PV-Anlage 2022 – Investition in eine bessere Zukunft


Mit einer PV-Anlage erzeugen Sie Ihren eigenen Solarstrom. Umweltfreundlich, dezentral und unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Trotz sinkender Einspeisevergütung lohnt sich die Realisierung einer eigenen Anlage heute mehr denn je. Das liegt vor allem an sinkenden Modulpreisen, attraktiver Förderung und der positiven Wirkung auf die persönliche Umweltbilanz.

Wegatech Handwerker montieren eine PV-Anlage auf einem Hausdach

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Was ist eine PV-Anlage?

Unter einer PV- oder auch Photovoltaikanlage versteht man eine Solarstromanlage, die einen Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umwandelt. Die hier typische unmittelbare Art der Energieumwandlung wird als Photovoltaik  bezeichnet. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort für Licht (photos) und der Einheit für elektrische Spannung (Volt) ab.

Anders als PV-Anlagen wandeln solarthermische Anlagen die Kraft der Sonne nur indirekt in Strom um. In sogenannten Sonnenwärmekraftwerken wird Sonnenlicht gebündelt, in Wärme umgesetzt und an einen zirkulierenden Wärmeträger übertragen. Durch die Zirkulation wird schlussendlich Strom gewonnen.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Eine PV-Anlage besteht aus mehreren Solarpanels, die wiederum aus ca. 120 Solarzellen bestehen. In diesen wird das Sonnenlicht durch den photoelektrischen Effekt in elektrischen Strom umgewandelt. Eine korrekt dimensionierte PV-Anlage ermöglicht Hausbesitzer*innen eine umweltfreundliche und autarke Energieversorgung.

Die verschiedenen Komponenten

Unter dem Begriff der PV-Anlage versteht man den Zusammenschluss mehrerer Solarpanels. In diesen wird Sonnenlicht in 60 bis 120 kleinen Solarzellen in Gleichstrom umgewandelt. Die genaue Anzahl der Module hängt dabei von der verfügbaren Dachfläche, Ihrem Energieverbrauch und vielen weiteren Faktoren ab. 

Der produzierte Solarstrom fließt im nächsten Schritt von den Solarpanels zum sogenannten Wechselrichter. Dieser wandelt den von den Solarpanels erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Die Qualität dieser Komponente ist entscheidend für den maximalen Ertrag einer PV-Anlage. Hinzu kommen die zugehörige Verkabelung, die Anschlusselektrik und ein Einspeisezähler.

Haus mit PV Speicher und Wärmepumpe
Haus mit PV-Anlage, Speicher, Ladesäule und Wärmepumpe

Optional erweitern lässt sich die PV-Anlage um einen Stromspeicher. Produziert Ihre Anlage am Tag überschüssige Solarenergie, kann diese hier zwischengespeichert werden. Am späten Abend, wenn der Energieverbrauch steigt und die Leistung der Module sinkt, kann der gespeicherte Strom wieder entnommen werden. Mit dieser Kombination erhöht sich der mögliche Eigenverbrauchsanteil auf fast 80 Prozent.

Des Weiteren kann mit dem eigens produzierten Ökostrom beispielsweise eine Wärmepumpe betrieben oder ein E-Auto geladen werden. Eine solche PV-Anlage – geregelt mit einem intelligentem Energiemanagement-System – schafft maximale Unabhängigkeit.

Der jährliche Stromertrag

Die Stromproduktion einer PV-Anlage wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Entscheidende Faktoren für den jährlichen Stromertrag der Solaranlage sind unter anderem die Dachfläche, die Verschattung oder auch die Wahl der Module. Vor der Inbetriebnahme Ihrer PV-Anlage sollten Sie deshalb immer eine erste Schätzung der Ertrags durch Ihren Fachpartner einholen.

Nach Inbetriebnahme der Anlage wird die tatsächliche Stromproduktion über den spezifischen Anlagenertrag bestimmt. Dieser Wert bezieht die Nennleistung der PV-Anlage in Kilowatt Peak (kWp) in die Berechnung mit ein. Bei einer Jahresenergie von 8.600 kWh und einer Anlagengröße von 9 kWp ergibt sich somit beispielsweise ein spezifischer Ertrag von: 8.600 kWh / 9 kWp = 955 kWh pro kWp. Der durchschnittliche Wert für Deutschland liegt bei ca. 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt Peak.

Was kostet eine PV-Anlage 2022?

Mit Blick auf die Investitionskosten ist die Anschaffung einer PV-Anlage 2022 lohnenswerter denn je. Vor knapp 15 Jahren rechnete sich selbst produzierter Solarstrom nur dank der hohen Einspeisevergütung von damals 50 ct/kWh. Zu diesem Zeitpunkt kosteten PV-Anlagen noch mehr als 4.000€ pro kWp. Seitdem sind die Nettopreise pro Kilowatt Peak – nicht zuletzt durch die steigenden Produktionskapazitäten im asiatischen Raum – stetig gesunken. Heute kostet eine PV-Anlage nur noch zwischen 1.200€ und 2.000€ pro kWp.

