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Stromspeicher: Aktuelle Preise & Kosten und Hersteller

Heute wird bereits die Mehrheit der Photovoltaikanlagen gemeinsam mit einem Stromspeicher installiert, denn Speicher sind technologisch ausgereift und um 60% günstiger als noch vor wenigen Jahren. Doch was kostet ein Speicher aktuell und nach wie vielen Jahren rentiert sich die Anschaffung? Wir erklären warum sich Stromspeicher lohnen, wie sie funktionieren und welche Fördermöglichkeiten und Hersteller Sie kennen sollten.

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sonnenBatterie Stromspeicher
Themenübersicht

Warum lohnt sich die Investition in einen Stromspeicher?

Warum sollte ich Solarstrom speichern?

Photovoltaikanlagen erzeugen immer dann Strom, wenn die Sonne scheint. Besonders zur Mittagszeit, wenn die Sonneneinstrahlung am höchsten ist, erreicht die Stromproduktion einer Photovoltaikanlage Höchstwerte. Ein typischer Haushalt verbraucht allerdings vor allem morgens und abends Strom. Sind alle Haushaltsmitglieder berufstätig, muss der mittags erzeugte Solarstrom oftmals vollständig ins Netz eingespeist werden und kann nicht zur Deckung des eigenen Bedarfs verwendet werden. Ein Stromspeicher behebt dieses Problem und speichert den tagsüber überschüssig erzeugten Strom. Abends und in den frühen Morgenstunden, wenn die Photovoltaikanlage keine Energie produziert, kann dann einfach Strom aus dem Speicher entnommen werden, um den Bedarf zu decken.

Solarstromproduktion im Tagesverlauf

Wie steigert sich der Eigenverbrauch durch einen Stromspeicher?

Installiert man eine Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus, kann man etwa 30% des erzeugten Solarstroms selbst nutzen. Die restlichen 70% werden ins Netz eingespeist. Mit einem Stromspeicher erhöht sich der Eigenverbrauch auf 50%-80%. So werden Sie unabhängiger von Energieversorgern, können Ihre Kapazitäten besser nutzen und sparen gleichzeitig Stromkosten. Bei der Integration einer Wärmepumpe und eines intelligenten Energiemanagementsystems, das Speicherung und Verbrauch gezielt optimiert, kann Ihre Eigenverbrauchsquote sogar bis zu 90% erreichen.

Netzstrombezug mit Photovoltaik Speicher
Veränderung des Netzstrombezugs bei Installation von Photovoltaikanlage und Stromspeicher

Spare ich mit einem Stromspeicher mehr C02 ein?

Durch einen Stromspeicher bezieht man weniger Strom aus dem Stromnetz. Netzstrom ist nur zu etwa 37% erneuerbar, eine Solaranlage hingegen kann zu 100% erneuerbaren Strom erzeugen. Daher spart man mit dem Betrieb eines Speichers immer CO2 ein. Im folgenden Abschnitt mehr Details zur CO2 Bilanz. 

Ein Stromspeicher verursacht nur während seiner Herstellung C02-Emissionen. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg schätzt, dass die Produktion von 1 kWh (Kilowattstunde) Speicherkapazität etwa 125 kg CO2 freisetzt. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Wert durch den technischen Fortschritt noch weiter sinken wird. Eine kWh Netzstrom verursacht etwa 489 Gramm CO2. Mit jeder kWh, die man nicht aus dem Netz, sondern aus dem Stromspeicher bezieht, spart man also 489 Gramm CO2. Das C02, das bei der Herstellung freigesetzt wurde, kann so meist schon nach ein bis zwei Jahren kompensiert werden. 

Beispiel: CO2-Bilanz eines 8 kWh Stromspeichers mit einem 4000 kWh Haushaltsstromverbrauch

Bei einem typischen 8 kWh Stromspeicher für ein Einfamilienhaus würden, bei Annahme der 125 kg pro kWh Speicherkapazität, etwa  1.000 kg CO2 bei der Produktion freigesetzt. Nimmt man einen Strombedarf von 4.000 kWh an, so müssten mit einem 8 kWh Stromspeicher, der die Eigenverbrauchsquote von 30% auf 65% erhöht, 1.400 kWh Strom weniger vom Stromversorger bezogen werden. Da eine kWh Strom etwa 489 Gramm CO2 verursacht, können bereits in einem Jahr über 685 kg C02 eingespart werden. Nach etwa 1,5 Jahren spart man dann mit jeder gespeicherten kWh Strom 489 Gramm C02. Insgesamt ergibt sich so über 20 Jahre eine C02-Einsparung von 12,6 Tonnen.

