Photovoltaik Förderung in Baden-Württemberg

NADINE KÜMPEL

AKTUALISIERT AM: 05.07.2021

NADINE KÜMPEL
AKTUALISIERT AM: 05.07.2021

Das Land Baden-Württemberg fördert Stromspeicher mit seinem Förderprogramm “Netzdienliche Batteriespeicher”. Auch größere Städte wie Stuttgart haben inzwischen eine Solaroffensive gestartet und eigene Förderprogramme ins Leben gerufen. Lesen Sie hier, wo und wie Sie eine Photovoltaik Förderung in Baden-Württemberg erhalten können.

Förderprogramm “Netzdienliche Batteriespeicher” der Landesregierung

Achtung: Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Fördermittel leider bis auf Weiteres erschöpft. Es können deshalb derzeit keine neuen Anträge mehr gestellt werden.

Auch Baden-Württemberg möchte die Energiewende vorantreiben und die Solarenergie im Land ausbauen. Die Landesregierung stellt daher für die Jahre 2021 und 2022 10 Millionen Euro für Speicher zur Verfügung, die in Verbindung mit Photovoltaikanlagen installiert werden. 

Das Förderprogramm startet offiziell am 1. März 2021 und endet am 31.12.2022, sollten bis dahin nicht schon alle Fördermittel ausgeschöpft sein. Anträge können voraussichtlich erst ab dem 01.04 gestellt werden, da die L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg) zunächst noch die nötigen Voraussetzungen für die Förderung schaffen muss.

Wie hoch ist die Förderung?

Für Speicher, die in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit bis zu 30 kWp Leistung installiert werden, wird eine Förderung von 200€ je Kilowattstunde Speicherkapazität gewährt. Übersteigt die Leistung der Photovoltaikanlagen 30 kWp, wird der Zuschuss sogar auf 300€ je Kilowattstunde Speicherkapazität angehoben.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Förderung ausgezahlt werden kann?

Der Speicher muss mindestens eine Speicherkapazität von 2 kWh besitzen, denn die Untergrenze für die Förderung liegt bei 400€. Maximal können 45.000€ pro Vorhaben ausgezahlt werden. Die Förderung wird nur gewährt, wenn gleichzeitig auch eine Photovoltaikanlage installiert wird. Batteriespeicher, die bei bestehenden Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden, erhalten keine Förderung. 

Außerdem müssen je geförderte kWh Kapazität des Batteriespeichers mindestens 1,2 Kilowatt Peak Photovoltaik Leistung installiert werden. Wird mehr Speicherkapazität installiert, wird nur die Speicherkapazität gefördert, die dem Verhältnis entspricht. Eine Ausnahme von dieser Regelung besteht, wenn zusätzlich zu Photovoltaikanlage und Speicher eine Wallbox oder eine Wärmepumpe installiert wird. Da hier der Speicherbedarf steigt, wird die Förderung bis zu einem Verhältnis von 0,5 kWp Photovoltaikleistung je kWh Speicherkapazität ausgezahlt.

Wann muss ich die Förderung beantragen?

Die Förderung muss vor dem Maßnahmebeginn, also vor Abschluss des Kaufvertrages für Photovoltaikanlage und Speicher, beantragt werden. Nach der Beantragung kann jedoch bereits mit der Installation begonnen werden und die Bewilligung der Förderung muss nicht abgewartet werden.

Solaroffensive Stuttgart: Diese Photovoltaik Förderung gibt es in der Landeshauptstadt

Am 13. November 2020 hat der Ausschuss für Klima und Umwelt in Stuttgart neue Fördermöglichkeiten für Photovoltaikanlagen beschlossen. Mit der “Solaroffensive” sollen die Anreize für die Installation einer Photovoltaikanlage verstärkt werden. Das Programm für Privatpersonen besteht aus der Förderung für den Bau von Photovoltaikanlagen und der Förderung für Stromspeicher. Bei Gewerbe oder Geschossbauten wird außerdem die vorgelagerte Ladeinfrastruktur für Elektroautos unterstützt.

Förderung für den Bau von Photovoltaikanlagen

Was wird gefördert?

Gefördert werden begleitende Maßnahmen beim Bau von Photovoltaikanlagen an Gebäuden. Damit sind nicht nur klassische Dachanlagen, sondern auch Fassadenanlagen und Plug & Play Photovoltaikanlagen für den Balkon oder Garten gemeint. Die Anschaffung der Anlagenkomponenten selbst wird nicht gefördert (Module, Wechselrichter etc.). Dafür aber die Planung, Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage. 

Im Detail können folgende Kosten gefördert werden: 

  • Elektrische Installation und Einrichtung des Zählerplatzes zur Umsetzung des erforderlichen Messkonzepts
  • Gerüstarbeiten
  • Prüfung der Statik 
  •  statische Ertüchtigung des Gebäudes
  •  Verlegung von Bauteilen
  •  Baumaßnahmen an der Dachhaut
  •  Blitzschutz
  •  Funkrundsteuerempfänger

Höhe der Förderung

Die maximale Förderhöhe beträgt 50.000€ je Antrag bzw. 50% der förderfähigen Kosten. Bei Photovoltaikdachanlagen darf die Förderung 350€ pro kWp nicht übersteigen. Steckerfähige Anlagen erhalten pauschal 100€ als Zuschuss für den Anschluss der Anlage.

Förderung für Stromspeicher in Verbindung mit Photovoltaikanlagen

Auch die Anschaffung eines Stromspeichers wird durch die Landeshauptstadt bezuschusst. Bedingung ist, dass die Stromspeicher in Verbindung mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert werden, ans Netz angebunden werden können und der Erhöhung des Eigenverbrauchs dienen. 

Höhe der Förderung

Der Zuschuss beträgt maximal 20.000€ pro Antrag und maximal 300€ pro kWh nutzbarer Speicherkapazität. Pro installierter kWp Photovoltaikleistung werden maximal 0,8 kWh Speicherkapazität des Stromspeichers gefördert. Bei einer 10 kWp Anlagen werden so maximal 8 kWh des Stromspeichers gefördert. 

So stellen Sie den Förderantrag

Sie müssen den Förderantrag vor der Beauftragung eines Installationsbetriebs stellen und hierbei das Angebot der ausführenden Firma beilegen. Die Bewilligungsstelle schickt Ihnen anschließend einen schriftlichen Förderbescheid. Damit das Geld ausgezahlt werden kann, reichen Sie nach der Installation einen Auszahlungsantrag mit den Rechnungen und der Unternehmererklärung der ausführenden Firma ein. Auch ein Foto der Photovoltaikanlage, des Gebäudes, des Wechselrichters und evtl auch des Stromspeichers ist beizufügen. Der Auszahlungsantrag muss spätestens ein Jahr nach der Beantragung der Förderung gestellt werden.

Jetzt eigene Photovoltaikanlage planen

Das könnte Sie auch interessieren