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Photovoltaikanlage – Alle Infos zur Planung und zum Kauf einer eigenen PV-Anlage

Hausbesitzer können mit einer Photovoltaikanlage günstig sauberen Strom erzeugen. Das senkt nicht nur die monatliche Stromrechnung, es trägt auch dazu bei, die Klimaerwärmung einzudämmen und unseren Planeten für die kommenden Generationen zu erhalten. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über das Thema Photovoltaik im Einfamilienhausbereich. Mit unserem Online Planer können Sie eine eigene Photovoltaikanlage konfigurieren; im Anschluss erhalten Sie ein vorläufiges Angebot, zu dem wir Sie gerne beraten – natürlich kostenlos und unverbindlich.

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Themenübersicht

Geschichte der Photovoltaik: vom photoelektrischen Effekt bis zum weltweiten Photovoltaik Boom

Die Geschichte der Photovoltaik geht bis ins Jahr 1839 zurück, als der französische Physiker Alexandre Edmond Becquerel den photoelektrischen Effekt entdeckte. Dieser besagt, dass Elektronen aus einem Metall herausgelöst werden können, wenn man seine Oberfläche mit Licht (Photonen) bestrahlt. Das Entstehen der daraus resultierenden elektrischen Spannung bezeichnet man als photoelektrischen Effekt.

Zur praktischen Anwendung von Photovoltaik kam es jedoch erst ein Jahrhundert später. Russel S. Ohl, ein Halbleiterforscher beim amerikanischen Unternehmen Bell Labs, stellte 1940 fest, dass bei der Beleuchtung von Siliziumproben Strom erzeugt wurde. 1954 präsentierte Bell Labs dann das erste Photovoltaikmodul der Öffentlichkeit. Die Module hatten bereits einen Wirkungsgrad von 6%, waren in die Herstellung aber noch relativ teuer.

Calvin S. Fuller bell labs solarzelle
Calvin S. Fuller, Chemiker bei Bell Labs mit einer der ersten Solarzellen (Quelle: APS Physics)

Anwendung fanden Photovoltaikmodule vorerst vor allem in der Raumfahrt, da sie Satelliten länger mit Strom versorgen konnten als Batterien. Erst staatliche Förderprogramme, die von vielen Ländern initiiert wurden, um Photovoltaik zur Marktreife zu verhelfen, brachten der Technologie schließlich den entscheidenden Durchbruch.

Seitdem hat sich die Effizienz der Module stetig verbessert und auch die Kosten eines Moduls sind in den letzten Jahren rapide gefallen. Photovoltaikmodule werden heutzutage am Fließband in Massenware produziert, wobei China als Werkbank der globalisierten Welt mit Abstand der größte Produzent ist. In den Jahren von 2006 bis 2017 ist der Nettopreis pro installierter kWp von über 5.000 € auf 1.140€ gesunken.

Der Ausbau, wenn auch immer mal wieder von Seiten der Politik torpediert, geht stetig voran. In Deutschland gibt es mittlerweile über 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen oder geschätzt 42,6 Gigawatt installierte Leistung (Statista, Stand 2017). Photovoltaikanlagen hatten 2018 bereits einen Anteil von 7% an der Bruttostromerzeugung in Deutschland. Spitzenreiter ist China mit 130 Gigawatt installierter Leistung in 2017.

Photovoltaik Zuwachs 2010 - 2018

Warum sollte ich mir eine Photovoltaikanlage kaufen?

Die Gründe, die zum Kauf einer eigenen Anlage führen, sind vielfältig. Zu den ausschlaggebenden Punkten zählen aber oft die Einsparung von Stromkosten, der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und die Tatsache, dass man mit der eigenen Photovoltaikanlage hilft das Klima zu schützen.

Welche finanziellen Vorteile bringt mir die Erzeugung von Solarstrom?

