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Grundlagen

Eigenverbrauch - Warum es sich lohnt selbsterzeugten Photovoltaikstrom zu nutzen

Mit einer Photovoltaikanlage werden Hausbesitzer zu Stromproduzenten. Den erzeugten Strom können Anlagenbetreiber nach Bedarf verbrauchen – überschüssiger Strom wird ins Stromnetz geleitet und vergütet. Doch warum ist der Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom sinnvoll? 

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Was bedeutet eigentlich Eigenverbrauch, Einspeisung & Autarkie?

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch bedeutet, den von der Photovoltaikanlage erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Das heißt, der Strom wird von Ihrer Anlage auf dem Dach direkt zu den Verbrauchern im Haus geleitet. So können Sie etwa Ihre Waschmaschine komplett mit erneuerbarem Photovoltaikstrom laufen lassen. Gegebenenfalls kann auch ein zusätzlicher Stromspeicher ergänzt werden. Dieser speichert dann überschüssig erzeugten Strom zwischen.

Einspeisung

Einspeisung heißt im Gegenzug, dass der von Ihrer Anlage produzierte Strom ins Netz geleitet oder “eingespeist” wird. In Deutschland erhalten Sie für jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh) eine Einspeisevergütung. Sie beträgt für kleine Hausdachanlagen von 1-10 kWp 10,79 ct/kWh (Juni 2019).

Autarkie

Häufig werden die Begriffe Autarkie und Eigenverbrauch synonym verwendet. Dabei bedeutet Autarkie im Zusammenhang mit Photovoltaik die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Wird von einem Autarkiegrad gesprochen, ist der Anteil Ihres Strombedarfs gemeint, den Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage decken können, ohne Strom aus dem Netz beziehen zu müssen. Die Eigenverbrauchsquote hingegen gibt an, wieviel Prozent des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen. Der Autarkiegrad ist somit verbrauchs-, die Eigenverbrauchsquote hingegen produktionsbezogen.

Warum ist es sinnvoll den Eigenverbrauch zu steigern?

Stromkostenersparnis

Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Solarstrom ist nur dann sinnvoll, wenn Sie mit Ihrer Anlage unterhalb des regulären Strompreises Strom erzeugen können. Strom aus einer Hausdachphotovoltaikanlage kann aktuell für 10-14 Ct/kWh erzeugt werden. Bei einem Strombezug von den Stadtwerken kostet Sie die Kilowattstunde ungefähr 29 Cent. Sie sparen also durch jede selbst erzeugte Kilowattstunde (kWh) 15-19 Cent.

Da Photovoltaik mittags am meisten Strom erzeugt, der Strombedarf der Haushalte jedoch in den Morgen- und Abendstunden Spitzenwerte erreicht, kann nicht der gesamte Verbrauch durch Ihre Anlage gedeckt werden. Häufig muss morgens und abends zusätzlicher Strom aus dem Netz bezogen werden. Der überschüssige mittags erzeugte Strom hingegen wird eingespeist. Mit der Installation eines Batteriespeichers ist es möglich den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen.

Umweltschutz

Solarstrom ist 100% erneuerbar erzeugter Strom. Der aus dem Netz bezogene Strommix hingegen ist nur zu 36% regenerativ. Die restlichen 64% des Stroms werden durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen oder Kernenergie erzeugt. Bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe werden große Mengen CO2 freigesetzt. Die Nutzung von Kernenergie hingegen, birgt ein hohes Sicherheitsrisiko mit unkalkulierbar schweren Folgen für Natur und Mensch. Mit jeder zusätzlichen erzeugten und selbst verbrauchten kWh Solarstrom schützen Sie daher die Umwelt und verbessern Ihre persönliche CO2 Bilanz.

Unabhängigkeit

In Deutschland wird die Energiebranche vorrangig von großen Energiekonzernen wie E.ON, RWE oder Vattenfall dominiert. Durch die Liberalisierung des Strommarktes können Verbraucher nun zwar selbst entscheiden von welchem Energieversorger sie Strom beziehen möchten, die Abhängigkeit besteht jedoch weiter fort. Denn auch Stadtwerke und Stromanbieter beziehen Strom aus Kohlekraftwerken von RWE und Co. Dies hat zur Folge, dass Sie weiterhin unvorhersehbaren Strompreisänderungen an der Strombörse ausgesetzt sind. Strom aus Photovoltaik hingegen kann deutlich günstiger erzeugt werden und ist keinen Preisschwankungen an der Strombörse unterworfen. Außerdem erhalten Sie durch die Verwendung des allgemeinen Stromnetzes nie zu 100% erneuerbar erzeugten Strom. Werden Sie Ihr eigener Energieversorger und entscheiden Sie selbst über die Zukunft Ihrer Energieversorgung.