Durch die Produktion eines 8 kWh Speichers emittiertes CO2: 8 x 125 kg = 1.000 kg

Reduzierung Netzstrombezug durch PV-Anlage ohne Stromspeicher: 4.000 kWh x 0,30 = 1200 kWh

Reduzierung Netzstrombezug mit Speicher: 4.000 kWh x 0,65 = 2.600 kWh

Zusätzliche Einsparung an Netzstrom durch Stromspeicher: 2.600 kWh -1.200 kWh = 1.400 kWh

Jährliche CO2 Einsparung durch den Stromspeicher: 1.400 x 0,489 kg = 684,6 kg

Jahre bis zum Ausgleich der CO2 Bilanz: 1.000 kg / 684,6 kg = 1,46

CO2 Einsparung bei Betriebsdauer 20 Jahre = 684,6 kg x 20 – 1.000 = 12, 6 Tonnen CO2

Kosten, Preise & Wirtschaftlichkeit

Was sind die Kosten für einen Stromspeicher in 2021?

Ein Speicher für ein typisches Einfamilienhaus sollte eine Kapazität zwischen 3 und 12 kWh haben. Zwar kosten Stromspeicher dieser Größenordnung durchschnittlich 1.200€ pro Kilowattstunde Speicherkapazität, allerdings sind kleinere Speicher verhältnismäßig teurer als große Solarstromspeicher.

Kleine Speicher mit nur 3-6 kWh Speicherkapazität kosten etwa 3.500€-6.000€. Ein großer Speicher mit einer Kapazität von 7-10 kWh ist hingegen für 7.000€ bis 10.000€ erhältlich.

Einen entscheidenden Unterschied macht auch die Auswahl des Herstellers. Während Hersteller wie RCT oder BYD besonders preisgünstige Modelle anbieten, finden sich andere Speicher eher im Hochpreissegment.

Beispiel Preis: RCT Power Battery 5,7 kWh = ca. 5.000€

Wie haben sich die Preise für Stromspeicher in den letzten 5 Jahren entwickelt?

Das Installationsdatum Ihrer PV-Anlage spielt bei der Entscheidung, ob eine Speichernachrüstung sinnvoll ist, eine entscheidende Rolle. Wurde Ihre Anlage vor 2009 installiert, ist die Nachrüstung eines Stromspeichers nicht sinnvoll, da Sie eine sehr hohe Einspeisevergütung erhalten. Ab 2010 ist die Nachrüstung hingegen meist lohnenswert, denn von 2009-2012 wurden Eigenverbrauchsboni auf selbstverbrauchten Strom gewährt. Nach 2012 ist die Einspeisevergütung bereits stark gesunken, sodass auch hier die Speicherung des Solarstroms günstiger ist, als die Einspeisung ins Netz.
Preisentwicklung von Stromspeichern von 2013 bis 2019

Was sind die Gründe für die Preisentwicklung?

Hauptgrund für die sinkenden Speicherpreise ist die steigende Nachfrage und die infolgedessen entstehende Massenproduktion, die es ermöglicht, Stromspeicher für in großen Fabriken und zu günstigen Herstellkosten zu produzieren. Doch warum steigt die Nachfrage nach Stromspeichern? Doch nicht nur Stromspeicher, auch Photovoltaikanlagen werden immer günstiger. Während die Produktion einer Kilowattstunde Solarstrom anfangs noch 50 Cent oder mehr kostete, ist Solarstrom seit 2011 günstiger als Strom aus dem Netz. Seitdem wächst auch der Anreiz Solarstrom dezentral vor Ort zu nutzen, anstatt Energie vom Stromversorger zu beziehen. Strom aus einer Photovoltaikanlage kann so aktuell schon für 8-12 Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden. Eine Kilowattstunde aus dem Netz hingegen kostet 30 Cent pro Kilowattstunde. Das heißt mit einer Photovoltaikanlage können 18-22 Cent pro Kilowattstunde gespart werden. Ohne Speicher kann meist nur 30% des produzierten Solarstroms im Haus verwendet werden. Mit Stromspeicher steigt die Eigenverbrauchsquote bereits auf 50 bis 80 Prozent. Somit kann die Kostenersparnis für den erzeugten Strom nochmals deutlich gesteigert werden.