Durch die Produktion von eigenem Solarstrom lässt sich die monatliche Stromrechnung deutlich senken. Zugleich sichert man sich vor kommenden Strompreissteigerungen ab und erhält eine gute Kapitalanlage mit einer durchschnittlichen Rendite von 5%. Solarstrom lässt sich in Deutschland auf dem Hausdach bereits für 8-12 Cent die Kilowattstunde erzeugen. Dahingegen bezahlt man beim Stromversorger durchschnittlich 30 Cent pro Kilowattstunde (Stand 2019), also in etwas drei mal so viel mehr. Strom, der nicht selbst genutzt werden kann, wird ins Stromnetz eingespeist und vergütet.

Welche ökologischen Vorteile hat die Erzeugung von Solarstrom?

Photovoltaikanlagen arbeiten vollkommen klimaneutral und stoßen kein CO2 aus. Die für die Produktion der Anlagenkomponenten aufgewendete Energie kann durch die Anlage bereits in unter zwei Jahren zurückgewonnen werden. Danach produzieren Anlagenbesitzer vollständig klimaneutral Strom. Bei einer Lebensdauer von 20-25 Jahren oder mehr bedeutet das, dass eine Photovoltaikanlage 7-12 mal mehr Energie erzeugt, als sie verbraucht. Jede selbst erzeugte kWh Solarstrom trägt dazu bei die Klimaerwärmung einzudämmen und den Ausstoß von Schwefeldioxiden und Stickstoffoxiden zu verringern.

Welche Vorteile haben Photovoltaikanlagen im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energien?

Im Vergleich zu weniger erprobten Erneuerbaren Energien, wie etwa der Geothermie, besitzen Photovoltaik- und auch Windkraftanlagen eine hohe Marktreife. Während Windräder eine große Anfangsinvestition erfordern und in der Regel nur in Form von Windparks realisiert werden, steht Photovoltaik jedem offen. Von der Integration im Taschenrechner, über die Installation auf dem Hausdach, bis hin zum Megawatt Solarpark ist die Anwendung von Photovoltaik kostengünstig, einfach umsetzbar und technologisch ausgereift.

Fazit: Photovoltaik ist eine ausgereifte Technik, mit der man selbst sauberen Strom erzeugen kann und damit die Umwelt schützt und seine Stromrechnung senkt. Mehr über die Vorteile von Photovoltaik

Funktion und Aufbau einer Photovoltaikanlage

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Photovoltaikmodule wandeln die Energie des Sonnenlichts in Strom um, indem sie den sogenannten photoelektrischen Effekt nutzen. Ein Modul besteht aus mehreren verbundenen kristallinen Silizium-Solarzellen. Trifft Sonnenlicht auf die Zellen, werden Elektronen in der Zelle angeregt und wandern über ein Kabel. Eine Bewegung von Elektronen ist gleichbedeutend mit Strom. Dieser kann nun direkt verbraucht, in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder ins Stromnetz eingespeist werden. Mehr zur Funktion einer PV-Anlage

Aus welchen Komponenten besteht eine Photovoltaikanlage?

Die wichtigste Komponente einer Photovoltaikanlage ist das Photovoltaikmodul, welches den Solarstrom erzeugt. Die Module werden, zumeist mithilfe einer Unterkonstruktion, parallel am Dach befestigt. Der in den Photovoltaikmodulen erzeugte Strom wird anschließend über Solarkabel zu einem Wechselrichter geleitet. Der Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom (DC) in gebräuchlichen Wechselstrom (AC) um. Anschließend kann der Strom direkt ins Stromnetz eingespeist, selbst verbraucht oder durch einen Stromspeicher gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Bei der Netzeinspeisung ist zusätzlich ein Einspeisezähler nötig, der misst wie viel Strom ins Netz abgegeben wird.

Aufbau Photovoltaikanlage
Aufbau und Komponenten einer Photovoltaikanlage

Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?

