Förderung für Ihre neue Heizung – Diese Möglichkeiten gibt es


Wer sich für den Kauf einer neuen Heizung entscheidet, kann von erheblicher staatlicher Unterstützung profitieren. Vorausgesetzt natürlich, Sie entscheiden sich für eine klimafreundliche Heizung mit Zukunftspotential. Welche Förderung Ihnen zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier.

Diese Themen erwarten Sie:

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Für neue Heizungen im Bestand

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, fördert Hausbesitzer*innen, die Ihr Haus sanieren und klimafreundlicher machen möchten. Neue Gebäude werden nicht durch die BEG gefördert. Diese sind bereits von vornherein an gewisse Effizienzvorgaben gebunden. 

Das Förderprogramm existiert seit Januar 2021 und fasst frühere Förderprogramme im Gebäudebereich zusammen. Förderfähig sind die Dämmung der Gebäudehülle, die Heizungsoptimierung und die Verbesserung der Anlagentechnik. Auch die Fachplanung und Baubegleitung kann gefördert werden. Ebenfalls Teil der BEG ist der Heizungstausch. 

Bei einer erneuerbaren Heizung wird hier je nach Heizungsart ein Zuschuss von 10 % bis 25 % der Investitionskosten gewährt. Wird eine fossile Gas- oder Ölheizung ersetzt, kann sich der Zuschuss um weitere 10% erhöhen.

Welche neuen Heizungen erhalten die Förderung?

Wärmepumpen erhalten 25 % Förderung, da sie als alleiniges Heizsystem fungieren können und als vollständig erneuerbar gelten. Denn Wärmepumpen heizen überwiegend mit Umgebungsenergie. Werden Sie mit Ökostrom betrieben, sind sie vollständig erneuerbar.

Solarthermieanlagen erzeugen mit Sonnenenergie Wärme und sind somit ebenfalls vollständig erneuerbar. Die Förderhöhe für Solarthermieanlagen beträgt daher wie bei der Wärmepumpe 25 %.

Pelletheizungen nutzen den Rohstoff Holz. Dieser ist zwar nachwachsend und daher erneuerbar. Allerdings sollte die Ressource Holz nur zurückhaltend eingesetzt werden, da der Fortbestand der Wälder entscheidend für die Bekämpfung des Klimawandels ist. Daher werden Pelletheizungen nur mit einem Zuschuss von 10 % gefördert.

Wird eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mehr als 20 Jahre alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe, Pelletheizung oder EE-Hybridheizung ersetzt, steigt die Förderung auf 35 % (Wärmepumpe) bzw. 20 % (Pelletheizung) der Investitionskosten. Handelt es sich bei der installierten Wärmepumpe um eine Wärmepumpe, die die Wärmequelle Abwasser, Wasser oder Erde nutzt, kann die Förderung sogar 40 % erreichen.

Solarthermieanlagen erhalten beim Ersatz einer alten Heizung keinen zusätzlichen Bonus. Denn da Solarthermieanlagen abhängig von der Sonneneinstrahlung sind, können sie ein Gebäude nicht ganzjährig beheizen. Vor allem im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung niedriger ist als sonst, reicht eine Solarthermieanlage oftmals nicht aus. Aus diesem Grund müssen Solarthermieanlagen meist um ein weiteres Heizsystem ergänzt werden.

HEIZUNG

HÖHE DER FÖRDERUNG

Wärmepumpe

25 % (beim Heizungstausch 35 %, max. 40 %)

Solarthermie

25 %

Pelletheizung

10 % (beim Heizungstausch 20 %)

EE-Hybrid

25 % (beim Heizungstausch 35 %, max. 40 %)

Wie beantrage ich die BEG-Förderung für meine neue Heizung?

Die BEG-Förderung kann als direkter Zuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden.

