmeter ermittelt wurde, ist im nächsten Schritt zu prüfen wie viel Quadratmeter Dachfläche überhaupt zur Projektrealisierung zur Verfügung steht. Hierzu können Sie uns Fotos Ihrer Dachfläche zusenden oder wir vereinbaren einen Besichtigungstermin vor Ort. Teilweise sind Teile des Daches nicht für die Installation von Photovoltaikmodulen geeignet, da z.B. umliegende Objekte die PV-Module verschatten würden.

3. Ausrichtung der Dachfläche / Neigung Azimut

Auch die Ausrichtung und Neigung der Photovoltaikmodule hat Auswirkungen auf den Ertrag und somit Ihre Anlagengrösse. Ist eine Anlage mit einem Neigungswinkel von 30 Grad nach Süden gewandt, erzielt sie einen höheren Ertrag als eine Anlage mit Nordostausrichtung. Eine Anlage mit schlechter Ausrichtung kann daher etwas grösser ausfallen als eine optimal ausgerichtete Anlage. Bei einem Einfamilienhaus mit Ausrichtung nach Norden kann die Installation einer PV-Anlage grundsätzlich in Frage gestellt werden.

So schätzen Sie Ihre maximale Anlagengrösse

Möchten Sie die maximale Grösse einer Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach mit einer Überschlagsrechnung abschätzen, können Sie Ihre nutzbare Dachfläche in Quadratmeter durch zehn teilen. So erhalten Sie die maximal realisierbare Anlagenleistung in Kilowatt peak (kWp). Für den durchschnittlichen jährlichen Stromertrag der Anlage multiplizieren Sie die Anlagenleistung in kWp mit Ihrer standortabhängigen Sonneneinstrahlung.

Beispiel:

Dachfläche= 50m²

Einstrahlung= 1000 W/m²/Jahr

Anlagenleistung: 50m²/10= 5 kWp

Stromertrag: 5 kWp x 1000 = 5000 kWh/a

Gewünschte Anlagengrösse

Nun wissen Sie wie viel Strom Sie ungefähr auf Ihrem Dach erzeugen könnten. Doch muss tatsächlich die gesamte Dachfläche mit Photovoltaik belegt werden? Dies richtet sich vor allem nach Ihrem persönlichen Stromverbrauch und Ihren Vorstellungen hinsichtlich Autarkie und Wirtschaftlichkeit.

1. Durchschnittlicher Stromverbrauch

Entscheidender Faktor zur Dimensionierung Ihrer Photovoltaikanlage ist Ihr durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch. Diesen können Sie durch Bildung eines Durchschnittswertes aus Ihren letzten Stromrechnungen ermitteln. Je nach Anlagengrösse können Sie einen bestimmten Anteil Ihres Stromverbrauchs durch Ihre Photovoltaikanlage decken. Wählen Sie, im Verhältnis zu Ihrem Stromverbrauch eine kleine Anlage, können Sie einen höheren Anteil Ihres Strombedarfs decken als bei Überdimensionierung der Anlage.

2. Gewünschter Autarkiegrad / Eigenverbrauchsanteil

Wünschen Sie eine möglichst hohe Autarkie / bzw. einen hohen Eigenverbrauchsanteil, können Sie Ihre Photovoltaikanlage etwas grösser dimensionieren und mit einem Stromspeicher kombinieren. Tagsüber überschüssig erzeugter Strom kann dann gespeichert und in den Abendstunden oder nachts genutzt werden. Genau dann, wenn Sie Strom benötigen, Ihre Anlage aber normalerweise nichts produziert. Auch ohne Erweiterung der Anlagengrösse ist es möglich den Eigenverbrauch durch einen Stromspeicher zu erhöhen. Durch eine bewusste Vergrösserung der PV-Anlage, steigern Sie jedoch Ihre Produktion und somit Ihre regelmässigen Stromüberschüsse. Diese zusätzlichen Stromüberschüsse können dann zwischengespeichert und anschliessend selbst genutzt werden. Zur Versorgung Ihrer elektronischen Verbraucher oder auch zur Versorgung einer mit Strom betriebenen Wärmepumpe. Dies trägt erheblich dazu bei Autarkie und Eigenverbrauch zu steigern.

3. Wirtschaftlichkeit

Durch eine grosse Photovoltaikanlage und einen entsprechend dimensionierten Stromspeicher ist es möglich zu 100% autark zu werden. In der Regel können solche Konzepte aber noch nicht wirtschaftlich umgesetzt werden. Die Mehrkosten für einen größeren Speicher und zusätzliche Module, die 100% Autarkie ermöglichen, stehen oft in keinem Verhältnis zum Gewinn. Die zusätzlichen Module decken dann hauptsächlich gelegentliche Verbrauchsspitzen, werden aber nicht zur ständigen Stromversorgung benötigt. Eine sinnvoll dimensionierte Anlage mit einem Stromspeicher erreicht in der Regel einen Eigenverbrauchsanteil von 60-80%, ist damit aber deutlich wirtschaftlicher als eine stromautarke Lösung. Generell sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, welche Erwartungen Sie an die Unabhängigkeit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage stellen. Entsprechend Ihrer Vorstellungen finden wir dann die perfekte Anlagengrösse für Sie.

4. Auswahl der passenden Module

Haben Sie für Ihre Anlagengrösse wenig Dachfläche zur Verfügung, kommt die Wahl von monokristallinen Modulen infrage. Diese erzielen höhere Wirkungsgrade als polykristalline Module. So können Sie den gleichen Ertrag auf geringerer Fläche erzielen. Für den Fall, dass Sie überschüssigen Platz auf dem Dach zur Verfügung haben, können Sie sich für günstigere polykristalline Module entscheiden. Mehr zu mono- & polykristallinen Modulen

Noch unsicher?

Sie wissen noch nicht welchen Eigenverbrauchsanteil Sie anstreben oder Ihre nutzbare Dachfläche ist Ihnen unbekannt? Kein Problem. In diesem Fall dimensioniert Wegatech Ihre Anlage anhand Ihres durchschnittlichen Stromverbrauchs. Hierbei achten wir besonders darauf die für Sie wirtschaftlichste Lösung zu finden. Wünschen Sie anschliessend mehr Unabhängigkeit oder rechnen Sie mit einer Änderung Ihres Verbrauchs, dimensionieren wir Ihre Anlage gerne auch grösser.

Bestimmen Sie jetzt die optimale Grösse Ihrer Photovoltaikanlage

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