BAFA-Förderung 2022 – Bis zu 40 % Zuschuss für Ihre neue Heizung


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst den Austausch sowie die Sanierung Ihrer alten Heizungsanlage über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Hausbesitzer:innen können dank der Förderung bis zu 40 % der Investitionskosten beim Kauf einer neuen Heizung sparen. 

Zwei Männer stehen vor einer Vaillant Wärmepumpe hinter einem Haus

Diese Themen erwarten Sie:

Die BAFA-Heizungsförderung im Überblick

  • Seit dem 1. Januar 2021 fördert das BAFA über das BEG den Kauf erneuerbarer Heizsysteme sowie damit einhergehende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.
  • Der Kauf eines erneuerbaren Heizsystems wird vom BAFA mit bis zu 40% der Investitionskosten bezuschusst.
  • Optimierungsmaßnahmen, wie beispielsweise ein hydraulischer Abgleich oder der Austausch der Umwälzpumpe, werden mit bis zu 15 % der förderfähigen Ausgaben bezuschusst.
  • Umweltschädliche Ölheizungen sind von der BAFA-Heizungsförderung ausgenommen. Neue Öl- oder Gasheizungen werden nicht mehr gefördert.
  • Die Heizungsförderung des BAFA muss in allen Fällen vor Beginn des Vorhabens, also vor dem Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrags, beantragt werden.

Warum fördert der Bund den Kauf meiner neuen Heizung?

Der Bund – respektive das BAFA – fördert den Einbau neuer Heizungen vor allem mit Blick auf die Novelle des Klimaschutzgesetzes und den darin verankerten Emissionszielen im Gebäudesektor. Hier sollen die CO₂-Emissionen bis 2030 um 68% gegenüber dem Jahr 1990 und bis 2045 sogar auf Nettonull gesenkt werden. Damit Deutschland diese Ziele erreichen kann, müssen in den kommenden Jahren diverse ineffiziente und auf fossilen Brennstoffen beruhende Öl- und Gasheizungen durch umweltfreundlichere Heizsysteme ersetzt werden. Um Hausbesitzer:innen den Umstieg zu erleichtern, fördert der Bund den Einbau moderner Heizungsanlagen im Bestand mit bis zu 50% der Investitionskosten.

Gut zu wissen: Bei der Förderung des BAFA handelt es sich um einen direkten Zuschuss zum Kauf Ihrer neuen Heizung. Etwas anders sieht es bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus. Hier erhalten Sie Ihre Heizungsförderung in Form eines kostengünstigen Sanierungskredites mit attraktiven Tilgungszuschüssen.

So viel Förderung erhalten Wärmepumpe, Biomasse und Co.

Die BAFA-Heizungsförderung richtet sich vor allem nach der Wahl des neuen Heizsystems. Umweltfreundliche Wärmepumpenheizungen und Solarthermieanlagen sowie erneuerbare Hybridheizungen, die primär Erneuerbare Energien nutzen, erhalten eine Förderung in Höhe von 25 % der Investitionskosten. Holzheizungen wie die Pelletheizung werden mit 10 % der Investitionskosten gefördert.

Außerdem gewährt das BAFA weitere 10% Förderung, wenn durch den Kauf der neuen Heizung eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung ersetzt wird. Auch der Ersatz von funktionstüchtigen mehr als 20 Jahre alten Gasheizungen wird mit 10 % der Investitionskosten gefördert. Wird eine Grundwasser-, Abwasser- oder Erdwärmepumpe installiert, steigt die Förderung um 5%, womit bei einer Wärmepumpe maximal 40 % Förderung möglich sind.

Anmerkung: Der Heizungstauschbonus ist nicht für Solarthermieanlagen verfügbar.

Das BAFA fördert Luft-Wasser-, Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen zur Raumheizung und/oder Warmwasserbereitung. Die Förderhöhe liegt dabei bei 25% der förderfähigen Kosten. Darin sind, neben dem Heizgerät selbst, auch Erdarbeiten oder der zusätzliche Einbau einer Photovoltaikanlage mit inbegriffen.

