Photovoltaik Versich­erung – Diese Mög­lichkeiten gibt es

NADINE KÜMPEL

AKTUALISIERT AM: 05.07.2021

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Eine Photovoltaik Versicherung schützt Ihre Photovoltaikanlage vor vielen Gefahren, wie etwa Kurzschluss, Unwetterschäden oder Diebstahl. Das Angebot der Versicherungen für Photovoltaikanlagen ist vielfältig. Es werden Allgefahrenversicherungen, Ertragsausfallversicherungen und Haftpflichtversicherungen angeboten. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Versicherungsoptionen und entscheiden Sie welche Photovoltaik Versicherung zu Ihnen passt.

Sicherheit

Die verschiedenen Versicherungsarten

Allgefahrenversicherung

Die Allgefahrenversicherung ist die wichtigste Photovoltaik Versicherung. Sie deckt die meisten Schäden ab, die an der Photovoltaikanlage selbst entstehen können. So kommt sie etwa für Schadensfälle durch Diebstahl, Vandalismus und Wetterschäden auf. Lediglich Erdbeben sind oft ausgenommen. Auch Bedienungsfehler und Fahrlässigkeit, sowie technische Probleme, wie Induktion oder Kurzschluss, sind abgesichert.

Ertragsausfallversicherung

Eine Ertragsausfallversicherung ersetzt Anlagenbesitzern Ertragsausfälle. Zumeist sind Ertragsausfälle, die durch Schäden der Allgefahrenversicherung entstehen, hier immer mitversichert. Daher werden die beiden Versicherungsarten auch häufig unter dem Begriff Photovoltaik Versicherung zusammen angeboten. Beachtet werden sollte, dass Ertragsausfallversicherungen oft eine Karenzzeit verlangen. Das heißt: fällt die Anlage nur ein bis zwei Tage aus, wird der Schaden oft nicht beglichen.

Die klassische Photovoltaik Versicherung, mit Allgefahren und Ertragsausfallversicherung,  kostet zwischen 70€ und 150€ im Jahr. Ob eine Photovoltaik Versicherung lohnenswert ist, sollte immer im Einzelfall entschieden werden und ist rückblickend auch häufig Glückssache. Generell gilt die Faustregel: Je größer Ihre Anlage, desto lohnenswerter ist eine Versicherung.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung für eine Photovoltaikanlage deckt Schäden ab, die durch die Anlage Dritten zugefügt werden und für die der Anlagenbetreiber haften muss. So ist es beispielsweise möglich, dass sich durch einen Sturm Module von der Dachfläche lösen und Personen und umstehende Häuser beschädigen. Auch Rauchschäden, die in Verbindung mit einem Brand der Photovoltaikanlage entstehen, werden in der Haftpflichtversicherung abgedeckt. Schließlich haftet die Haftpflichtversicherung auch dann, wenn Schäden am Wechselrichter den Netzbetreiber treffen.

Die Haftpflichtversicherung ist häufig nicht in der normalen Photovoltaik Versicherung inbegriffen. Meistens ist eine Photovoltaikanlage aber bereits in die private Haftpflichtversicherung, eingeschlossen. Die private Haftpflichtversicherung gilt als die wichtigste private Versicherung und ist schon ab 30€ jährlich erhältlich. Prüfen Sie beim Kauf einer Photovoltaikanlage immer, ob Photovoltaikanlagen in Ihre Haftpflicht eingeschlossen sind. Ansonsten lohnt sich oft ein Wechsel, denn die Versicherungskonditionen für Haftpflichtversicherungen haben sich in den letzten Jahren stark verbessert.

Diese Fragen sollten Sie sich bei der Auswahl Ihrer Photovoltaik Versicherung stellen

  • Ist der Versicherungsumfang ausreichend?
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung und wenn ja ab wann?
  • Schäden, bis zu welcher Höhe sind durch die Versicherung abgedeckt?
  • Was passiert im Fall eines Totalschadens der Photovoltaikanlage? Wird eine Neuinstallation der Anlage bezahlt oder nur der Restwert erstattet?

Welche Anbieter von Photovoltaik Versicherungen gibt es?

Photovoltaik Versicherungen sind bei vielen bekannten Versicherungsunternehmen erhältlich. So haben Zurich, inter, condor und die VHV Photovoltaikversicherungen in ihrem Portfolio. Manche Versicherungen sind sogar gänzlich auf Photovoltaik Versicherungen spezialisiert. Teilweise werden die Photovoltaik Versicherungen auch als Zusatz zu einer Gebäudeversicherung angeboten. Die Allianz etwa bietet eine Photovoltaik Versicherung als Zusatz zu ihrer Gebäudeversicherung “SicherheitPlus” an.

Die Garantiebedingungen für Photovoltaikmodule sind für den Verbraucher sehr vorteilhaft, da die Hersteller wesentlich längere Garantiezeiten gewähren als gesetzlich vorgeschrieben So besteht eine Produktgarantie von 10 bis 12 Jahren und außerdem eine 20 bis 30-jährige Leistungsgarantie über die gesamte Betriebsdauer Ihrer Anlage. Das bedeutet, in den ersten 10-12 Betriebsjahren werden alle Schäden an den Modulen komplett ersetzt. Sollten die Module danach, aufgrund von Alterung, mehr Leistung verlieren als versprochen, wird auch dieser Verlust erstattet. Die Produktgarantie der Montagesysteme beträgt in der Regel 10 Jahre. Wechselrichter haben eine Herstellergarantie von 5-10 Jahren. Bei einigen Herstellern wie Solaredge ist eine Garantieverlängerung auf bis zu 25 Jahre möglich.

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