Solaranlagen bezeichnet man auch als Solaranlagen. Der Begriff ist allerdings unspezifisch, da sowohl Photovoltaik-, als auch Solarthermieanlagen zur Gruppe der Solaranlagen zählen. In beiden Fällen wird die Energie der Sonne aufgefangen und umgewandelt. Der Unterschied besteht darin, dass Photovoltaikanlagen das Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln – Solarthermieanlagen hingegen gewinnen aus der Sonnenenergie Wärme, um damit beispielsweise Heiz- und Brauchwasser zu erhitzen. Eine Alternative für die Heizungsunterstützung mithilfe von erneuerbaren Energien sind Brauchwasser-Wärmepumpen.

Eignet sich mein Haus für die Installation einer Photovoltaikanlage?

Die wichtigste Frage, bevor man in die Detailplanung einsteigt: Ist meine Dachfläche geeignet und ausreichend groß für die Installation einer Solaranlage?

Luftaufnahme einer Wohngegend in Baden-Württemberg mit Aufdach- und Flachdach PV-Anlagen

Wie viele Quadratmeter Dachfläche benötige ich mindestens?

Unabhängig vom Stromverbrauch sollte eine Photovoltaikanlage eine Mindestleistung von 3 kWp haben. Dies entspricht 12 polykristallinen Standard-Modulen und einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Sollte diese Fläche nicht zur Verfügung stehen, kann die gleiche Leistung mit 10 monokristallinen Hochleistungs-Modulen auf ca. 17 qm erreicht werden. Unter 3 kWp sind die Installationskosten für netzgebundene Photovoltaikanlagen verhältnismäßig hoch, sodass zumindest vom wirtschaftlichen Aspekt her, die Sinnhaftigkeit des Projekts in Frage gestellt werden muss.

Welche Ausrichtung sollte mein Dach haben, um gute Erträge zu erzielen?

Die ideale Ausrichtung einer Photovoltaikanlage ist die Südausrichtung.. Aber auch bei anderen Ausrichtungen wird der Ertrag oft nur unwesentlich gemindert. Eine Ost-West-Ausrichtung ist ebenfalls sehr gut geeignet. Wenn man hauptsächlich in den Morgen- und Abendstunden Strom verbraucht, kann mit einer Ost-West-Ausrichtung sogar ein höherer Eigenverbrauch erzielt werden als mit einer Südausrichtung. Eine Ausrichtung nach Norden ist in den meisten Fällen noch unwirtschaftlich. Ausnahmefälle bilden Dächer, die eine sehr flache Neigung aufweisen.

Welchen Neigungswinkel sollte mein Dach idealerweise haben?

Der ideale Neigungswinkel der Module beträgt 90 Grad zum Sonnenstand. In Norddeutschland sollte die Dachneigung daher höher sein als in Süddeutschland. Bei einer Südausrichtung erreicht eine Photovoltaikanlage ihr Optimum bei einem Neigungswinkel von 30 Grad. Aber auch starke Abweichungen mindern den Ertrag bei einer Südausrichtung nur unwesentlich, weshalb eine zusätzliche Aufständerung der Module selten nötig ist. Bei einer Ost-West Anlage sollte der Neigungswinkel Ihres Daches etwas flacher sein. Besitzen Sie ein Dach mit einer Neigung von weniger als 10 Grad, handelt es sich um ein Flachdach und Ihre Anlage wird zusätzlich aufgeständert.

Auf welchen Dachbedeckungen kann man eine PV-Anlage installieren?

Grundsätzlich sind alle in Deutschland üblichen Dacheindeckungen, wie Ziegel, Schiefer oder Trapezblech für die Installation von Photovoltaikanlagen geeignet. Je nach Dacheindeckung unterscheidet sich jedoch die Art des Montagesystems. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist die Einholung einer Genehmigung der zuständigen Denkmalschutzbehörde erforderlich.

Wie wirken sich Verschattungen auf den Ertrag meiner Anlage aus?

