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Grundlagen

So erhöhen Sie den Eigenverbrauch Ihrer Photovoltaikanlage

Ein höherer Eigenverbrauchsanteil macht die eigene Photovoltaikanlage wirtschaftlicher, da weniger Strom aus dem Netz bezogen werden muss. Es gibt mehrere Möglichkeiten den Eigenverbrauch an eigenem Photovoltaikstrom zu erhöhen.

Stromspeicher Sonnenbatterie Eco Wohnzimmer

     Quelle: sonnen GmbH

Photovoltaik - eine fluktuierende Energiequelle

Anders als Kohlekraftwerke, die rund um die Uhr Strom produzieren, ist Photovoltaik von der Sonneneinstrahlung abhängig. Je stärker die Sonneneinstrahlung, desto höher der Ertrag einer Photovoltaikanlage. Nachts, wenn die Sonne nicht scheint, erzeugt eine Photovoltaikanlage keinen Strom. Aber auch tagsüber schwankt die Stromproduktion teils erheblich. Mittags wird in der Regel am meisten Strom erzeugt. Bei Bewölkung, und der einhergehenden Erhöhung der diffusen Strahlung, nimmt die Leistung wiederum ab.

Eine Photovoltaikanlage kann den Eigenverbrauch in der Regel nie vollständig decken, da sich der Strombedarf nicht nach der Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage richtet. Haushalte verbrauchen vor allem morgens und abends Strom. Zu diesen Zeiten produziert Ihre Photovoltaikanlage nur wenig Energie. In der Mittagssonne hingegen herrscht zumeist ein Stromüberschuss.

Solarstromproduktion im Tagesverlauf
Strombedarf und Photovoltaik Stromproduktion

     Solarstromproduktion im Tagesverlauf

Selbst bei einer sehr groß dimensionierten Anlage, die die Morgen- und Abendspitzen besser bedient, steht Ihnen nachts kein Strom zur Verfügung. Es ist daher sinnvoll, den Eigenverbrauch durch einen zusätzlichen Batteriespeicher oder ein intelligentes Energiemanagement zu steigern.

5 Wege zu mehr Eigenverbrauch

Dachbelegung

Die Ausrichtung Ihrer Photovoltaikanlage ist die einfachste Möglichkeit Ihren Eigenverbrauch zu optimieren. Schon bei der Planung sollte man daher auf eine korrekte Ausrichtung der Anlage achten. Eine nach Süden ausgerichtete Anlage kann maximale Erträge erzielen. Eine Anlage mit Ost-West-Ausrichtung ist auf eine erhöhte Stromerzeugung in den Morgen- und Abendstunden ausgerichtet. Falls Sie vor allem morgens und abends Strom verbrauchen, empfiehlt sich daher die Installation einer Ost-West-Anlage. Ein Bäcker, der hauptsächlich in den Morgenstunden Strom zum Backen benötigt, würde eine Anlage mit Ost-Ausrichtung wählen, um seinen Eigenverbrauch zu steigern. Bei Anlagen auf existierenden Hausdächern ist eine optimale Ausrichtung jedoch oft nicht möglich, da die Module meist parallel zum Dach montiert werden.

Integration Wärmepumpe

Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung des Eigenverbrauchsanteils ist die Verbindung von Photovoltaikanlage und Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme und wandelt sie mittels Strom in nutzbare Wärme auf einem höheren Temperaturniveau um. Das gewonnene Warmwasser wird dann zur Warmwasserversorgung und zum Heizen verwendet, wie bei einer Gas- oder Ölheizung auch. Leitet man überschüssigen Photovoltaikstrom nun zur Wärmepumpe, wird der Strombedarf der Wärmepumpe gedeckt und der Anteil des selbstverbrauchten Solarstroms erhöht sich weiter. Obendrein verbessert sich die CO2-Bilanz Ihrer Wärmepumpe.

Integration Stromspeicher

Ein Stromspeicher ist eine entscheidende Maßnahme zur Steigerung Ihres Eigenverbrauchsanteils. Er speichert immer dann Strom aus Ihrer PV-Anlage, wenn ein Stromüberschuss herrscht, d.h. wenn mehr Strom erzeugt, als verbraucht wird.

Der Strom wird wieder vom Speicher abgegeben, wenn die Anlage weniger Strom erzeugt, als benötigt. Somit schließt ein Stromspeicher Versorgungslücken, die andernfalls durch Netzstrombezug bedient würden. Aktuell durchlaufen Speicher eine rasante Entwicklung. In den letzten Jahren waren die Preise für Stromspeicher noch so hoch, dass ihr Betrieb nicht wirtschaftlich war. Durch erhöhte Produktionszahlen und intensive Forschung sind die Preise in der letzten Zeit jedoch stark gefallen. Seit 2016 hat die Kombination Photovoltaik und Stromspeicher Netzparität erreicht, d.h. der Preis einer gespeicherten Kilowattstunde Photovoltaikstrom kostet nun weniger als der Haushaltsstrompreis von 29 ct/kWh.

Netzparität Photovoltaik Speicher

   Wirtschaftlichkeit Speicherung von PV-Strom

Gerätesteuerung

Auch die gezielte Steuerung von Haushaltsgeräten durch eine Zeitschaltuhr optimiert Ihren Eigenverbrauch. So kann man beispielsweise an der Zeitschaltuhr einstellen, dass Haushaltsgeräte gezielt eingeschaltet werden, wenn PV-Strom zur Verfügung steht. Spül- und Waschmaschinen laufen dann mittags, wenn die Sonneneinstrahlung am höchsten ist.

Intelligente Steuerung durch Energiemanagementsysteme

Ein ähnliches Konzept wird bei der intelligenten Gerätesteuerung durch Energiemanagementsysteme verfolgt, auch “Smart Home” genannt. Die Steuerung erfolgt hier jedoch vollkommen automatisiert. Verfügt Ihre Waschmaschine über einen entsprechenden Adapter, kann sie bei Stromüberschüssen aus Ihrer Photovoltaikanlage automatisch durch das Energiemanagementsystem angesteuert werden. Energiemanagementsysteme können aber noch mehr. Mithilfe von Wetterprognosen wird z.B. die Ladung des Stromspeichers so beeinflusst, dass möglichst viel vom eigenen Solarstrom genutzt werden kann. Auch kann die Wärmepumpe den Wasserspeicher überhitzen und überschüssigen Strom als Wärme speichern, wenn ansonsten alle Verbraucher mit Strom versorgt sind.

Smart Meter

Ein Bestandteil des Energiemanagementsystems ist ein Smart Meter. Ein Smart Meter ist ein intelligenter Stromzähler, der elektrische Energie erfasst und ins Kommunikationsnetz eingebunden ist. Verbrauch und Erzeugung werden im Millisekundentakt an den Wechselrichter übertragen. Verzichten Sie auf den Einbau eines Smart Meters, muss Ihre Anlage aus Gründen der Netzstabilität ab 70% der Nennleistung am Wechselrichter statisch abgeregelt werden. Es dürfen nie mehr als 70% der Nennleistung eingespeist werden. Mit einem Smart Meter hingegen wird Ihr Eigenverbrauch in Echtzeit erfasst und Sie können bis zu 100% der Nennleistung Ihrer Anlage nutzen (bei 30% Eigenverbrauch und 70% Einspeisung).

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