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Kosten und Wirtschaftlichkeit

Lohnt sich Photovoltaik 2019? -
Wir informieren Sie über Kosten und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage

Die Produktionskosten für Photovoltaikmodule sind in den letzten Jahren drastisch gesunken und eine Photovoltaikanlage ist günstiger denn je. Doch ist eine kleine Anlage auf dem Hausdach deshalb auch schon lohnenswert?

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Investitionskosten

Die Investitionskosten schließen alle Kosten ein, die anfallen, wenn Sie Ihre Photovoltaikanlage kaufen, also die Kosten für die Photovoltaikmodule, den Wechselrichter und das Montagesystem, aber auch die Kosten für die Modulmontage und Inbetriebnahme der Anlage.

Kosten pro Kilowatt Peak (kWp)

Die Kosten für kleine Photovoltaikanlagen liegen zurzeit ungefähr bei 1300€ pro Kilowatt Peak (inklusive Installationskosten). Dies ist jedoch nur ein Mittelwert. Sehr kleine Photovoltaikanlagen sind deutlich teurer, wohingegen man mit etwas größeren Anlagen Skaleneffekte nutzen und diese deutlich günstiger realisieren kann. Daher sollten die Kosten von kleinen Photovoltaikanlagen immer in Abhängigkeit der konkreten Anlagengröße geschätzt werden.

Kosten nach Anlagengröße

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die durchschnittlichen Gesamtkosten von Photovoltaikanlagen zwischen 4 und 10 Kilowatt Peak (kWp) in Abhängigkeit der Anlagengröße. Alle Angaben sind ohne Mehrwertsteuer, da es möglich ist sich die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückerstatten zu lassen.

AnlagengrößeGesamtkostenGesamtkosten mit Speicher
4 kWp6.000 € – 8.000 €10.000 € – 15.000 €
5 kWp8.000 € – 8.500 €11.500 € – 16.000 €
6 kWp8.500 € – 9.500 €13.000 € – 18.000 €
7 kWp9.000 € – 12.000 €14.000 € – 21.000 €
8 kWp10.000 € – 13.000 €15.000 € – 22.000 €
9 kWp11.000 € – 14.000 €17.000 € – 23.000 €
10 kWp12.500 € – 15.000 €19.000 € – 25.000 €

          Kosten Photovoltaikanlagen 4-10 kWp

Kosten einzelner Positionen (für Anlagen zwischen 4-10 Kilowatt Peak)

Nachfolgend haben wir Ihnen die Preise der wichtigsten Kostenpositionen zusammengestellt, die beim Kauf einer Photovoltaikanlage auf Sie zukommen.

Photovoltaikmodule

Der Modulpreis bewegt sich aktuell zwischen 0,55-0,80€ pro Watt. Ein preiswertes Photovoltaikmodul mit einer Leistung von 300-350 Watt kostet somit aktuell 160€-230€. Bei einer 7 Kilowatt Peak Anlage fallen daher etwa 4000€ an reinen Modulkosten an.

Wer die Modulpreise aufmerksam verfolgt, wird im Internet allerdings Preisindizes mit Preisen von 0,35€ oder sogar 0,25€ pro Modul finden. Dies sind jedoch die reinen Herstellpreise von Photovoltaikmodulen. Selbst bei Großanlagen wird hier noch ein Preisaufschlag addiert. Folglich ergeben sich bei Photovoltaikanlagen auf Hausdächern deutlich erhöhte Moduleinkaufspreise.

Leistungsoptimierer (empfehlenswert bei Verschattungen)

Bei zeitweiligen Verschattungen von PV-Modulen ist es sinnvoll Leistungsoptimierer einzusetzen. Diese optimieren die Leistung Ihrer Module auch bei schwierigen Strahlungsverhältnissen. Pro Modul wird ein Leistungsoptimierer benötigt, dessen Preis bei etwa 60€ liegt.

Wechselrichter

Die Kosten für einen Wechselrichter variieren zumeist zwischen 1200€ und 2500€.

