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Stromspeicher

Photovoltaik Speicher nachrüsten: So funktioniert`s

Ob sich die Nachrüstung eines Photovoltaik Speichers lohnt, hängt vor allem vom Installationszeitpunkt Ihrer Photovoltaikanlage ab. Was Sie außerdem bei der Nachrüstung beachten sollten, erfahren Sie hier.
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Wann die Nachrüstung lohnt

Ob sich die Nachrüstung eines Photovoltaik Speichers für Sie wirtschaftlich lohnt, hängt zu großen Teilen vom Installationszeitpunkt Ihrer Anlage ab. Natürlich ist aber nicht nur die Wirtschaftlichkeit entscheidend. Möchten Sie unabhängiger von Ihrem Stromversorger und steigenden Strompreisen werden, ist ein Stromspeicher immer eine gute Option. Eine Ausnahme besteht, wenn Ihr Eigenverbrauch an Solarstrom durch eine große Photovoltaikanlage ohnehin schon sehr hoch ist. Auch in Puncto Klimaschutz liegen Sie mit einem Speicher richtig und können Ihre persönliche CO2-Bilanz verbessern.

Installation der Photovoltaikanlage vor 2009

Durch Eigenverbrauch von Solarstrom vermeiden Sie den Bezug von Strom aus dem Stromnetz. Eine Stromkostenersparnis entsteht aber nur, wenn Ihr aktueller Strompreis über der Einspeisevergütung liegt. Bei Installation einer Photovoltaikanlage vor 2009 erhalten Sie pro eingespeiste Kilowattstunde eine Einspeisevergütung von 39 Cent oder mehr. Aktuell kostet eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz aber nur etwa 29 Cent. Somit ist die Installation eines Speichers bei Anlagen, die vor 2009 installiert wurden, vom finanziellen Aspekt her nicht sinnvoll.

Anders sieht es für ältere Photovoltaikanlagen aus, die ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen. Da die Einspeisevergütung nur für 20 Jahre gewährt wird, ist dies bei den ersten Anlagen 2021 der Fall. Hier ist es sinnvoll einen Stromspeicher nachrüsten, sobald Sie keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Denn anstatt Ihren überschüssigen Strom zum Marktpreis von 3 Cent ins Netz zu speisen, sollten Sie lieber Ihren Eigenverbrauch steigern und Stromkosten sparen. Ein weiterer Vorteil: die Anlage hat sich nach 20 Jahren bereits amortisiert. Daher fallen nur noch Wartungs-, Betriebs- und Reparaturkosten von zwei bis vier Cent pro Kilowattstunde an. Somit sparen Sie beim Eigenverbrauch fast die vollständigen Stromkosten ein.

Installation der Photovoltaikanlage zwischen 2009 und März 2012

Von 2009 bis März 2012 wurden Boni auf selbstgenutzten Solarstrom gewährt. Anlagen, die in diesem Zeitraum installiert wurden, können die Eigenverbrauchsboni auch jetzt noch beantragen und in Anspruch nehmen. Bei einem Eigenverbrauch über 30 Prozent, der mit einem Stromspeicher so gut wie immer erreicht wird, schwanken die Boni pro Kilowattstunde selbstverbrauchtem Solarstrom zwischen 12 und 22 Cent. Fällt Ihre Anlage in diese Regelung, ist die Nachrüstung eines Stromspeichers daher empfehlenswert.

Installation der Photovoltaikanlage nach März 2012

Bei einer Installation nach März 2012 ist eine Speicherinstallation in den meisten Fällen empfehlenswert, da die Einspeisevergütung hier bereits unter 25 Cent gesunken ist und somit niedriger ist als der aktuelle Strompreis. Je größer der Unterschied zwischen Einspeisevergütung und Stromspeicher wird, desto höher ist Ihre Einsparung mit einem Stromspeicher. Hier ist es sinnvoll die möglichen Stromkostenersparnisse genau zu ermitteln und dann zu entscheiden, ob diese die Investition in einen Stromspeicher rechtfertigen. 

Weitere Einflussfaktor: aktueller Eigenverbrauchsanteil

Stromspeicher ermöglichen es den Eigenverbrauch von Solarstrom zu steigern. Haben Sie eine Photovoltaikanlage, die Ihren Strombedarf bereits fast vollständig deckt, können Sie Ihren Eigenverbrauch mit einem Stromspeicher nicht signifikant erhöhen. Hier sollten Sie auf die Nachrüstung verzichten. Auf Einfamilienhäusern ohne Speicher sind jedoch Eigenverbrauchswerte von 30% üblich. Hier kann die Installation eines Stromspeichers eine deutliche Steigerung auf 50-80% Eigenverbrauch bewirken.