Bei der Anlagenplanung müssen Verschattungen der Module durch Bäume, umliegende Gebäude oder Objekte auf dem Dach, wie Schornsteine oder Satellitenschüsseln berücksichtigt werden, denn PV-Module produzieren bei Verschattung weniger Leistung. Hindernisse sollten, wenn möglich, versetzt oder entfernt werden. Mithilfe unserer Planungs-Software führen wir eine genaue Verschattungsanalyse für Ihr Dach durch, um für Sie den größtmöglichen Ertrag aus der zur Verfügung stehenden Fläche herauszuholen. Lässt sich eine Teilverschattung Ihres Daches nicht gänzlich vermeiden, kann durch eine entsprechende Anlagenplanung ein Maximum an Ertrag generiert werden.

Schattenwurf auf Photovoltaikmodulen verursacht durch einen Schornstein

Benötige ich einen Stromanschluss für eine Photovoltaikanlage?

Ja, netzgekoppelte Photovoltaikanlagen benötigen immer einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Über diesen kann der überschüssig erzeugte Strom gegen eine staatliche Einspeisevergütung ins Netz geleitet werden.. Bei sogenannten Inselanlagen,die beim Camping oder auf Gartenlauben eingesetzt werden, ist kein Stromanschluss nötig und der Strom kann über Plug-In Stecker genutzt werden. Diese Anlagen erhält man online bzw. im Fachhandel.

Sollte ich mein Dach erneuern, bevor ich eine Anlage installiere?

Da Photovoltaikanlagen eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren erreichen, sollte das eigene Dach in dieser Zeitspanne nicht erneuert werden müssen. Eine Erneuerung des Daches wenige Jahre nach der Anlageninstallation verursacht unnötig hohe Kosten. Bei einem Dach mit veralteter oder beschädigter Dachabdeckung empfiehlt sich eine Erneuerung vor der Anlageninstallation.

Zusammenfassung: Diese Voraussetzungen sollte Ihr Dach erfüllen:

  1. Mindestens 20 m² freie Dachfläche
  2. Keine reine Nordausrichtung des Daches (optimal Süd oder Ost-West)
  3. Keine überwiegende Verschattung der Modulfläche (möglichst geringe Verschattung)
  4. Das Dach sollte in einem guten Zustand sein und in den nächsten Jahren nicht erneuert werden müssen

Auch wenn Teile der Bedingungen nicht erfüllt scheinen, lohnt es sich stets im Einzelfall zu prüfen, ob ein Dach geeignet ist. Teilverschattungen können beispielsweise durch Leistungsoptimierer ausgeglichen werden.

Dach-Check: Planen Sie Ihre Anlage über unser Formular. Wir analysieren Ihr Dach mithilfe von Satellitenbildern und können Ihnen so eine gute Einschätzung geben, ob Ihr Haus für die Installation einer Photovoltaikanlage in Betracht kommt.

Planung, Installation und Anmeldung einer Photovoltaikanlage – was gibt es zu beachten?

Ist das eigene Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet, kann man sich mit der Detailplanung der Anlage beschäftigen.

Welche Größe bzw. Leistung sollte meine Photovoltaikanlage haben?

Die optimale Größe einer Photovoltaikanlage orientiert sich am Stromverbrauch und wird begrenzt durch die zur Verfügung stehende Dachfläche. Hier sollte man auch in die Zukunft blicken und künftige Ereignisse bei der Planung berücksichtigen – etwa wenn sich die Familie vergrößert. Auch kann die Anschaffung weiterer Großverbraucher, wie etwa einer Luft-Wasser-Wärmepumpe oder ein Elektroauto, in den kommenden Jahren sinnvoll sein. Hier lohnt es sich, die Anlage direkt für den zukünftigen Stromverbrauch zu dimensionieren, da die Nachrüstung einer bestehenden Anlage im Vergleich teurer wäre.