Beim Wechselrichter sollte jedoch nicht gespart werden, denn je mehr Umwandlungsverluste durch den Wechselrichter verursacht werden, desto mehr Ertrag geht Ihnen verloren. Ein um 1% unterschiedlicher Wirkungsgrad kann bei einer 10 kWp Anlage pro Jahr bereits Ertragsverluste von 100 kWh herbeiführen.

Montagesystem (Unterkonstruktion)

Die Preisspanne für das Montagesystem bewegt sich üblicherweise im Rahmen von 500-1300€,  je nach Anlagengröße. Indach-Montagesysteme sind tendenziell teurer als Aufdachsysteme. Hier besteht jedoch der Vorteil, dass das Montagesystem die Dacheindeckung fast vollständig ersetzt, womit Indachsysteme vor allem bei Neubauten oder Gebäuden mit einem Dach mit Sanierungsbedarf lohnenswert sind.

Stromspeicher (optional)

Die Preise von Stromspeichern für Privathäuser variieren 2019 zwischen 4.000€ und 12.000€. Je nach Hersteller und Speichergröße können große Preisschwankungen auftreten.

Smart Meter

Ein Smart Meter kostet für kleine Photovoltaikanlagen um die 300€. Diese Investition lohnt sich, denn mit einem Smart Meter erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch.

Ohne Smart Meter muss die Photovoltaikanlage bei 70% der Nennleistung dynamisch abgeregelt werden. Das Smart Meter erfasst Ihren Eigenverbrauch in Echtzeit und es ist möglich bis zu 100% der Nennleistung Ihrer Anlage zu nutzen (bei z.B. 30% Eigenverbrauch und 70% Einspeisung). In einigen Jahren werden Smart Meter ohnehin für alle Haushalte Pflicht.

Elektroinstallation & Modulmontage

Die Kosten für Elektroinstallation und Modulmontage hängen stark von den Bedingungen vor Ort und der Größe der Anlage ab. Grob kann man bei einer 4-10 kWp großen Anlage mit 800€-1.000€ für die Elektroinstallation und 800€-2000€ für die Modulmontage rechnen.

Preisentwicklung

Insgesamt sind die Preise für Photovoltaik in den letzten Jahren dank technologischer Weiterentwicklungen und immer größeren Produktionskapazitäten stark gesunken. Seit 2006 im Mittel um ca. 13% pro Jahr und insgesamt sogar um 75%. Das macht Photovoltaik deutlich lohnenswerter als noch vor 10 Jahren. In Zukunft wird erwartet, dass die Preise jedoch in einem bedeutend langsameren Tempo fallen werden. Daher lohnt es sich auch nicht auf künftige Preissenkungen zu warten.

Photovoltaikanlage bis 10 kWp Preisentwicklung 2006 bis 2016

      Quelle: BSW-Solar, Photovoltaik Preismonitor

Betriebskosten

Zu den Betriebskosten zählen alle Kosten, die während des Betriebes der Photovoltaikanlage anfallen.

Wartung

Die Wartung einer Photovoltaikanlage ist kein Muss, da die Anlage über keine beweglichen Teile verfügt. Störungen sind selten und werden zumeist schnell über das Anlagenmonitoring erkannt. Entscheidet man sich für eine regelmäßige Wartung, kann man von 1% bis 1,5% der Anlagenkosten ausgehen. Das bedeutet bei kleinen Anlagen fallen jährlich Kosten von etwa 100-250€ an. Schließt man einen festen Wartungsvertrag mit Anlagenfernüberwachung ab, so kostet dies ungefähr 200€ pro Jahr. Dafür hat man dann aber auch die Sicherheit, dass die Anlage reibungslos läuft.

Versicherung

Ob eine Versicherung lohnenswert ist, sollte immer im Einzelfall geprüft werden. Generell gilt die Faustregel, je größer Ihre Anlage, desto lohnenswerter ist eine Versicherung. Bei Photovoltaikanlagen werden Haftpflicht-, Allgefahren-, Ertragsausfall, als auch Montageversicherungen angeboten.

