Förderung Heizung – Diese Zuschüsse stehen zur Verfügung

NADINE KÜMPEL

AKTUALISIERT AM: 25.11.2021

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AKTUALISIERT AM: 25.11.2021

Umweltfreundliche Heizungen werden staatlich gefördert. Je nach Heizsystem sind bis zu 50% Investitionszuschuss möglich. Informieren Sie sich hier, welche Förderung Sie erhalten können.

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Einführung

Der Einbau einer neuen Heizung wird vorrangig aus Klimaschutzgründen gefördert. Die wesentliche Förderung für Heizungen ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese ist nur für Altbauten erhältlich. Für Neubauten gilt ohnehin die Pflicht, Erneuerbare Energien in das Gebäudekonzept einzubinden. Als reiner Investitionszuschuss wird die Förderung bei der Bafa beantragt. Soll zusätzlich ein Kredit aufgenommen werden, ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) der richtige Ansprechpartner. Diese fördert zudem das Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards

Hinweis: Entscheiden Sie sich für eine Wärmepumpe von Wegatech. Dann unterstützen wir Sie bei der Beantragung ihrer Förderung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)  – Bis zu 50% Investitionszuschuss

Seit Anfang 2021 bündelt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die bisherigen Förderprogramme für den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden. Bei Wohngebäuden fördert die BEG folgende Maßnahmen: 

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle: 20% Förderung
  • Anlagentechnik (außer Heizung):  20% Förderung
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik) : 20% – 45% Förderung
  • Heizungsoptimierung: 20% Förderung
  • Fachplanung und Baubegleitung: 50% Förderung

Die Förderung einer Heizung fällt unter den Punkt Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik). Hier sind je nach Heizung maximal 45% Förderung möglich. Wird zusätzlich eine Fachplanung und Baubegleitung in Anspruch genommen, sind sogar 50% Heizungsförderung denkbar.

Gasbrennwert (Renewable Ready)

Schon der Einbau einer Gasbrennwertheizung kann staatlich gefördert werden. 20% Investitionszuschuss sind hier möglich, wenn die Heizung Renewable Ready ist. Das heißt, dass sie nachträglich mit einer erneuerbaren Heizung kombiniert werden kann. Um die Förderung zu erhalten, muss außerdem nachgewiesen werden, dass 2 Jahre nach der Installation erneuerbare Energien ins Heizsystem integriert wurden.

Gas-Hybrid

Eine Gas-Hybridheizung ist eine Kombination von Gasheizung und erneuerbaren Energien. Sowohl Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, als auch Pelletheizungen können mit Gasheizungen kombiniert werden. Gängig ist allerdings die Kombination von Solarthermieanlage und Gasheizung. Da die Gas-Hybridheizung umweltfreundlicher ist als eine reine Gasbrennwertheizung, sind hier beits 30% Förderung möglich. Wird eine alte Ölheizung durch eine Gas-Hybridheizung ersetzt, erhöht sich die Förderung sogar auf 40%.

Solarthermie

Solarthermieheizungen heizen vollständig erneuerbar. Daher erhalten Sie bei Anschaffung einer Solarthermieheizung 30% – bzw. 40% bei Ersatz einer Ölheizung – der Investitionskosten erstattet. Solarthermie hat allerdings den Nachteil, dass wenn der Heizbedarf groß ist, nur wenig Sonnenenergie zur Verfügung steht. Daher muss eine Solarthermieanlage meist als Hybridheizung mit einem weiteren Heizsystem kombiniert werden.

Wärmepumpe

Wärmepumpen erzeugen Heizwärme mit Hilfe von Umweltwärme und sind daher ebenfalls erneuerbar. Da sie – anders als Solarthermieheizungen – als alleiniges Heizsystem fungieren können, erhalten Sie einen Investitionszuschuss von 35% statt 30%. Ersetzen Sie eine Ölheizung, erhöht sich der Zuschuss auf 45%. Maximal ist eine Förderung von 50% der Kosten möglich, wenn zusätzlich Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen werden. 

Pelletheizung

Die Förderung einer Pelletheizung beträgt wie bei Wärmepumpen 35%, da beide als alleiniges Heizsystem eingesetzt werden können. Pelletheizungen nutzen den nachwachsenden Rohstoff Holz und sind somit umweltfreundlich. Da Pellets unabhängig von Tages- und Jahreszeit zur Verfügung stehen, sind Pelletheizungen zudem besonders zuverlässig. 45% Förderung beim Austausch einer Ölheizung und maximal 50% Förderung bei Inanspruchnahme von Beratung sind auch hier möglich.