Beispielrechnung:

Ein durchschnittlicher 4-Personen Haushalt verbraucht etwa 4200 kWh Strom im Jahr.  Bei einer wirtschaftlichen Planung wird die Leistung der Photovoltaikanlage bei einer Südausrichtung leicht über dem durchschnittlichen Stromverbrauch dimensioniert. Die Photovoltaikanlage sollte so mindestens 25% mehr Strom produzieren als der Haushalt verbraucht. Hier wären dies 5250 kWh Strom. Da die jährliche Stromproduktion einer PV-Anlage pro kWp etwa 1000 kWh beträgt, müssten sie so eine Anlage mit mindestens 5,3 kWp installieren. Bei einer Ost-West Ausrichtung wird noch einmal etwas größer dimensioniert. Pro Kilowattpeak (kWp) benötigt man in etwa 10m² Dachfläche. Um eine 5,3 kWp Anlage zu installieren benötigen sie so mindestens 53 Quadratmeter Dachfläche.

Stromverbrauch: 4250 kWh pro Jahr
Benötige Menge an Solarstrom: 4250 kWh x 1,25 = 5250 kWh

jährliche Stromproduktion einer PV-Anlage:  1000 kWh / kWp
Benötigte Anlagenleistung: mindestens 5,3 kWp

Dachfläche pro Photovoltaikleistung: 10 m² Dachfläche pro kWp
Benötigte Dachfläche: 5,3 kWp x 10 =  53 m²

Für welche Module soll ich mich entscheiden?

Bei einer sehr großen Dachfläche empfiehlt sich die Installation einer höheren Anzahl kostengünstiger, polykristalliner Module. Möchten Sie auf kleiner Fläche viel Strom erzeugen, empfehlen wir die Verwendung von monokristallinen Modulen. Wer Wert auf Design legt, sollte sich ebenfalls für monokristalline Module entscheiden. Beliebt sind hier sogenannte „Full-Black“ Module, wie etwa das Neon 2 Black von LG. Mehr zu poly- und monokristallinen Modulen.
Polykristallines Solarmodul
Polykristallines Modul
Monokristallines Modul

Ist die Installation eines Stromspeichers (Batteriespeichers) sinnvoll?

Eine Photovoltaikanlage erzeugt nicht rund um die Uhr Strom. Durch die Installation eines Stromspeichers kann der tagsüber erzeugte Strom gespeichert und auch in den Morgen- und Abendstunden genutzt werden Der Effekt: Der Eigenverbrauch erhöht sich und die Stromrechnung sinkt weiter. Bei Installation einer neuen Anlage ist es häufig sinnvoll (abhängig vom Stromverbrauch und Verbrauchsverhalten) auch einen Stromspeicher zu installieren. Denn der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms erhöht sich mit einem Speicher erheblich. Ein Stromspeicher bedeutet zwar ein höheres Anfangsinvestment und eine etwas längere Amortisationszeit, allerdings werden auch mehr Stromkosten eingespart.

sonnenBatterie eco 8 schwarz
Beliebter Stromspeicher, die sonnenBatterie eco 8 von sonnen

Ob sich eine Speichernachrüstung auch bei einer bereits bestehenden Anlage lohnt, hängt maßgeblich von der Höhe der Einspeisevergütung ab. Wenn Sie bei uns eine Anfrage stellen, prüfen wir immer auch die Wirtschaftlichkeit einer Nachrüstung. Ob die Installation eines Speichers sinnvoll ist, hängt aber auch von der Kaufintention ab. Zur Entlastung der Stromnetze und zur Erhöhung der Eigenversorgung mit Solarstrom ist ein Stromspeicher in jedem Fall sinnvoll.

Wie lange dauert die Installation der Anlage?

Die Installation einer Photovoltaikanlage dauert in der Regel drei bis vier Tage.

Montage einer Photovoltaikanlage im Englischen Garten, München

Wie funktioniert die Anmeldung der Photovoltaikanlage?

Praxis-Tipp: Wenn Sie uns mit der Installation Ihrer Anlage beauftragen, koordinieren wir für Sie den gesamten Anmeldeprozess beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur. Sie erteilen uns eine Vollmacht und müssen sich um nichts weiter kümmern. Wichtig für eine schnelle Bearbeitung: Melden Sie die Anlage dem Finanzamt möglichst zeitnah nach der Beauftragung, denn die Fertigmeldung beim Netzbetreiber kann nur mit vorhandener Steuernummer abgeschlossen werden.

