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Planung und Installation

Die Wärmepumpe im Altbau - Diese Check­liste sollte Ihr Haus erfüllen

Wärmepumpen im Neubau sind sehr beliebt und vielfach erprobt. In einem unsanierten Altbau kann die Wärmepumpe allerdings schnell zur Heizkostenschleuder werden. Diese Checkliste hilft Ihnen zu beurteilen, ob der Einbau einer Wärmepumpe sich bei Ihnen trotz Altbau rentieren kann.

altbau

Einführung

Jeder dritte Neubau heizt inzwischen mit einer Wärmepumpe. In Altbauten sind Wärmepumpen hingegen deutlich weniger verbreitet. Das liegt daran, dass Altbauten häufig einen deutlich schlechteren Baustandard aufweisen und ein Großteil der Energie, die die Wärmepumpe ihrer Umgebung entzieht, hier wieder durch die Gebäudehülle verloren geht.

Wärmepumpen in Altbauten erreichen so im Durchschnitt lediglich Jahresarbeitszahlen von drei oder weniger. Das führt zu einem hohen Stromverbrauch der Wärmepumpe, der die Heizkosten erhöht und auch die Klimabilanz verschlechtert. Oft ist ein Gas-Brennwertkessel daher günstiger und klimafreundlicher. Ist das Haus jedoch saniert und das Heizsystem für eine Wärmepumpe geeignet, kann die Wärmepumpe ihre Vorteile als klimafreundliches, kostengünstiges Heizsystem auch in einem Altbau ausspielen.

Die folgende Checkliste soll Ihnen helfen zu beurteilen, ob eine Wärmepumpe für Ihren Altbau in Frage kommt. Vor der Entscheidung empfiehlt es sich außerdem Ihre Wärmepumpe durch einen Fachbetrieb planen zu lassen. 

Checkliste

1. Heizlast

Das wichtigste Kriterium, um zu entscheiden ob eine Wärmepumpe im Altbau noch lohnenswert ist, ist die Heizlast. Ist Ihre Heizlast in einem normalen Einfamilienhaus größer 16 kW, benötigen Sie eine Wärmepumpe mit einer sehr hohen Leistung. Diese ist in der Regel teuer und hat einen hohen Strombedarf, sodass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich ist.

2. Dämmstandard

Der Dämmstandard wird bereits in die Heizlast einbezogen. Ist aber die Heizlast nicht bekannt, kann auch der Dämmstandard Indizien dafür liefern, ob sich eine Wärmepumpe im Altbau lohnt. Denn nur ein gut gedämmtes Haus mit geringen Wärmeverlusten macht eine Wärmepumpe wirtschaftlich.

Daher sollten Sie zunächst den energetischen Standard Ihres Gebäudes und den Zeitpunkt der letzten Sanierung ermitteln. Gebäude, die vor 2000 errichtet und seitdem nicht mehr saniert wurden, haben in der Regel hohe Heizlasten und die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe muss genauer geprüft werden. Mit Dämmmaßnahmen kann aber auch hier in einigen Fällen ein wirtschaftlicher Betrieb einer Wärmepumpe erreicht werden.

Exkurs: Dämmen - das lohnt sich wirklich

Möchte man mit wenig Geld viel erreichen, empfiehlt es sich die oberste Geschossdecke zu dämmen und die Fenster auszutauschen. Um die Wärmeverluste jedoch deutlich zu senken, muss auch die Haustür ersetzt und die Dämmstärke der Außenwand angepasst werden.

3. Vorhandenes Heizsystem

Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn sie mit einer Flächenheizung wie einer Fußboden- oder Wandheizung kombiniert werden. Diese haben geringe Vorlauftemperaturen von etwa 35 Grad. Die Wärmepumpe muss so weniger Leistung erbringen, um das Gebäude zu beheizen.

Teilweise können Wärmepumpen aber auch in Verbindung mit Radiatoren, also normalen Heizkörpern, installiert werden. Hierzu hat sich ein einfacher Test etabliert. Regeln Sie die Vorlauftemperatur Ihres Heizkessels an einem kalten Wintertag auf 50 Grad und drehen Sie die Thermostate der Heizkörper auf. Ist die Heizleistung ausreichend, sind Ihre vorhandenen Heizkörper für eine Wärmepumpe geeignet.

4. Alter der bestehenden Heizungsanlage

Ist Ihre bestehende Heizungsanlage noch intakt und muss nicht in naher Zukunft ausgetauscht werden, kann ein bivalentes Heizsystem aus zwei Heizsystemen in Frage kommen. Ihre bestehende konventionelle Heizung wird in diesem Fall an kalten Wintertagen bei hohem Heizbedarf eingesetzt. Ihre Wärmepumpe übernimmt hingegen in der Übergangszeit die Gebäudebeheizung und wird so stets nur im hocheffizienten Bereich betrieben. Schließlich ermöglicht ein bivalentes Heizsystem auch eine flexible Anpassung an Preisschwankungen. Steigt der Preis für Gas, können Sie verstärkt mit Ihrer Wärmepumpe heizen und umgekehrt.

Wenn Ihre bestehende Heizung allerdings ohnehin vollständig ersetzt werden muss oder wenn Sie eine Heizung in einem Neubau installieren, wird zumeist ein monovalente Betriebsweise gewählt, bei der die Wärmepumpe der einzige Wärmeerzeuger zur Gebäudebeheizung ist.

5. Gibt es genug Platz für die Installation und Aufstellung der Wärmepumpe?

Da eine Wärmepumpe bei einem Altbau nicht schon von vornherein in das Gebäudekonzept integriert wurde, muss zunächst geprüft werden, ob genügend Platz für die Installation und Aufstellung vorhanden ist.

Vor allem bei Erd- und Grundwasserwärmepumpen ist Platz nicht immer ausreichend verfügbar, denn bei Wärmepumpen mit Erdsonden und bei Grundwasserwärmepumpen muss ein Loch im Garten gegraben werden. Bei Erdkollektoren ist sogar eine größere freie Gartenfläche notwendig. Daher entscheiden sich Hausbesitzer häufig für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die als Medium die Außenluft nutzt, keine Erdarbeiten erfordert und lediglich aufgestellt werden muss.

Luft-Wasser-Wärmepumpen können sowohl innen, als auch außen aufgestellt werden. Auch eine Aufstellung innerhalb und außerhalb des Hauses ist bei Wahl einer Split-Wärmepumpe möglich. Hier ist die Wahl des Aufstellungsortes besonders flexibel, da beide Einheiten deutlich kompakter sind. Innen werden Wärmepumpen meistens im Keller oder Hauswirtschaftsraum, in seltenen Fällen auch auf dem Dachboden untergebracht. Außerhalb des Hauses empfiehlt sich die Aufstellung an der Hauswand, aus Lärmschutzgründen vorzugsweise in Richtung Straße.

Jetzt Wärmepumpe für Ihr Haus planen

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