Wird eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mehr als 20 Jahre alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, steigt die Förderung um 10 % auf 35%. Wärmepumpen mit der Energiequelle Wasser oder Erde erhalten einen Bonus von 5 % der Investitionskosten. Somit ist ein Zuschuss von max. 40 % der Kosten möglich.

Zu den förderfähigen Biomasseheizungen zählen Heizsysteme, die ihre Wärmeenergie durch die Verbrennung von Holzpellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz gewinnen. In allen Fällen haben Hausbesitzer:innen hier einen Anspruch auf eine 10-prozentige Förderung.

Die Förderung kann wie bei der Wärmepumpe um 10 % steigen, wenn eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mehr als 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt wird. Somit sind maximal 20 % Förderung verfügbar.

Solarthermische Anlagen werden durch das BAFA mit 25 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass Solarthermieanlagen in der Regel nicht als alleiniges Heizsystem fungieren können.

EE-Hybridheizungen kombinieren ausschließlich Wärmeerzeuger, die zur Wärmegewinnung erneuerbare Energiequellen nutzen. Dazu zählen solarthermische Anlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen. Die Förderhöhe beträgt in diesem Fall 25 % der förderfähigen Kosten. Auch hier kann die Förderung beim Heizungstausch um 10 % auf maximal 35 % ansteigen.

Im Rahmen der Heizungsmodernisierung fördert das BAFA außerdem sogenannte Umfeldmaßnahmen. Dazu zählen Arbeiten wie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs, die Dämmung der Rohrleitungen oder der Austausch der Umwälzpumpe. Die Förderhöhe beträgt in allen Fällen 15 % der förderfähigen Ausgaben; das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 300 €.

Auf einen Blick: Die BAFA-Heizungsförderung im Bestand

Neues Heizsystem FörderungMaximale Förderung
EE-Hybridheizung25 %40 %
Wärmepumpenheizung25 %40 %
Biomasseheizung10 %20 %
Solarthermieanlage25 %25 %

Weitere Informationen und Details zu den genauen Voraussetzungen und etwaige Mindestfördersummen für die BAFA-Heizungsförderung finden Sie hier.

BAFA-Förderung für Ihre Heizung beantragen – so funktioniert’s

Die im BEG vorgesehene Heizungsförderung kann an zwei Stellen beantragt werden. Für einen direkten Zuschuss zum Kauf Ihrer neuen Heizung wenden Sie sich mit Ihrem Antrag an das BAFA; im Falle einer Zuschuss- und Kreditvariante wird der Antrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Da wir uns in diesem Artikel auf die BAFA-Förderung im Bestand fokussiert haben, werden wir im Folgenden die dortige Antragstellung einmal schrittweise vorstellen:

  1. Vor der eigentlichen Antragstellung brauchen für Sie Ihre neue Heizung zuallererst ein schriftliches Angebot eines Fachunternehmens. Dabei gilt zu beachten, dass das Angebot zu diesem Zeitpunkt noch nicht unterzeichnet sein darf.
  2. Haben Sie ein entsprechendes Angebot vorliegen, können Sie im nächsten Schritt das Onlineformular zur Antragstellung auf der Seite des BAFA ausfüllen. Im Zuge dessen erhalten Sie zudem einen Aktivierungslink für das BAFA-Onlineportal.
  3. Nach erfolgreicher Antragstellung dürfen Sie nun auch den Kaufvertrag für Ihre neue Heizung unterschreiben und das Fachunternehmen mit der Installation beauftragen.
  4. Ist die Installation Ihrer neuen Heizung abgeschlossen, folgt im nächsten Schritt das Übermitteln des sogenannten Online-Verwendungsnachweises. Dies erfolgt über das BAFA-Onlineportal.
  5. Nach der Übermittlung Ihrer Daten prüft das BAFA Ihren Förderantrag. Im Falle einer positiven Prüfung erstellt das BAFA einen Festsetzungsbescheid, der Ihnen per Post zugestellt wird.
  6. Zu guter Letzt wird Ihnen die Förderung durch das BAFA ausgezahlt.

Sollten Sie sich bei der Antragstellung für die BAFA-Heizungsförderung unsicher sein, unterstützen wir von Wegatech Sie gerne.

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