Am Anfang des Anmeldeprozess steht die sogenannte Netzanfrage. Diese ist sozusagen die Erlaubnis des Netzbetreibers für die Errichtung der Anlage. Dafür benötigen wir von Ihnen eine Vollmacht. Im Anschluss bereiten wir alle Unterlagen vor (unter anderem den Lageplan, Schaltplan, Inbetriebsetzungsantrag, Datenblätter und Konformitätsnachweis). Diese Unterlagen reichen wir dann beim Netzbetreiber ein.

Am Tag der Montage reichen wir die Fertigmeldung beim Netzbetreiber ein und nehmen die Registrierung der Photovoltaikanlage über das Marktstammdatenregister vor. Zu diesem Zeitpunkt sollte dann auch Ihre Steuernummer vom Finanzamt vorliegen, damit Ihr zuständiger Netzbetreiber die Fertigmeldung akzeptiert. Die Einkünfte aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage müssen versteuert werden, daher die Anmeldung beim Finanzamt.

Wenn alle Unterlagen vollständig eingegangen und bearbeitet sind, organisiert der Netzbetreiber den Zählerwechsel. Dies ist nach ca. 2-3 Wochen der Fall. Ihr alter Einrichtungszähler wird gegen einen Zweirichtungszähler getauscht, damit die aus dem Netz bezogenen und die ins Netz eingespeisten Energiemengen getrennt voneinander erfasst werden können. Nach dem Zählerwechsel geht die Anlage ans Netz und sie beginnen mit der Produktion Ihres eigenen Solarstroms.

Kosten und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen

Noch vor 15 Jahren war die Installation einer Photovoltaikanlage eine kostspielige Angelegenheit, die sich nur durch sehr hohe Einspeisevergütungen (über 50 Cent pro kWh) rentierte. In den letzten Jahren sind die Preise allerdings rapide gefallen. Zurückzuführen ist die Entwicklung zu weiten Teilen auf die gesunkenen Herstellungskosten der Komponenten. Weltweit, vor allem in China, wurden Fertigungskapazitäten in erheblichem Umfang  aufgebaut. Die Produktion wird stetig weiterentwickelt und die zunehmende Automatisierung spart Kosten ein.

Preisentwicklung Photovoltaik 2007-2017
Quelle: BSW; Statista estimates; EuPD Research

Mit welchen Investitionskosten muss ich rechnen?

Als grobe Einschätzung: Die Preise für schlüsselfertige PV-Anlagen zwischen 4 und 10 kWp Anlagengröße liegen zwischen 1250 und 2000 EUR netto pro kWp. Preisunterschiede ergeben sich aus der Wahl der Komponenten und aus der Größe der Anlage. Umso größer die Anlage, umso günstiger auch der Preis pro kWp. Interessant ist auch die Preisentwicklung auf dem Heimspeichermarkt, wo 2016 zum ersten Mal Netzparität erreicht wurde, was bedeutet, dass der in der Batterie gespeicherte Strom genauso teuer war wie Strom aus dem Netz.

Wenn Sie wissen möchten, was eine Anlage für Ihr Haus kostet, dann füllen Sie unseren Konfigurator aus und Sie erhalten im Anschluss ein vorläufiges, unverbindliches Angebot, zum dem wir Sie gerne telefonisch beraten. 

Wie wirtschaftlich ist die Installation einer Photovoltaikanlage?

Durch die sinkende Modul- und Anlagenpreise hat sich die Wirtschaftlichkeit von Hausdachanlagen in den letzten Jahren stetig zum Positiven verändert. So war es vor 10 bis 15 Jahren einzig aufgrund der hohen Einspeisevergütung möglich Gewinne zu erzielen. Heutzutage ist vor allem der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Solarstrom wirtschaftlich interessant. Denn: Wird Strom aus dem Netz bezogen, so zahlt man aktuell durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Institutes liegen die Kosten für die Erzeugung einer kWh Solarstrom bei Kleinanlagen (5 – 15 kWp) zwischen 7,23 – 8,43 Cent in Süddeutschland und 9,89 – 11,54 Cent in Norddeutschland. Somit kostet selbstverbrauchter Solarstrom nur 1/3 soviel wie Strom aus dem Netz. Das Fraunhofer-Institut ermittelte eine Eigenkapitalrendite von 5,0%.