Umweltschutzgedanke

Strom aus dem Netz ist nur zu 37% erneuerbar. Ein Stromspeicher sorgt dafür, dass Sie mehr zu 100% erneuerbaren Solarstrom und weniger Strom aus dem Netz verbrauchen und leistet daher einen Beitrag zum Klimaschutz.Ein Stromspeicher verursacht nur während seiner Herstellung CO2-Emissionen. Pro Kilowattstunde Speicherkapazität werden in der Produktion etwa 125 kg CO2 freigesetzt. Das ist aber viel weniger als der Speicher während seiner Lebensdauer im Betrieb einspart. Ein 8 kWh Stromspeicher in einem typischen Einfamilienhaus spart so während seiner Lebensdauer etwa 12,5 Tonnen CO2 ein.

Technische Voraussetzungen

Aus technischer Sicht kann im Prinzip an jede Photovoltaikanlage ein Stromspeicher angeschlossen werden. Doch nicht jedes Speichermodell eignet sich auch für die Nachrüstung. Entscheidender Faktor für die Eignung ist ob der Stromspeicher eine AC- oder DC-Anbindung hat.

AC-Systeme werden hinter dem Wechselrichter angeschlossen. Daher ist der Stromspeicher hier vollkommen unabhängig von der Photovoltaikanlage. DC-Speicher hingegen werden direkt hinter den Photovoltaikmodulen und noch vor dem Wechselrichter angeschlossen. Hier kann der bestehende Wechselrichter in den meisten Fällen nicht mehr verwendet werden und der Speicher muss auf die Größe der Photovoltaikanlage angepasst werden. Unkomplizierter und kostengünstiger ist daher meistens die Einbindung eines AC-Systems. Speicher mit reiner DC-Anbindung sollten nicht gewählt werden.

Diese Speicher eignen sich für die Nachrüstung

Im deutschen Markt ist aktuell der Speicherhersteller sonnen führend. Die sonnenBatterie eco kann für die Speichernachrüstung verwendet werden, da Sie über eine AC-Anbindung verfügt. Weitere 44% des Marktes werden in der ersten Jahreshälfte 2019 unter den Herstellern BYD, LG Chem und E3/DC aufgeteilt. Sowohl die BYD B-Box als auch der E3/DC S10 können zur Nachrüstung genutzt werden. Der LG CHEM ESS Home ist ein DC-Speicher und somit für die Nachrüstung nicht optimal. Ein relativ neuer und vielversprechender Speicher auf dem Markt ist die Power Battery von RCT. Die Power Battery, eignet sich ebenfalls für die Nachrüstung, ist preislich vergleichbar mit der BYD B-Box und verfügt außerdem über eine Notstromfunktion.

Eine aktuelle Produktdatenbank für Batteriespeichersysteme wird vom PV-Magazine zur Verfügung gestellt. Die Datenbank enthält auch Informationen darüber welche Speicher eine AC- und welche eine DC-Anbindung haben.

Welche Speichergröße benötige ich?

Die optimale Größe eines Stromspeichers hängt von vielen Faktoren ab. Grob lässt sich festhalten, dass je größer der Stromverbrauch und die bestehende Photovoltaikanlage sind, desto mehr Speicherkapazität benötigt wird. Die optimale Größe hängt immer auch von den individuellen Beweggründen für die Speichernachrüstung ab. Möchten Sie durch den Speicher ein Maximum an Unabhängigkeit erzielen, sollten Sie einen bedeutend größeren Speicher wählen als wenn es Ihnen auf eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit ankommt.

Kosten der Speicher Nachrüstung

Die Kosten für Photovoltaik Speicher sind in den letzten Jahren rasant gefallen. War es noch bis vor kurzem nicht wirtschaftlich und sehr teuer die Photovoltaikanlage um einen Stromspeicher zu ergänzen, sind kleine Speicher heute bereits ab 5.000€ erhältlich. Größere Heimspeicher mit Speicherkapazitäten von 10-12 kWh werden für etwa 10.000€ bis 13.000€ angeboten.

So viel kostet die Speichernachrüstung für Ihre Photovoltaikanlage

Förderprogramme für die Nachrüstung

Sie möchten die Anschaffungskosten weiter senken? Die Anschaffung eines Stromspeichers wird durch zinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse vielfach staatlich gefördert. Die folgenden Fördermöglichkeiten sind bei Nachrüstung eines Stromspeichers verfügbar. Der wichtigste Kredit für die Speichernachrüstung ist der KfW-Kredit 270. 

Einzelne Städte wie München oder Düsseldorf  bieten aktuell Investitionszuschüsse bei der Installation von Stromspeichern im Stadtgebiet an. Informieren Sie sich vor dem Kauf daher immer auch bei Ihrer Stadt, ob eine Förderung möglich ist. 

Achtung: Bitte beachten Sie, dass Sie die Förderung in der Regel immer vor Beauftragung eines Installationsbetriebs beantragen müssen. 

KfW 270 - zinsgünstiger Kredit

Das KfW-Programm 270 finanziert die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern mit einem Kredit mit besonders niedrigen Zinsen. Auch wer einen Speicher nachrüstet, kann den Kredit in Anspruch nehmen. Der Speicher ist vollständig mit dem Kredit finanzierbar.

Tipps für die Beantragung eines KfW-Kredits

Finden Sie hier die passende Größe für Ihren Speicher

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