Die richtige Förderung für ihre Solaranlage: kfw, eeg und co.


Jede Solaranlage ist ein weiterer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Zukunft. Umso wichtiger, dass der Kauf privater Anlagen weiterhin auf vielfältige Weise gefördert wird. Wir stellen Ihnen die wichtigsten nationalen sowie regionalen Programme zur Förderung Ihrer Solaranlage vor.

Diese Themen erwarten Sie:

Solar-Förderung – ein Überblick

  • Förderung durch das EEG: Durch die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelte Einspeisevergütung erhalten Sie Geld für Ihren ins öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom.
  • KfW-Kredit: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet im Rahmen ihrer Förderprogramme 270 (Solaranlagen) und 440 (Wallbox) zinsgünstige Kredite.
  • Regionale Förderung : Verschiedene Städte und Bundesländer bieten Zuschüsse in Abhängigkeit von der installierten Anlagengröße – oftmals in Kombination mit einem Batteriespeicher oder einer Wallbox.

Förderung durch das EEG – Die Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist weiterhin das wichtigste Förderinstrument im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Durch die Einspeisevergütung erhalten Betreiber und Betreiberinnen von Solaranlagen eine auf 20 Jahre festgelegte Vergütung für jede Kilowattstunde Solarstrom erhalten, die sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Wie hoch diese Vergütung genau ist, hängt vom Datum der Inbetriebnahme der Anlage ab.

Seit dem 30.07.2022 gilt die Förderung des EEG 2023. Damit wurden die Vergütungssätze erstmals seit Jahren wieder angehoben und senken sich vorerst nicht mehr monatlich ab. Schließen Sie Ihre bis zu 10 Kilowatt Peak große Solaranlage beispielsweise an das öffentliche Stromnetz an, erhalten Sie jetzt für jede eingespeiste Kilowattstunde 8,2 Cent.

Anmerkung: Da die Förderung bisher noch nicht von der EU beihilferechtlich genehmigt wurde, erhalten Sie vorerst noch die alten Vergütungssätze. Bei Genehmigung durch die EU wird Ihnen die Differenz aber nachgezahlt.

Förderung durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, sollte Ihre erste Anlaufstelle sein, wenn es um die Förderung einer Solaranlage oder Ähnlichem. geht. Dabei gilt es, zwischen zwei wesentlichen Förderprogrammen zu unterscheiden.

KfW Kredit 270: Erneuerbare Energien – Standard

Die KfW Förderung 270 bezuschusst den Bau von Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme und zur Speicherung von Energie. Dementsprechend ist das Programm 270 ideal zur Verwirklichung Ihrer eigenen Solaranlage. Der Kredit deckt dabei 100% der Investitionskosten (inkl. Planungs- und Montagekosten) bis zu einer Höhe von 50 Millionen Euro. Der effektive Jahreszins liegt bei gerade einmal 2,3 %.

Gut zu wissen: Sie können den KfW Kredit 270 nicht nur bei der KfW, sonder auch ganz einfach bei Ihrer eigenen Hausbank beantragen. Folgen Sie dafür einfach den Schritten des digitalen Förder-Assistenten der KfW.

Förderung Ihrer Solaranlage auf Länderebene

Neben den landesweit geltenden Förderungen durch EEG und KfW bieten viele Bundesländer zusätzliche Anreize zum Kauf einer eigenen Solaranlage. Die Voraussetzung dafür ist in fast allen Fällen die zusätzliche Installation eines Stromspeichers:

Achtung: Das Programm des Landes NRW wurde zum 1. April 2022 eingestellt. Förderungen für Stromspeicher können nicht weiter beantragt werden; der Förderschwerpunkt des Landes NRW liegt nun beim Thema Elektromobilität.