Ist eine gespeicherte kWh Solarstrom (inkl. Anschaffungskosten des Speichers) günstiger als Strom aus dem Netz?

Ja, sie ist seit 2016 günstiger als Strom aus dem Netz. Da die Herstellungskosten für Speicher seitdem weiter gesunken sind und der Strompreis jährlich steigt, vergrößert sich der finanzielle Anreiz für die Speicherung von Solarstrom mit einem Speicher stetig.

Stromspeicher haben 2016 Netzparität erreicht

Netzparität Photovoltaik Speicher

Wie wirtschaftlich ist eine Photovoltaikanlage mit Speicher heute?

In einer vereinfachten Rechnung können Sie die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mit Stromspeicher überschlagen, indem Sie den Anschaffungspreis mit Ihren Einnahmen durch die Anlage in den nächsten 20 Jahren vergleichen (oftmals können die Anlagen sogar 30 Jahre oder länger betrieben werden). Die Einnahmen setzen sich aus den eingesparten Stromkosten und den Einnahmen, die durch die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz erzielt werden, zusammen. Je besser die Kapazität des Solarstromspeichers auf die Größe und Leistung der Photovoltaik-Anlage abgestimmt ist, umso besser lässt sich der Eigenbedarf decken.

Anmerkung: Der Betrachtungszeitraum von 20 Jahren ist sinnvoll, da die Einspeisevergütung für 20 Jahre gewährt wird. Der Stromspeicher kann aber meist noch darüber hinaus betrieben werden. Die meisten aktuellen Stromspeichermodell haben 10.000 Ladezyklen. Bei 300 Ladezyklen pro Jahr könnte der Speicher damit sogar 30 Jahre genutzt werden.

Eine Photovoltaikanlage mit Speicher ist wirtschaftlich, wenn: Einnahmen & Einsparungen durch die Anlage in 20 Jahren > Investitionskosten

Beispielrechnung

Eine Familie mit einem Haushaltsstromverbrauch von 4.500 kWh schafft sich eine 5,6 kWp Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher mit 6,4 kWh Speicherkapazität an. Damit erreicht sie etwa 73% Unabhängigkeit vom Stromversorger und spart bei einem Strompreis von 29 Cent jährlich 950,62€ Stromkosten ein (sowohl 2013, als auch heute liegt der Strompreis bei etwa 29 Cent). In 20 Jahren belaufen sich die Stromkostenersparnisse dann auf 19.053€.

Stromkostenersparnis nach 20 Jahren = 4.500 kWh x 0,73 x 0,29 € x 20 Jahre = 19.053 €

Hinzu kommen die Einnahmen die durch die Einspeisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz erzielt werden. Hier gewährt der Staat über 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung pro Kilowattstunde. Bei unser Beispielanlage werden jährlich etwa 2404 Kilowattstunden Strom ins Stromnetz eingespeist.

2013 lag die Einspeisevergütung bei ca. 17 Cent, heute liegt sie hingegen nur noch bei 8,48 Cent pro Kilowattstunde. Haben Sie Ihre Anlage 2013 installiert und speisen 27% Ihres Stroms jährlich ein, erzielen Sie in 20 Jahren so Einnahmen von 8.176,728€. Bei einer Installation 2020 sinken die Einnahmen durch die Einspeisevergütung auf 4.000,256€.

