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Grundlagen

Luftwärmepumpe oder Gasheizung?
Die Heizungsarten im Vergleich

Das beliebteste und umweltfreundlichste Heizsystem im Neubau ist die Wärmepumpe. Gasheizungen hingegen sind kostengünstig in der Anschaffung und eignen sich für Häuser aller Baustandards. Im Folgenden stellen wir die zwei Heizsysteme anhand verschiedener Vergleichskriterien gegenüber.

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Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Investitionskosten

Die Investitionskosten für eine Heizung variieren stark nach Region, Hersteller und benötigter Heizleistung. Die Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen meist zwischen 10.000 – 15.000 €. Hierin enthalten sind bereits alle Montagekosten und die Kosten des zusätzlichen Wärmespeichers. Durch die Nutzung staatlicher Fördermöglichkeiten können die Investitionskosten nochmals deutlich gesenkt werden.

Die Anschaffung einer modernen Gasheizung für ein Einfamilienhaus kostet etwa 6.000 – 9.000 €. Der Heizkessel hat mit 2.000 – 4.000 € nur einen Anteil von etwa 30-40% an den Gesamtkosten. Weitere Kosten fallen durch effiziente Brennwerttechnik, den Gasanschluss, einen Warmwasserspeicher und die Installation der Gasheizung an.

Betriebskosten

Im Folgenden vergleichen wir die Betriebskosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer Gasheizung anhand eines Einfamilienhauses mit 20.000 kWh Jahresheizwärmebedarf.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt zum Betrieb kostenlose Umweltwärme aus der Luft. Damit Sie der Luft jedoch Wärme entziehen kann, benötigt sie Strom. Die Betriebskosten einer Wärmepumpe sind daher Stromkosten. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen können aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom bereits 4 kWh Nutzwärme erzeugen. Für einen Heizwärmebedarf von 20.000 kWh werden darum jährlich 5.000 kWh Strom zum Betrieb der Wärmepumpe benötigt. Wärmepumpenbesitzer können Strom für ihre Wärmepumpe zu einem vergünstigtem Wärmepumpenstromtarif von 20 Cent pro kWh beziehen. Somit entstehen in unserem Fall pro Betriebsjahr Stromkosten von 1.000 €. Die Wartung der Wärmepumpe kostet zusätzlich etwa 200 €. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Betriebskosten der Wärmepumpe so auf ca. 1.200 €.

Eine kWh Gas kostet aktuell etwa 5 Cent pro kWh. Bei einem Heizwärmebedarf von 20.000 kWh müssten die Besitzer unseres Einfamilienhauses so ebenfalls 1.000 € jährlich für Gas ausgeben. Die Wartung einer Gasheizung ist allerdings etwas aufwendiger und kostet 250 € jährlich. Bei alten Gasheizungen fällt zusätzlich ein Schornsteinfegerbesuch für ca. 50€ jährlich an. Außerdem müssen Stromkosten von etwa 50 € für die Steuerung der Gasheizung berücksichtigt werden. Die jährlichen Betriebskosten der Gasheizung liegen somit bei etwa 1.350€

Achtung: In Gebäuden mit schlechtem Baustandard, kann eine Wärmepumpe aus einer kWh Strom nur 2-3 kWh Nutzwärme bereitstellen. Der Strombedarf der Wärmepumpe fällt dann deutlich höher aus und Sie sollten besser eine Gasheizung installieren.

Umweltbilanz

Mehr als 60% des CO2-Ausstoßes privater Haushalte wird beim Heizen verursacht. Da Wärmepumpen hauptsächlich Umgebungswärme zur Wärmegewinnung nutzen, sind sie deutlich umweltfreundlicher als Gasheizungen. Während ein moderner Erdgas betriebener Gasbrennwertkessel 250 g CO2 pro kWh ausstößt, sind es bei einer Wärmepumpe nur 150 g pro Kilowattstunde (kWh). Noch umweltfreundlicher wird die Wärmepumpe, wenn sie mit einer Photovoltaikanlage kombiniert wird und somit ein Teil des Strombedarfs mit Solarstrom gedeckt werden kann.

Unabhängigkeit vom Energieversorger

Besitzer einer Gasheizung sind vollständig abhängig von der Entwicklung des Gaspreises. Zwar liegt dieser aktuell bei nur 5 Cent pro kWh, langfristig muss jedoch mit deutlichen Preissteigerungen gerechnet werden.

Eine Wärmepumpe ist, wenn auch nicht vom Gaspreis, vom Strompreis abhängig. Allerdings muss nur etwa ein Viertel der benötigten Heizenergie in Strom bezogen werden. Wird die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, kann ein Teil des Strombedarfs über Sonnenstrom gedeckt werden. Dieser kostet statt 20 Cent (Wärmepumpentarif) nur 10 -14 Cent pro kWh und das jahrzehntelang stabil. Das macht Wärmepumpenbetreiber unabhängiger von großen Energieversorgern und künftigen Energiepreissteigerungen.