Antragstellung über das BAFA

  1. Zunächst benötigen Sie ein Angebot von einem Fachunternehmen für Ihre neue Heizung. Wichtig ist hierbei, dass nur ein Angebot vorliegt und noch nichts unterzeichnet wurde. 
  1. Im nächsten Schritt müssen Sie ein Online-Formular auf den Seiten des BAFA ausfüllen. Nachdem Sie das den Antrag auf Förderung gestellt haben, erhalten Sie per Mail einen Aktivierungslink für das BAFA-Portal.
  2. Erst jetzt dürfen Sie den Fachbetrieb beauftragen und Ihre neue Heizung kaufen.
  3. Nach der Installation der Heizung durch den Fachbetrieb müssen Sie den sogenannten Online Verwendungsnachweis im Online-Portal der BAFA-absenden.
  4. Schließlich prüft das BAFA Ihren Förderantrag und erstellt nach positiver Prüfung einen Festsetzungsbescheid, den Sie per Post erhalten.
  5. Zu guter Letzt wird Ihnen die Förderung ausbezahlt.

Nähere Informationen zur Antragsstellung

Sie sind noch unsicher, wie sie die Förderung beantragen? Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

KfW-Förderung für die Sanierung zum Effizienzhaus

Wenn Sie Ihre Heizung im Rahmen einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus kaufen, können Sie hierzu den zinsgünstigen Kredit 261,262 bei der KfW beantragen. Neben einem günstigen Zinssatz, erhalten Sie hier auch einen Tilgungszuschuss zur Kreditsumme.  Insgesamt kann eine Kreditsumme von bis zu 150.000 € ausbezahlt werden. 

Die Beantragung des KfW-Kredits folgt einer ähnlichen Reihenfolge wie die Beantragung des Zuschusses beim BAFA. 

  1. Zunächst benötigen Sie ein Angebot eines Fachbetriebes, welches die anfallenden Kosten bescheinigt.
  2. Im Anschluss können Sie den Kredit für die von Ihnen gewünschte Förderung bei Ihrer Hausbank beantragen.
  3. Die Hausbank überprüft das Vorhaben und entscheidet, ob Sie einen Antrag bei der KfW stellen können. Falls ja, reicht sie diesen bei der KfW ein und sie schließen einen Kreditvertrag mit Ihrem Finanzierungspartner ab.
  4. Nach der Inbetriebnahme der neuen Heizung bzw. dem Abschluss des Gesamtvorhabens, können Sie dann Ihren Tilgungszuschuss anfragen und ausgezahlt bekommen.

Regionale Förderung für neue Heizungen

Doch nicht nur der Bund fördert neue Heizungen. Viele Städte und Gemeinden haben inzwischen eigene Förderprogramme für die Anschaffung von klimafreundlichen Heizungen ins Leben gerufen. In Nordrhein-Westfalen etwa fördern die Städte Düsseldorf, Münster, Aachen, Krefeld und der Kreis Düren die Anschaffung einer neuen Wärmepumpe

Sie sind sich unsicher, ob ihre Stadt eine Förderung anbietet? Meistens finden sich auf der Website der Stadt nähere Informationen zu den Fördermöglichkeiten. 

STADT

FÖRDERGEGENSTAND

FÖRDERHÖHE

Düsseldorf

 Wärmepumpe

Bis 25kW: 3.000€; 30-50kW: 3.500€; Über 50kW: 4.000€

Düsseldorf

Gleichzeitiger Einbau PV-Anlage mit Batteriespeicher und Wärmepumpe

Die bewilligte Förderung des Düsseldorfer Förderprogramm (für Wärmepumpe, PV-Anlage, Batteriespeicher) erhöht sich um weitere 50 % im Bestand, und um 30 % in Neubauten

Stuttgart

Wärmepumpe, Umrüstung zu Flächeheizungen

Bis 30kW:2.500€; 30-40kW:3.700€; 40-50kW:5.000€; +500€ Bonus für jeden beheizten Raum, welcher auf Flächenheizungen umgerüstet wird

Münster

Wärmepumpe (für Austausch einer fossilbefeuerten Heizkessel/Nachtspeicheröfen mit einer Wärmepumpe)

 3.000€ 

Osnabrück

Wärmepumpen

Wird die Wärmepumpe von der BAFA gefördert, erhöht Osnabrück den Fördersatz um 10%

Aachen

 Heizungstausch einer alten Heizung gegen eine Wärmepumpe

1500€ 

Kreis Düren

Heizungstausch einer alten Heizung gegen eine Wärmepumpe

1.000€

Krefeld

Wärmepumpe

2.000€

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