2013 = 0,17 € x 2404 kWh x 20 Jahre = 8176, 728 €
2020 (Dezember) = 0,0832 x 2404 kWh x 20 Jahre = 4.000,256€

Nehmen wir an unsere Beispielanlage mit Speicher wurde 2013 installiert. Hier nimmt der Anlagenbetreiber in 20 Jahren 27.229€ ein. 2013 hätte eine derartige Anlage allerdings noch etwa 30.000€ gekostet. Somit hätte Sie sich innerhalb der Lebensdauer des Speichers nicht amortisiert.

19.053€ + 8176,728 € = 27.229€ < 30.000€

Bei einer heutigen Installation hingegen nimmt unsere Anlage in den kommenden 20 Jahren nur 23.861 € ein. Da die Anschaffungskosten allerdings auch nur 14.900€ betragen ist die Anlage in jedem Fall lohnenswert.

19.053€ + 4000,256€ = 23.053,256€ > 14.900€

Anmerkungen zur Rechnung:

Die obige Rechnung ist nur eine vereinfachte Rechnung. Bei einer vollständigen Aufstellung müssten zudem Wartungs- und Reparaturkosten einbezogen werden. Auch die Degradation der Photovoltaikmodule und die Abnahme der nutzbaren Speicherkapazität des Solarstromspeichers während der Nutzung wurden hier zur Vereinfachung nicht in die Rechnung aufgenommen.

Aber auch positive Einflussfaktoren wie Fördermöglichkeiten oder künftig zu erwartende Strompreissteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Vor allem Strompreissteigerungen erhöhen die Wirtschaftlichkeit einer Anlage, die heute installiert wird, nochmals deutlich. Schließlich können Photovoltaikmodule statt 20 oft 30-40 Jahre Strom produzieren. Durch eine längere Lebensdauer erhöhen sich die Photovoltaikerträge nochmals deutlich.

Lohnt sich die Speichernachrüstung?

Das Installationsdatum Ihrer PV-Anlage spielt bei der Entscheidung, ob eine Speichernachrüstung sinnvoll ist, eine entscheidende Rolle. Wurde Ihre Anlage vor 2009 installiert, ist die Nachrüstung eines Stromspeichers nicht sinnvoll, da Sie noch eine sehr hohe Einspeisevergütung erhalten. Ab 2010 ist die Nachrüstung hingegen meist lohnenswert, denn von 2009-2012 wurden Eigenverbrauchsboni auf selbstverbrauchten Strom gewährt. Nach 2012 ist die Einspeisevergütung bereits stark gesunken, sodass auch hier die Speicherung der erzeugten Energie günstiger ist, als die Einspeisung ins Netz.

Eigenen Stromspeicher konfigurieren und nachrüsten

Förderung & Finanzierung

Welche Fördermöglichkeiten für Stromspeicher gibt es?

In einigen Bundesländern erhalten Käufer eines Photovoltaik Speichers Investitionszuschüsse. In Bayern etwa ist beim Bau eines KfW-Effizienzhauses und Erfüllung aller Fördervoraussetzungen ein Technik Bonus von 1.000€ – 3.000€ erhältlich. Baden-Württemberg fördert Stromspeicher, die in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage bis 30 kWp installiert werden, mit 200€ je kWp. Für Photovoltaikanlagen zwischen 10 und 14 kWp erhält man 400€ zusätzlich. NRW bietet einen Investitionszuschuss von 10% auf Solarstromspeicher, die gemeinsam mit Photovoltaikanlagen installiert werden. Zudem existieren auch vereinzelt regionale Fördermöglichkeiten. Weitere Zuschüsse vergeben so etwa Düsseldorf, Münster und München.

Mehr zur Speicherförderung

Gibt es spezielle Finanzierungsmöglichkeiten?

Ja, der KfW-Kredit 270 gewährt günstige Zinskonditionen, wenn der Stromspeicher gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage installiert wird. Auch Nachrüstungen sind in der Förderung inbegriffen, um eine höhere Eigenverbrauchsquote zu erzielen. Außerdem gewähren einige Banken spezielle Kredite für Erneuerbare Energien.

Wie werden Stromspeicher steuerlich behandelt?

Installieren Sie Stromspeicher und Photovoltaikanlage gemeinsam, können Sie sich die auf den Stromspeicher gezahlte Mehrwertsteuer erstatten lassen. Bei einer Nachrüstung besteht diese Möglichkeit nicht. Einkommensteuerrechtlich können Batteriespeicher, die dem Eigenverbrauch dienen, nicht der Photovoltaikanlage zugeordnet und somit nicht abgeschrieben werden.