Mehr zur Wirtschaftlichkeit von Photvoltaikanlagen.

Förderung und Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Für die Installation und den Betrieb einer Photovoltaikanlage existieren verschiedene Fördermöglichkeiten. Auch ist eine Finanzierung ist über spezielle Solarkredite möglich.

Welche Förderung erhalte ich für eine Photovoltaikanlage?

Die bekannteste Förderung für Photovoltaikanlagen ist die Einspeisevergütung, bei der der Staat für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom eine Vergütung bezahlt. Für Hausdachanlagen bis 10 kW beträgt die Vergütung aktuell 10,18 Cent/kWh (Stand Oktober 2019). Dieser Betrag wird für die nächsten 20 Jahre garantiert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die beim Kauf gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückzuerhalten.

Auch bieten einige Bundesländer und Städte eigene Förderprogramme an. Mehr dazu in der Übersicht zur Photovoltaik Förderung.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Auch wenn man mit einer eigenen PV-Anlage jeden Monat Stromkosten spart, so muss man am Anfang erstmal einen gewissen Betrag investieren. Daher stehen Anlagenbetreibern spezielle Solarkredite zur Verfügung. Die KfW-Bank gewährt Kredite ab 1 % effektiven Jahreszins (Stand Q3 2019). Für Photovoltaikanlagen mit oder ohne Speicher kann der KfW Kredit 270 – Erneuerbare Energien Standard in Anspruch genommen werden. Auch die meisten anderen Banken vergeben günstige Solarkredite.

Kann ich durch die Installation einer Photovoltaikanlage den KfW-Effizienzhaus-Standard meines Gebäudes verbessern?

Ja. KfW-Effizienzhaus-Standards können sowohl durch bauliche und anlagentechnische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, sowie auch durch die Einbindung erneuerbarer Energien erreicht werden. Die Standards beziehen die Faktoren Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust ein. Für den höchsten KfW-Effizienzhaus-Standard – 40 Plus – ist beispielsweise eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien und ein Stromspeicher vorgeschrieben. So können Sie mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher, bei Erfüllung aller weiteren Voraussetzungen, den KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus erreichen und einen KfW Kredit mit hohem Tilgungszuschuss erhalten.

Die Photovoltaikanlage im Betrieb

Ist die PV-Anlage erst mal auf dem eigenen Dach, kann es losgehen mit der Produktion vom eigenen Solarstrom. Zwar gibt es einige Dinge zu beachten, insgesamt ist der Betrieb der eigenen Anlage jedoch relativ unkompliziert.

Wer zahlt mir eine Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom

Sie erhalten von Ihrem Netzbetreiber die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung pro eingespeister Kilowattstunde. Dieser entrichtet monatlich eine angemessene Abschlagszahlung auf Ihr Konto.

Kann ich den gesamten Solarstrom, den ich produziere, selbst verbrauchen?

100% Eigenverbrauch ist durch die Marktreife von Stromspeichern möglich. Allerdings müsste man hierfür einen sehr großen Speicher wählen. Wesentlich wirtschaftlicher ist es, nur eine gewisse Menge an Strom zu speichern und einen Teil ins Netz zu leiten und anderen Haushalten zur Verfügung zu stellen.

Was kann ich tun, damit ich mehr eigenen Solarstrom verbrauche?

