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Förderung und Finanzierung

EEG Novelle 2021 Photovoltaik - Diese Änderungen gibt es

Im Dezember 2020 verabschiedete der Bundestag die EEG-Novelle. Das neue EEG ist nun seit 01. Januar 2021 in Kraft. Doch was bringt die Novelle? Reichen die Beschlüsse, um die Klimaschutzziele einzuhalten und was müssen Photovoltaikanlagenbesitzer nun beachten?

photovoltaik-windenergie

Die wichtigsten Neuerungen der EEG-Novelle auf einen Blick

  • Anschlussregelung für Altanlagen, die aus der Förderung fallen
  • Erhöhung der Ausbaupfade für Erneuerbare Energien
  • Getrennte Ausschreibungen von Freiflächen und Dachanlagen & Innovationsausschreibungen
  • Anlagen bis 30 kWp zahlen keine EEG-Umlage mehr auf Eigenverbrauch
  • Mieterstrom: Befreiung des Mieterstroms von der Gewerbesteuer, Erhöhung des Mieterstromzuschlags, Neue Quartierslösung für Mieterstromprojekte

Was ist das EEG?

Mit der EEG-Novelle 2021 wird das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) reformiert. Das EEG ist ein seit 2000 existierendes Gesetz zur Förderung von Erneuerbaren Energien. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zu erhöhen. Hierzu gewährt das Gesetz Strom aus erneuerbaren Energien bei der Einspeisung Vorrang und garantiert Stromerzeugern feste Einspeisevergütungen. Finanziert werden die Einspeisevergütungen über die sogenannte EEG-Umlage, die 2021 bei 6,5 Cent liegt und von allen Bürgern mit der Stromrechnung bezahlt werden muss.

Anlass für die EEG-Novelle 2021

Da die Einspeisevergütungen des EEG immer für 20 Jahre gewährt werden, laufen 2021 die ersten Anlagen aus der Vergütung aus. Daher war hier eine neue gesetzliche Regelung notwendig. Und auch die Klimaziele der Bundesregierung mussten weiter verschärft werden.

Grundsätzlich soll die Förderung von Erneuerbaren Anlagen zukünftig möglichst marktgetrieben erfolgen und die finanzielle Förderung soll einem vom Markt gesteuerten Ausbau weichen. Hierzu sollen in den nächsten Jahren Konzepte erarbeitet werden.

Post EEG-Anlagen

Betreiber von kleinen Anlagen, die bereits 20 Jahre EEG-Vergütung erhalten haben, können bis 2027 Solarstrom für den Marktwert an ihren Netzbetreiber verkaufen, hierbei muss eine Vermarktungsgebühr von 0,4 Cent pro Kilowattstunde abgezogen werden. Der Marktwert schwankt aktuell zwischen 3 und 4,5 Cent pro Kilowattstunde. Besitzer einer Anlage größer 100 kWp müssen sich bis zum Ende des Jahres (2021) um eine alternative Vermarktung bemühen. Durch diese Regelung soll ein unkontrolliertes einspeisen von Solarstrom verhindert werden.

EEG-Umlage auf Eigenverbrauch entfällt für Anlagen unter 30 KWp

Besitzer einer Photovoltaikanlage mussten bisher ab einer Anlagengröße von 10 kWp EEG Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom zahlen. Mit der Novelle des EEG wird diese Grenze nun auf 30 kWp bzw. auf einen Verbrauch von 30 MWh im Jahr angehoben. Übersteigt der Verbrauch 30 Megawattstunden oder sind mehr als 30 kWp Photovoltaikleistung installiert, wird wieder EEG-Umlage fällig. 

Die Neuerung macht Anlagen größer 10 kWp auf Ein- und Zweifamilienhäusern rentabler. Bisher waren durch die Umlage in diesem Marktsegment vor allem Anlagen unter 10 kWp installiert worden. Das hat den Zubau in den vergangenen Jahren deutlich gebremst. 