Mehr über die Versteuerung von Photovoltaikanlage und Batteriespeicher

Auswahl des richtigen Stromspeichers

Wie groß sollte der Stromspeicher sein?

Die Dimensionierung eines Stromspeichers hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend ist vor allem Ihr individueller Bedarf und, sollten Sie bereits eine Photovoltaikanlage besitzen, auch die Größe Ihrer Photovoltaikanlage. Des Weiteren müssen Sie sich die Frage stellen, ob Sie möglichst unabhängig vom Stromnetz werden möchten oder ob die Stromrechnung gesenkt werden soll. Streben Sie maximale Autarkie an, benötigen Sie einen sehr großen Speicher. Rentabler ist es jedoch mit einem mittelgroßen Speicher lediglich 60% Autarkie zu erreichen.

Welche Maße hat ein Stromspeicher und wo sollte man ihn am besten aufstellen?

Stromspeicher können je nach Hersteller und Größe sehr unterschiedliche Maße haben. Standardgrößen sind Höhen zwischen 1,3 und 1,9 Meter und eine Breite von 0,5-1 Meter. Optimalerweise wird der Speicher in unmittelbarer Nähe zum Zählerschrank bzw. zum Wechselrichter aufgestellt. 

Auf welche technischen Eigenschaften des Speichers sollte man achten?

Bei der Auswahl eines geeigneten Stromspeichers stößt man im technischen Datenblatt der Hersteller schnell auf eine Fülle von Kennzahlen. Die wichtigsten Kennzahlen eines Stromspeichers sind die Speicherkapazität, der Wirkungsgrad und die Anzahl der möglichen Ladezyklen.

Speicherkapazität (auch Nennkapazität) – Energie in KIlowattstunden, die bei der Aufladung maximal im Stromspeicher gespeichert werden kann. Typische Kapazitäten von Stromspeichern im Einfamilienhaus liegen zwischen 6 und 16 kWh.

Nutzkapazität – Speicherkapazität, die tatsächlich genutzt werden kann, wenn die zulässige Entladetiefe eingehalten wird. Achten Sie daher beim Vergleich verschiedener Modelle immer auf die im Datenblatt angegebene Nutzkapazität, statt die Speicherkapazität.

Nennkapazität und Nutzkapazität Stromspeicher
Speicherkapazität und Nutzkapazität

Wirkungsgrad – Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel Energie bei der Speicherung des Solarstroms verloren geht. Bei einem Wirkungsgrad von 80% stehen so nach der Speicherung noch 80% der ursprünglich zugeführten Energie zur Verfügung. Die Wirkungsgrade von Lithium-Batteriespeichern sind mittlerweile sehr hoch und liegen bei 95% – 100%.

Anzahl der Ladezyklen – Ein Ladezyklus meint des einmalige Laden, Speichern und Entladen bei Nutzung der gesamten Speicherkapazität. Ihr Stromspeicher sollte mindestens 5.000 Ladezyklen schaffen. Manche Hersteller, wie etwa sonnen, garantieren sogar 10.000 Ladezyklen.

Welche Batteriespeicher sind für die Nachrüstung geeignet?

Bei einer Nachrüstung sollte bevorzugt ein AC-Speicher (Wechselstrom-Speicher) gewählt werden, denn hier wird die Batterie hinter dem Wechselrichter angeschlossen und kann somit unabhängig von der Photovoltaikanlage betrieben werden. Bei einem DC-Speicher  (Gleichstrom-Speicher) hingegen wird der Speicher zwischen Photovoltaikanlage und Wechselrichter eingebunden und muss sich der Größe der Photovoltaikanlage anpassen. Das führt dazu, dass der vorige Wechselrichter meist nicht mehr verwendet werden kann. Auch ein Speicher mit integriertem Wechselrichter lohnt in der Regel nicht, da ihre Anlage ja bereits über einen Wechselrichter verfügt und so keine Kosten eingespart werden können. Welche Wechselrichter mit einem Speicher kompatibel sind, wird von den Herstellern bekannt gegeben. 