Erneuerbare-Energien-Hybridheizung

Schließlich ist auch die Kombination zweier erneuerbarer Heizsysteme förderfähig. Da Wärmepumpen und Pelletheizungen etwas teurer in der Anschaffung sind, dafür aber als alleiniges Heizsystem fungieren können, werden sie selten in einer Hybridheizung kombiniert. Gängiger ist die Kombination von Solarthermie und Wärmepumpe oder Solarthermie und Pelletheizung. Da es sich hier um eine rein erneuerbare Heizlösung handelt, beträgt die Förderung 35%. Maximal sind, wie bei den anderen erneuerbaren Heizungen, 50% Investitionszuschuss möglich. 

Förderung der Heizungsoptimierung

Nicht nur der Kauf einer neuen Heizung wird gefördert. Auch wer die bestehende Heizungsanlage optimiert und etwa einen hydraulischen Abgleich durchführt, kann Förderungen in Anspruch nehmen. Um eine Förderung zu erhalten, müssen mindestens 300€ und maximal 60.000€ investiert werden. Die Förderhöhe beträgt 20% der Kosten.

Antragstellung

Die Beantragung der Förderung erfolgt über ein elektronisches Antragsformular. Anschließend kann der Status des Antrags online eingesehen werden. Von Nachfragen ist abzusehen. Vielmehr kommt die Bafa bei Rückfragen auf den Antragsteller zu.

Förderung einer Heizung durch die KfW

Wer die Förderung für seine Heizung gemeinsam mit einem Kredit in Anspruch nehmen möchte, sollte die KfW-Förderung 261, 262 beantragen. Hier wird der Zuschuss zur Anschaffung der Heizung als Tilgungszuschuss gewährt, es gelten aber die gleichen Fördersätze. Wird die Heizung als Einzelmaßnahme installiert, sind 60.000€ Kredit je Wohneinheit verfügbar. 

Außerdem kann die Maßnahme auch als Teil der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus gesehen werden. Hier sind höhere Kreditsummen erhältlich und es können auch Neubauten gefördert werden. Wird der höchste Effizienzhaus-Standard (KfW 40 Plus) im Neubau erreicht, sind 150.000€ Kredit verfügbar. Hiervon können 25%, also maximal 37.500€, als Tilgungszuschuss ausgezahlt werden.

Im Bestandsgebäude, fallen die Förderungen sogar noch höher aus. Hier muss allerdings auch ein erhöhter Aufwand betrieben werden, um die Maßgaben der KfW-Effizienzhaus-Standards zu erfüllen. Für den KfW 40 Standard mit Erneuerbare Energien Klasse sind 150.000€ Kredit und 50% Förderung, also maximal 75.000€ Zuschuss, möglich. Auch wer im Bestand sein Haus zum KfW 70 Haus saniert, erhält noch mehr Tilgungszuschuss als ein KfW 40 Plus Haus im Neubau.

Im Bestandsgebäude, fallen die Förderungen sogar noch höher aus. Hier muss allerdings auch ein erhöhter Aufwand betrieben werden, um die Maßgaben der KfW-Effizienzhaus-Standards zu erfüllen. Für den KfW 40 Standard mit Erneuerbare Energien Klasse sind 150.000€ Kredit und 50% Förderung, also maximal 75.000€ Zuschuss, möglich. Auch wer im Bestand sein Haus zum KfW 70 Haus saniert, erhält noch mehr Tilgungszuschuss als ein KfW 40 Plus Haus im Neubau.

Antragstellung

Um die Förderung der KfW zu erhalten, müssen Sie im ersten Schritt einen Energieeffizienz-Experten beauftragen. Wenn Sie Ihre Heizungs­anlage erneuern oder optimieren wollen und dabei keinen individuellen Sanierungs­fahrplan (iSFP) umsetzen, kann auch ein Fach­unter­nehmen die benötigten Bestätigungen aus­stellen.  Anschließend müssen Sie eine Bank als Finanzierungspartner finden. Mit dieser schließen sie den Kreditvertrag ab. Der Förderantrag wird ebenfalls von der finanzierenden Bank an die KfW übergeben. Erst nachdem Sie den Förderantrag gestellt haben, sollten Sie den für den Heizungstausch zuständigen Betrieb beauftragen.

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