Noch vor wenigen Jahren genügten Anlagengrößen von unter 10 kWp zur Deckung des Haushaltsstromverbrauchs. Heute können jedoch auch Elektroauto und Wärmepumpe Solarstrom nutzen und eine größere Dimensionierung von Photovoltaikanlagen wird sinnvoller. Daher war die Anhebung der EEG-Umlage-Pflicht längst überfällig.

Mieterstrom

Der Ausbau des Mieterstroms ging in den letzten Jahren nicht wirklich voran. Zu groß waren die Hürden für die Betreiber einer Mieterstromanlage. Gerade einmal 1% der Förderbeiträge für Mieterstrom wurden bisher ausgeschöpft. Das neue EEG bringt hier nun erste Verbesserungen. War der Mieterstromzuschlag 2020 beinahe auf 0 abgesunken, wurde der Zuschlag nun von der Einspeisevergütung entkoppelt und beträgt nun je nach Anlagengröße zwischen 2,21 und 3,53 Cent (Juni 2021). Auch können Hauseigentümer nun Dritte mit der Energiebelieferung beauftragten, ohne dann fürchten zu müssen, den Mieterstromzuschlag nicht zu erhalten. Künftig ist zudem nicht mehr entscheidend, dass Gebäude unmittelbar benachbart sind, sondern es können auch Konzepte in Wohnquartieren gefördert werden. Schließlich soll Mieterstrom auch von der Gewerbesteuer befreit werden. Ob diese Nachbesserungen reichen, um das Interesse an Mieterstromprojekten deutlich zu erhöhen, wird sich zeigen. 

Ausbaupfade werden mit der EEG-Novelle ambitionierter

Das EEG 2021 enthält das bereits zuvor festgelegte Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent zu steigern. Neu ist, dass erstmals konkrete Ausbaupfade zur Erreichung dieses Ziels festgelegt wurden. Bei Solaranlagen soll die installierte Leistung bis 2022 auf 63 Gigawatt steigen, 2026 bei 83 Gigawatt liegen und 2030 schließlich 100 Gigawatt erreichen. Bei Windenergieanlagen wird ein Zubau von 71 Gigawatt bis 2030 angestrebt. 

Werden die Ziele nicht wie geplant erreicht, gibt es jetzt mit der EEG Novelle die Möglichkeit, dass der Gesetzgeber per Verordnung eingreift. Er kann dann Ausbaupfade, Zwischenziele und Gebotshöchstwerte ohne Zustimmung des Bundesrates neu festsetzen.

Ausschreibungen für Photovoltaik

Mit der EEG Novelle werden Photovoltaik-Dachanlagen größer 750 kWp und Freiflächenanlagen größer 750 kWP getrennt ausgeschrieben. Zuvor wurden diese Ausschreibungen gemeinsam durchgeführt. 

Eigentümer von Dachanlagen zwischen 300 und 750 kW können wählen, ob sie an einer Ausschreibung teilnehmen und die gesamte Produktion der Anlage vergütet bekommen möchten oder ob sie die gesetzlich festgelegte Vergütung in Anspruch nehmen, die mit dem neuen EEG nur noch 50% des Solarstromertrags vergütet.

Ausschreibungsmengen, die in einem Jahr nicht abgerufen werden, werden im nächsten Jahr gleichmäßig auf die Ausschreibungstermine verteilt.

Fazit

Die EEG-Novelle 2021 bessert an vielen Stellen nach und schafft neue Anreize für Mieterstromprojekte und Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Einige Probleme sind mit dem EEG 2021 aber immer noch nicht behoben. Beispielsweise ist der Ausbau der Windenergie immer noch massiv durch Abstandsregeln behindert. Auch beim Mieterstrom verbleiben Hürden. Etwa muss bei der Umsetzung einer Mieterstrom-PV-Anlage zwingend eine Niederspannungshauptverteilung für 4.500€ installiert werden, was die Wirtschaftlichkeit von Projekten entscheidend senkt. 

Wann ändert sich das EEG wieder?

Schon jetzt ist klar, dass es bald erneut eine Novelle des EEG geben wird. Im Frühjahr 2021 soll ein weitergehender Ausbaupfad der Erneuerbaren Energien definiert werden. 2027 steht dann voraussichtlich die nächste größere Novellierung des EEG an.

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