Netzstabilität

Oft heißt es, der steigende Anteil an erneuerbaren Energien gefährde die Netzstabilität. Dies ist für die eingespeiste Menge erneuerbaren Stroms zum Teil auch zutreffend. Etwa wenn an einem windigen Herbsttag große Mengen Windstrom zusätzlich zur normalen Strommenge ins Netz geleitet werden. Hier müssen Netze langfristig ausgebaut und intelligent gesteuert werden und das bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Leistung konventioneller Kraftwerke. Durch eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, mit einem optimierten Eigenverbrauchsanteil, verbessern Sie die Netzstabilität allerdings sogar. Denn indem Sie Ihren Strom dezentral erzeugen und verbrauchen, umgehen Sie die Stromnetze und führen so eine Entlastung der Netze herbei.

Wie kann ich meinen Eigenverbrauch steigern?

Um Ihren Eigenverbrauch zu erhöhen, müssen Sie so viel wie möglich von Ihrem selbst erzeugten PV-Strom verbrauchen. Eine Möglichkeit ist die Installation eines Stromspeichers. Dieser speichert den tagsüber überschüssig erzeugten PV-Strom und stellt ihn dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird (z.B. am frühen Morgen und abends). Außerdem können Sie Ihre PV-Anlage mit einer Wärmepumpe kombinieren. Da Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, kann der Strom für den Betrieb der Wärmepumpe auch aus Ihrer Photovoltaikanlage bezogen werden. Entweder Sie nutzen hierfür überschüssig erzeugten Mittagsstrom, oder aber verwenden tageszeitunabhängig gespeicherten Solarstrom aus dem Batteriespeicher. Problematisch ist, dass der Anlagenbesitzer oft nicht weiß, wann überschüssiger Strom vorhanden ist. Für diesen Zweck wurden eigens sogenannte Energiemanagementsysteme oder Smart-Home Systeme entwickelt. Mit diesen können Sie Ihren Anlagenertrag ständig überwachen und vermehrt dann Strom verbrauchen, wenn Ihre Anlage Strom produziert.

Durchschnittlicher Eigenverbrauch nach Energielösung

Die Eigenverbrauchsquote gibt an wieviel Prozent des selbst erzeugten Solarstroms zur Deckung des eigenen Strombedarfs verwendet wird. Im Unterschied zum Autarkiegrad ist sie produktions- und nicht verbrauchsbezogen.

Photovoltaik

Icon Photovoltaikanlage Haus

Besitzen Sie eine Photovoltaikanlage und haben Ihre Anlage nicht mit einem Speicher oder einer Wärmepumpe gekoppelt, erreichen Sie eine durchschnittliche Eigenverbrauchsquote von etwa 30%.

Photovoltaik + Speicher

Haus mit Photovoltaik und Speicher

Kombinieren Sie Ihre Anlage mit einem zusätzlichen Speicher, können Sie Ihren Eigenverbrauch auf 50-80% steigern. 

Photovoltaik + Wärmepumpe

Haus Photovoltaik und Wärmepumpe

Grundsätzlich lassen sich mit einer PV-Anlage, ohne technische Hilfsmittel, durchaus etwa 15% des Strombedarfs einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und 25-30% des Strombedarfs einer Warmwasser-Wärmepumpe decken. Dies erhöht Ihre Eigenverbrauchsquote weiter. Die genaue Steigerung der Eigenverbrauchsquote variiert jedoch stark und hängt von Ihrem individuellen Wärmebedarf ab.

Photovoltaik + Speicher + Energiemanagementsystem + Wärmepumpe

Monitoring Photovoltaik Wärmepumpe

Möchten Sie eine maximale Eigenverbrauchsquote erzielen, empfiehlt sich die Kombination von Photovoltaikanlage, Speicher und Energiemanagementsystem. Optional kann auch eine Wärmepumpe ergänzt werden. Das Energiemanagementsystem steuert dann Ihre Stromflüsse. Mithilfe von Wetterprognosen wird z.B. die Ladung des Stromspeichers so beeinflusst, dass möglichst viel vom eigenenen Strom genutzt werden kann. Auch kann die Wärmepumpe den Wasserspeicher überhitzen und überschüssigen Strom als Wärme speichern, wenn ansonsten alle Verbraucher mit Strom versorgt sind. Alternativ ist auch die Steuerung von Haushaltsgeräten, wie einer Waschmaschine, in Abhängigkeit der Stromverfügbarkeit möglich. Durch Systemlösungen mit Energiemanagementsystemen können Sie Eigenverbrauchsquoten von 80-90% erreichen. Auch ein Eigenverbrauchsanteil von 100% ist durch eine präzise Anlagen- und Speicherdimensionierung theoretisch möglich. Oft ist hierzu jedoch ein überdimensionierter Speicher erforderlich, der die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage wieder herabsetzt.

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