Im Rahmen des Porgramms “progres.NRW” fördert das Bundesland den Kauf einer Solaranalge in Kombination mit einem Stromspeicher. Die Zuschüsse belaufen sich dabei auf 150€ pro Kilowattstunde bei einer maximalen Fördermenge von 75.000€

Ähnlich wie NRW bezuschusst auch Baden-Württemberg Solaranlagen, die in Kombination mit einem Batteriespeicher installiert werden. Das Programm “Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher” fördert den Kauf einer solchen Lösung mit 200€/kWh.

Die Fördermittel dieses Programm sind erschöpft.

Achtung: Das 10.000-Häuser-Programm wurde zum April 2022 planmäßig eingestellt. Förderungen können nicht weiter beantragt werden.

Das Bundesland Bayern fördert mit seinem “10.000-Häuser-Programm” die Anschaffung einer Solaranlage in Verbindung mit einem Stromspeicher. Die Förderhöhe liegt je nach der Größe der verbauten Anlage bei 500€ bis 3.200€.

Das Bundesland Hessen bietet keine explizite Förderung für Solaranlagen. Stattdessen können Sie sich individuell bei der Landesenergieagentur (LEA) zu ihren Fördermöglichkeiten beraten lassen.

Bei den Förderungen der Bundesländer sollten Sie beachten, dass diese stets an die maximal zur Verfügung stehenden Mittel geknüpft sind. Sind die Mittel eines Programms einmal erschöpft, entfällt die Förderung.

Förderung durch Städte und Gemeinden

Neben den Förderungen auf Landesebene bieten auch einzelne Städte und Gemeinden finanzielle Unterstützung für den Kauf einer Solaranlage an. Informieren Sie sich bereits in der Planungsphase, ob ihre jeweilige Stadt oder Gemeinde etwaige Zuschüsse bereitstellt. Oftmals müssen die Förderungen nämlich bereits vor der Beauftragung eines Installationsbetriebs beantragt werden. Städte mit eigenen Programmen sind beispielsweise Köln, Düsseldorf, Münster, München oder auch Stuttgart.

Solarförderung durch Privatbanken

Neben der staatlichen KfW Bank bieten auch private Kreditinstitute Hilfe beim Kauf einer eigenen Solaranlage an. Dazu zählen spezielle Solarkredite, aber auch explizite Förderprogramme für Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen. Die genauen Konditionen sind dabei von Bank zu Bank unterschiedlich, hier lohnt sich eine individuelle Anfrage im Voraus. 

Wegatech ist für diese Zwecke eine Partnerschaft mit der SKG Bank eingegangen. Diese unterstützt den Bau Ihrer Solaranlage mit bis zu 50.000 € in Form eines Solarkredits. Den Kredit planen und beauftragen Sie in nur wenigen Schritten online auf unserer Seite oder Website der SKG Bank. Bei ordnungsgemäßem Auftragseingang vor 13 Uhr ist der Solarkredit bereits am folgenden Tag auf ihrem Konto.

Förderung von Solaranlagen – Fazit

Eine Solaranlage für das Eigenheim ist in den letzten Jahren preislich immer erschwinglicher geworden. Diese Entwicklung führte dazu, dass auch die Höhe der Einspeisevergütung im selben Zeitraum immer weiter gesunken ist. Die Folge: Energiesysteme werden heute auf maximalen EIgenverbrauch ausgelegt. Diese Ausrichtung erfordert die zusätzliche Investition in einen eigenen Batteriespeicher, was die Anschaffungskosten nochmal erhöht.

Die Kombination aus Solaranlage und Stromspeicher lohnt sich jedoch nicht nur wirtschaftlich, sondern auch mit Blick auf die Umweltbilanz. Das haben auch die Bundesländer verstanden und ihre jeweiligen Förderprogramme dementsprechend angepasst. Kombinieren Sie die regionale Unterstützung zusätzlich mit einem zinsgünstigen Kredit der KfW-Bank, steht der eigenen Solaranlage eigentlich nichts mehr im Weg.

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