Diese Anforderungen sollte Ihr Haus erfüllen

Hoher Baustandard

Wärmepumpen sind nur in modernen Gebäuden mit guter Dämmung und niedriger Heizungsvorlauftemperatur sinnvoll. Das sind in der Regel Neubauten oder sanierte Altbauten. In älteren Gebäuden mindert sich die Effizienz einer Wärmepumpe deutlich, da ihre Jahresarbeitszahl sinkt. Aus einer Kilowattstunde Strom für 20 Cent können dann statt 4 kWh Heizwärme nur 2-3 kWh Heizwärme produziert werden. Demzufolge steigt der Preis für eine kWh Heizwärme von 5 auf 7,5- bis 10 Cent. Kombiniert mit einem höheren Heizwärmebedarf führt das zu einem sehr hohen Stromverbrauch und damit auch zu hohen Betriebskosten der Wärmepumpe.

Bei einer Gasheizung hat ein schlechter Baustandard weniger Auswirkung. Zwar steigen auch hier die Heizkosten an, da mehr Wärme benötigt wird, allerdings kostet eine durch eine Gasheizung erzeugte Kilowattstunde Heizwärme konstant 5 Cent. Daher sollte in ungedämmten Altbauten eine Gasheizung gewählt werden.

Sie sind sich nicht sicher, ob sich Ihr Haus für den Einbau einer Wärmepumpe eignet? Mithilfe eines einfachen Tests können Sie dies leicht überprüfen. Drehen Sie Ihre Heizkörper an einem kalten Wintertag voll auf und regeln Sie die Heizungsvorlauftemperatur auf 50 Grad. Wird Ihr Haus ausreichend warm, ist es sinnvoll eine Wärmepumpe als Heizsystem in Betracht zu ziehen. Wir sagen Ihnen aber auch gerne, ob sich Ihr Haus für eine Wärmepumpe eignet. Dafür einfach über unser Formular eine Anfrage für eine Wärmepumpe stellen und wir melden uns bei Ihnen zurück.

Platzbedarf

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nimmt im Heizungsraum nicht mehr Platz ein als eine Gasheizung. Allerdings verfügen Luftwärmepumpen meist über eine zusätzliche Außeneinheit für die Sie ausreichend Platz im Garten oder vor Ihrem Haus haben sollten. Ideal ist eine Aufstellung der Wärmepumpe auf dem Rasen an der Hausseite, die zur Straße zeigt. Haben Sie keinen Platz für eine Außeneinheit, besteht auch die Möglichkeit eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als reine Inneneinheit zu installieren.

Eine Gasheizung muss lediglich im Heizungsraum untergebracht werden. Das macht sie platzsparend. Nur wenn Sie sich für eine Flüssiggasheizung entscheiden, muss ein zusätzlicher Gastank aufgestellt werden. Dieser kann ober- oder unterirdisch im Garten oder aber auch im Gebäude aufgestellt werden.

Fazit

In puncto Umweltfreundlichkeit liegen Wärmepumpen klar vor der Gasheizung. Hausbesitzer, die Ihre Luftwärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren, werden zusätzlich unabhängiger von steigenden Energiepreisen. Eine Gasheizung ist allerdings in der Anschaffung deutlich günstiger als eine Wärmepumpe.

Entscheidendes Kriterium sind jedoch die Betriebskosten der Wärmepumpe, die je nach Baustandard stark variieren. In einem Neubau oder sanierten Bestandsgebäude ist die Vorlauftemperatur des bestehenden Heizsystems ausschlaggebend. Luft-Wasser-Wärmepumpen können im Normalfall bis zu Vorlauftemperaturen von 50 Grad wirtschaftlich betrieben werden. Oberhalb von 50 Grad steigen die Stromkosten der Wärmepumpe stark an.

Wohnen Sie in einem unsanierten Altbau, sollten sich für eine Gasheizung entscheiden. Diese ist günstiger in der Anschaffung und verursacht hier deutlich niedrigere jährliche Heizkosten als eine Wärmepumpe. Die Kombination mit einer Solarthermieanlage kann die Umweltbilanz des Heizsystems leicht verbessern.

Übersicht

 LuftwärmepumpeGasheizung
Anschaffungskosten10.000 – 15.000 €6.000 – 9.000 €
Betriebskosten€ (wartungsarm)€€
CO2-Emissionen150 g/kWh250 g/kWh
Autarkiein Kombination mit Strom aus einer eigenen PV-Anlage hochAbhängigkeit vom Gaspreis
BedingungenGedämmtes Haus und Platz für Außeneinheit, JAZ mindestens 3,5Gasanschluss
oder Gastank
HaustypNeubauten und sanierte Altbautenfür Alt- und Neubauten aller Baustandards

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