Häufig wird die Allgefahrenversicherung in Kombination mit einer Ertragsausfallversicherung angeboten und unter dem Namen Photovoltaikversicherung vertrieben. Diese deckt dann alle Anlagenschäden ab, die durch äußere Wettereinflüsse oder Bedienungsfehler entstehen und schützt zusätzlich vor möglichem Ertragsausfall. Die Kosten für eine Photovoltaikversicherung liegen bei etwa 70-150€.

Auch Haftpflichtversicherungen, die den Anlagenbetreiber vor durch die Anlage verursachten Schäden schützt, werden für etwa 50€ im Jahr angeboten. Sprechen Sie hier jedoch immer zuerst mit Ihrer derzeitigen Versicherungsgesellschaft. Manchmal ist eine kostenlose Erweiterung des bestehenden Haftpflichtschutzes möglich.

Wirtschaftlichkeit

Durch sinkende Modul- und Anlagenpreise hat sich die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren stark zum positiven verändert. Noch vor wenigen Jahren waren Photovoltaikanlagen allein durch die auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung attraktiv. 2011 erreichten Photovoltaikanlagen allerdings Netzparität.

Netzparität bedeutet hier, dass Strom, der mit Photovoltaik, generiert wird, genauso viel kostet wie Strom aus dem Netz. Seitdem wird die Differenz zwischen Netzstrompreis und dem Preis für Photovoltaikstrom immer größer und der Betrieb einer Photovoltaikanlage immer lohnenswerter.

Netzparität Photovoltaik Speicher

Seit 2016 haben auch Photovoltaikanlagen mit Speicher Netzparität. Deshalb lohnt es sich nun auch eine Photovoltaikanlage mit einem Speicher zu kombinieren und so noch mehr Stromkosten zu sparen.

Jährliche Einnahmen durch Photovoltaik

Die meisten Interessenten stellen sich vorab die Frage: Wie viel Geld kann ich im Jahr durch durch meinen selbst erzeugten Strom verdienen? Dies ist von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich. Entscheidend sind vor allem die aktuellen Stromkosten und die hier durch Photovoltaik erzielte Einsparung. Hinzu kommen Einnahmen durch Strom, der nicht selbst genutzt werden kann und daher ins Netz geleitet und verkauft wird.

Beispiel Photovoltaik (4,5 kWp):

Stromkosteneinsparung pro Monat: 60€
Monatlicher Ertrag durch Stromverkauf: 13€
Einnahmen pro Monat: 73 €
Jahreseinnahmen: 876€

Amortisation

Neben den jährlichen Einnahmen möchte man meist auch wissen, wann sich die Anlage amortisiert, d.h. ab welchem Zeitpunkt hat man mehr Geld erwirtschaftet, als man ursprünglich ausgegeben hat. Hierzu teilt man die Anschaffungskosten durch die jährlichen Einnahmen der Anlage.

Amortisationszeit in Jahren= Anschaffungskosten / jährliche Einnahmen

Beispiel Photovoltaik (4,5 kWp):

Investitionskosten= 8300€
Amortisationszeit in Jahren= 8300€/ 876€ = 9,47 Jahre

Gewinn

Nach der Amortisation erzielen Sie bis zum Betriebsende Ihrer Anlage nur noch Gewinne. Nimmt man für den obengenannten Fall eine Anlagenlebensdauer von 20 Jahren an (in der Realität haben Photovoltaikanlagen eher eine Lebensdauer von 25-30 Jahre), ergibt sich folgender Reingewinn durch die Anlage.

Beispiel Photovoltaik (4,5 kWp):

Gewinn= 876€ x 10,53 = 9224€

Anmerkung 

In den Beispielrechnungen haben wir Strompreissteigerungen und laufende Kosten nicht berücksichtigt, für eine realitätsnahe Berechnung müssen diese allerdings einbezogen werden.

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