Für eine Anlage mit beispielsweise 8 kWp fallen somit Investitionskosten von 12.000€ bis 13.000€ an. In Kombination mit einem Stromspeicher steigen die Kosten auf ca. 16.000€ bis 21.000€. Nach dieser einmaligen Investition sind für eine PV-Anlage nur noch geringe laufende Kosten von 200-500€ jährlich zu erwarten.

Welche finanziellen Vorteile sind möglich?

Ist eine PV-Anlage einmal installiert, kann sie einen Haushalt für 30 Jahre oder mehr mit günstigem Ökostrom versorgen. In dieser Zeit können Sie mit Ihrer Solaranlage nicht nur umweltfreundlichen Strom produzieren und nutzen, sondern auch Stromkosten sparen und sogar Gewinne erzielen. Eine PV-Anlage hat sich dabei meist nach 10 bis 12 Jahren amortisiert, d.h. die Gewinnschwelle erreicht.

Stromkosten sparen durch Eigenverbrauch…

Strom aus dem öffentlichen Netz kostet zurzeit ca. 32 Cent pro Kilowattstunde. Mit Blick auf die eingeführte CO2-Steuer und den steigenden Energiebedarf deutscher Haushalte wird der Preis in den kommenden Jahren wohl weiter steigen. Demgegenüber stehen die Kosten pro Kilowattstunde für eigens produzierten Solarstrom. Diese liegen nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts zurzeit bei 8 bis 12 ct/kWh. Mit Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage sparen Sie somit zwei Drittel Ihrer Stromkosten ein.

Strompreis Privathaushalt Kostenentwicklung PV-Anlagen Kostenentwicklung PV-Anlagen + Stromspeicher
Stromkosten PV-Anlage

…oder Geld verdienen dank der Einspeisevergütung

Solarstrom, welchen Sie nicht selbst verbrauchen, können Sie gegen Geld in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Der Betrag pro Kilowattstunde ist dabei seit 2000 einheitlich durch die Einspeisevergütung geregelt. Während Sie zu Beginn des Jahrtausends noch über 50 Cent pro Kilowattstunde eingespeisten Stroms erhalten haben, liegt der Betrag Anfang 2022 nur noch bei knapp 7 Cent. Eigenverbrauch lohnt sich heute also deutlich mehr als Einspeisen.

Doch selbst bei der Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher kann kein hundertprozentiger Eigenverbrauch erreicht werden. Dementsprechend haben Sie auch 2022 Einnahmen durch die Einspeisung ins öffentliche Netz.

Wie umweltfreundlich ist eine PV-Anlage?

Auch in puncto Umweltfreundlichkeit ist eine PV-Anlage eine sinnvolle Investition. Mit aktuell 50 Gramm CO2 pro Kilowattstunde stößt Solarstrom 20 mal weniger Emissionen aus als die dominierenden Energieformen Stein- und Braunkohle. Aktuell 50 Gramm, da 100% der Emissionen durch die Produktion der Module verursacht werden. Die energetische Amortisationszeit (produzierte Energie > für Produktion aufgewendete Energie) einer PV-Anlage liegt zurzeit bei knapp 2 Jahren. Bei einer durchschnittlichen Lebenszeit von 25 Jahren liefert eine Solaranlage somit 23 Jahre klimaneutrale Energie.

Verschiebt sich der Strommix im asiatischen Raum – wo ein Großteil der Fertigung liegt – weiter Richtung 100% erneuerbarer Energien, ist für PV-Anlagen sogar ein Wert von 1 Gramm CO2/kWh möglich. Zum Vergleich: Der deutsche Strommix verursachte 2019 knapp 400 Gramm CO2 pro Kilowattstunde und der vollständige Kohleausstieg ist erst für 2038 angesetzt.

CO2-Ausstoß von Energiequellen in Gramm pro kWh
CO2-Ausstoß PV-Anlage im Vergleich zu anderen Energiequellen

Der Einfluss des Anlagenertrags auf die CO2-Bilanz einer PV-Anlage

Ein Faktor, den man bei den Berechnungen der CO2-Emissionen einer PV-Anlage ebenfalls beachten sollte, ist der Anlagenertrag. Solarenergie ist zwar ab Inbetriebnahme der Anlage klimaneutral, doch je größer der Anlagenertrag, desto geringer wird der Emissionswert pro Kilowattstunde. Eine Anlage in Spanien verursacht beispielsweise gerade einmal 24 Gramm CO2/kWh. Das sind nur die Hälfte der Emissionen einer Anlage mit Standort in Deutschland. Für maximale Umweltfreundlichkeit sollten Sie Ihre PV-Anlage deshalb immer mit der Hilfe eines Fachbetriebs planen.

Die eigene PV-Anlage: Ökologisch, kostengünstig und unabhängig

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