Empfehlenswerte Speicherhersteller

BYD

BYD ist ein chinesischer Mischkonzern und weltweit der größte Hersteller von von aufladbaren Akkus. Im Automobilmarkt ist BYD nach Nissan der zweitgrößte Produzent von elektronisch betriebenen Fahrzeugen. Der Stromspeicher von BYD, die B-Box HV überzeugt durch Ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Als eine der wenigen Hochvoltbatterien auf dem Markt erreicht sie zudem besonders hohe Wirkungsgrade.

RCT Stromspeicher

RCT Power Battery

Die RCT Power GmbH ist ein deutscher Hersteller von Photovoltaik Speichern und Wechselrichtern für Privathaushalte mit Sitz in Konstanz am Bodensee. Die RCT Power Battery vereint Wirtschaftlichkeit und Flexibilität. Die Speichergröße ist in 1,9 kW Schritten von 3,8 bis 11,5 kWh frei wählbar. Trotz Hochvolttechnologie und einer hohen Speichereffizienz gehört der Stromspeicher zu den preisgünstigsten auf dem Markt. 

Alpha ESS Stromspeicher

Alpha ESS Storion SMILE-B3

Der Storion SMILE-B3 ist ein AC Stromspeicher und durch seine einfache Installation besonders für Speicher-Nachrüstungen geeignet. Die Speicherkapazität ist in Schritten zwischen 2,75 bis 16 kWh frei wählbar und erlaubt somit eine optimale Anpassung auf den individuellen Bedarf. Der Batteriewechselrichter ist im System integriert. Der Alpha ESS Storion SMILE-B3 ist ideal für alle, die noch mehr aus ihrer Photovoltaikanlage herausholen möchten. 

Marktentwicklung von Stromspeichern

Noch vor wenigen Jahren waren die Kosten für die Stromspeicher zu den Photovoltaikanlagen so hoch, dass sie mehr als Liebhaberei, denn als rentables Investment galten. Durch Verbesserung der Technologie und zunehmende Massenproduktion sind die Preise für Solarstromspeicher in den letzten Jahren bedeutend gefallen. Diese Entwicklung kurbelte auch die Installation von Stromspeichern kräftig an. Waren 2013 nur 5.000 Speicher in Deutschland installiert, wurde 2018 die 100.000 Marke überschritten. Ende 2019 waren es dann bereits rund 200.000 installierte Heimspeicher in Deutschland.

Stromspeicher Installationszahlen
Absatzentwicklung Stromspeicher 2013-2018 (Quelle: BSW Solar)

Funktion eines Stromspeichers

Stromspeicher sind chemische Energiespeicher und funktionieren im Prinzip genauso wie der Akku eines Smartphones oder einer Autobatterie. Beim Ladevorgang wandeln Akkus mittels einer chemischen Reaktion elektrische Energie in chemische Energie um und machen sie so speicherbar. Die Entladung lässt diesen Prozess in umgekehrter Reihenfolge ablaufen und die gespeicherte chemische Energie wird wieder in nutzbaren elektrischen Strom umgewandelt.

Im Detail funktioniert das so: Ein Akku besteht immer aus zwei Elektroden, der Anode und der Kathode. Die Elektrode, die Elektronen abgibt, nennt man Kathode. Die Elektrode, die Elektronen aufnimmt, ist die Anode. Produziert die Photovoltaikanlage Strom wandern Elektronen über einen externen Stromkreis von der Kathode zur Anode. Gleichzeitig bewegen sich auch Ionen von der Kathode zu Anode. An der Anode reagieren Ionen und Elektronen dann schließlich zu Atomen. Die Entladung benötigt keinen Strom und stellt den umgekehrten Prozess dar. Die Ionen wandern wieder zur Kathode zurück und auch die Elektronen bewegen sich über den Stromkreis wieder zur Kathode. Bei der Bewegung der Elektronen von der Anode zur Kathode kann der entstehende Strom entnommen werden.

Funktionsprinzip Akku
Funktion eines Akkus, Von Tkarcher, CC BY-SA 3.0

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