Um den Eigenverbrauchsanteil seines Solarstroms zu steigern und Stromkosten zu sparen, empfiehlt sich die Installation eines Stromspeichers. Ohne einen Speicher wird ein durchschnittlicher Eigenverbrauch von 30% erreicht. Mit der Installation eines Speichers kann der Eigenverbrauch auf 50-70% gesteigert werden. Auch die Integration einer Wärmepumpe, die mit Strom Heizwärme erzeugt, erhöht den Eigenverbrauch. Die Installation einer Wärmepumpe sollte dann aber bereits bei der Planung der PV-Anlage mit berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann man Großverbraucher wie Wasch- oder Spülmaschine so betreiben, dass sie größtenteils mit Solarstrom versorgt werden. Wenn tagsüber niemand zuhause ist und die Solaranlage genügend Strom produziert, können die Geräte über Zeitschaltuhren oder eine Smart-Home Integration gezielt eingeschaltet werden.

Wie kann ich nachprüfen, wie viel Strom meine Anlage produziert?

Wechselrichter verfügen über ein Online Monitoring, mit dem Sie Ihre Anlage überwachen können. Erträge lassen sich so in einer Live Ansicht verfolgen und auch verschiedene Ertragszeiträume können miteinander verglichen werden. Zudem verfügt jede netzgekoppelte Photovoltaikanlage über einen Einspeisezähler. Hier kann man den Zählerstand auch manuell ablesen, um den Ertrag der Anlage zu überwachen.

Produziert meine Anlage auch Strom, wenn es bewölkt ist?

Ja, auch bei einer bewölkten Wetterlage erzeugt Ihre Photovoltaikanlage Strom, denn es ist immer noch Sonneneinstrahlung vorhanden. Das merken Sie auch daran, dass es weiterhin hell bleibt. Allerdings wird an bewölkten Tagen weniger Strom erzeugt als an sonnigen Tagen. Bei der Planung einer Anlage ermitteln wir immer auch einen standortabhängigen durchschnittlichen Jahresertrag.

Sollte ich meine PV-Anlage regelmäßig warten lassen?

Grundsätzlich sind Photovoltaikanlagen relativ wartungsarm. Dennoch ist eine regelmäßige Wartung empfehlenswert und sichert konstant hohe Erträge. Eine kontinuierliche Wartung ist eventuell auch bei einigen Versicherungspolicen vorgeschrieben. Üblich ist die jährliche oder zweijährliche Anlagenwartung. Natürlich kann man auch Teile der Wartung selbst übernehmen, wie z.B. die Auswertung von Fehlerprotokollen des Wechselrichters und nur nach Bedarf handeln.

Sollte ich meine Anlage regelmäßig reinigen lassen?

Im Allgemeinen ist eine Reinigung der Module ab einer Neigung von 12 Grad nicht notwendig. Hier spült der Regen Staub und andere Schmutzeinträge problemlos ab. Die Kosten für die Reinigung können in der Regel nicht durch Mehrerträge kompensiert werden. Die meisten Anlagen haben eine deutlich höhere Neigung als 12 Grad, weshalb auf eine Reinigung meist verzichtet werden kann. Wenn sich allerdings immer mehr grobe Verunreinigungen mit Flechten oder Moos auf der Anlage sammeln, kann eine Reinigung Sinn ergeben.

Was für Herstellergarantien gibt es auf eine Photovoltaikanlage?

Die Garantiebedingungen für Photovoltaikmodule sind für den Verbraucher sehr vorteilhaft, da die Hersteller wesentlich längere Garantiezeiten gewähren als gesetzlich vorgeschrieben So besteht eine Produktgarantie von 10 bis 12 Jahren und außerdem eine 20 bis 30-jährige Leistungsgarantie über die gesamte Betriebsdauer Ihrer Anlage. Das bedeutet, in den ersten 10-12 Betriebsjahren werden alle Schäden an den Modulen komplett ersetzt. Sollten die Module danach, aufgrund von Alterung, mehr Leistung verlieren als versprochen, wird auch dieser Verlust erstattet. Die Produktgarantie der Montagesysteme beträgt in der Regel 10 Jahre. Wechselrichter haben eine Herstellergarantie von 5-10 Jahren. Bei einigen Herstellern wie Solaredge ist eine Garantieverlängerung auf bis zu 25 Jahre möglich.

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