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Kosten und Wirtschaftlichkeit

Photovoltaik Rendite - Diese Renditen erzielen 2019 installierte Anlagen

Typische Anlagenrenditen für Photovoltaikanlagen ohne Speicher liegen 2019 bei 5 bis 8 Prozent. Eine Photovoltaikanlage ist somit deutlich rentabler als eine Geldanlage bei der Bank.

Typische Renditen für Photovoltaikanlagen

Die Rendite einer Photovoltaikanlage hängt von vielen Faktoren ab und kann stark variieren. Im Folgenden sind typische Anlagenrenditen für Photovoltaikanlagen bis 10 kWp (Inbetriebnahme 2019) dargestellt.

 4 kWp7 kWp10 kWp
ohne Stromspeicher4,43 % (30% EV*)6, 86% (30% EV)8,31% (30 EV)
mit Stromspeicher1,54% (60% EV)5,55% (60% EV)7,42% (60% EV)

*EV= Eigenverbrauch
Quelle: Renditerechner Stiftung Warentest

Hinweise zur Berechnung:

Zur Berechnung wurde der Renditerechner von Stiftung Warentest genutzt. Es wurde angenommen, dass bei der Anschaffung kein Kredit aufgenommen werden muss und dass die Regelbesteuerung gewählt wird, bei der der Anlagenbesitzer die beim Kauf gezahlte Vorsteuer erstattet bekommt im Gegenzug allerdings seine Einnahmen durch den Eigenverbrauch von Solarstrom versteuern muss. Schließlich wurde auch eine jährliche Strompreiserhöhung von 2% einbezogen.

Einflussfaktoren auf die Rendite einer Photovoltaikanlage

Investitionskosten

Die Investitionskosten nehmen den größten Einfluss auf die Anlagenrendite. Ein Kilowatt Peak Photovoltaikleistung kostet für kleine Anlagen bis 10 kWp aktuell etwa 1.300€. 

AnlagengrößeGesamtkostenGesamtkosten mit Speicher
4 kWp7.000 € – 8.000 €12.000 € – 15.000 €
5 kWp8.000 € – 8.500 €13.000 € – 16.000 €
6 kWp8.500 € – 9.500 €13.000 € – 18.000 €
7 kWp9.000 € – 11.000 €14.000 € – 21.000 €
8 kWp10.000 € – 12.000 €15.000 € – 22.000 €
9 kWp11.000 € – 14.000 €18.000 € – 25.000 €
10 kWp12.500 € – 15.000 €20.000 € – 27.000 €

Betriebskosten

Für eine realistische Renditeberechnung sind auch die jährlichen Betriebskosten einer Photovoltaikanlage einzubeziehen. Hier sind meist nur die Wartungs-  und Reparaturkosten der Anlage relevant, für die etwa 3.000€ in den ersten 20 Betriebsjahren angesetzt werden können. Auf Wunsch können Sie Ihre Anlage auch alle 1-2 Jahre reinigen lassen. Die Reinigung der Photovoltaikmodule wiegt jedoch zumeist den Ertragsvorteil nicht auf, da die Module bereits durch Regen und Schnee gereinigt werden. Ob sich eine Versicherung der Anlage lohnt, muss ebenfalls individuell entschieden werden. Es gilt die Faustregel: Je größer Ihre Anlage, desto lohnenswerter ist auch eine Versicherung.

Ertrag

Ebenso entscheidend für die Rendite ist der Ertrag Ihrer Photovoltaikanlage. Dieser ergibt sich aus Ihrer Anlagengröße und dem Standort Ihres Hauses. In Deutschland kann ein Kilowatt Peak Photovoltaik durchschnittlich 1.000 kWh Strom im Jahr erzeugen. Zu beachten ist allerdings: Anlagen in Süddeutschland erzeugen mehr Strom als Anlagen in Norddeutschland. So haben Anlagen in Baden-Württemberg und Bayern nicht selten Solarerträge von bis zu 1.300 kWh pro kWp. Anlagen in Norddeutschland hingegen produzieren in verregneten Jahren auch nur 900 kWh pro installiertes Kilowatt Peak. 

Auch die lokalen Standortbedingungen beeinflussen den Ertrag. Eine teilweise verschattete Photovoltaikanlage erzeugt deutlich weniger Strom als eine unverschattete Anlage. Die höchsten Erträge erzielt eine Photovoltaikanlage zudem bei einem Aufständerungswinkel von 30 Grad und einer Ausrichtung nach Süden. Abweichungen von diesem Optimalzustand, ob in der Neigung oder der Himmelsrichtung, haben hingegen meist keine gravierenden Auswirkungen. Lediglich die Installation einer Anlage, die überwiegend nach Norden ausgerichtet ist, sollte vermieden werden.

Eigenverbrauchsanteil

Selbstverbrauchter Solarstrom erhöht die Rendite Ihrer Solaranlage, denn eine Kilowattstunde Solarstrom kann bereits für 8 bis 12 Cent erzeugt werden. Beim Stromversorger hingegen bezahlen Sie durchschnittlich etwa 29 Cent pro Kilowattstunde. So sparen Sie mit jeder selbstverbrauchten Kilowattstunde Solarstrom zwischen 17 und 21 Cent. 

Als Besitzer einer Photovoltaikanlage ohne Speicher können Sie ca. 30% des erzeugten Solarstroms selbst nutzen (30% Eigenverbrauch). Schaffen Sie sich einen Stromspeicher an, lässt sich der Eigenverbrauch sogar auf 50 bis 80 Prozent erhöhen.

Stromkosten & Strompreissteigerungen

Zur Ermittlung Ihres absoluten finanziellen Vorteils durch den Eigenverbrauch von Solarstrom multiplizieren Sie einfach Ihren aktuellen Strompreis mit Ihrer selbstverbrauchten Strommenge.

Ersparnisse durch Eigenverbrauch = Strompreis bei Ihrem Energieversorger x selbstverbrauchte Solarstrommenge 

Da die Strompreise jährlich um durchschnittlich 1% bis 3% steigen, sollten Sie auch Strompreissteigerungen einbeziehen, die ihre Einsparungen durch Eigenverbrauch Jahr um Jahr erhöhen. Üblich ist die Annahme von 2% Strompreissteigerung pro Jahr.

Höhe der Einspeisevergütung

Auch die Höhe der Einspeisevergütung nimmt Einfluss auf die Rendite, denn der Anteil des Solarstroms, den Sie nicht selbst nutzen können, wird durch die Einspeisevergütung vergütet. Die Einspeisevergütung liegt für kleine Hausdachanlagen aktuell bei circa 10 Cent pro kWh (10,18 Cent Oktober 2019).

Angenommene Lebensdauer & Degradation

Für Renditeberechnungen wird häufig eine Anlagenlebensdauer von 20 Jahren angenommen, da danach die Einspeisevergütung ausläuft. In der Realität können Photovoltaikanlagen jedoch sogar deutlich länger betrieben werden. Das Fraunhofer Institut äußerte, es sehe kein Hindernis, wieso ein qualitativ hochwertiges Photovoltaikmodul nicht 40 Jahre oder mehr halten solle. 

Außerdem sollte auch die Degradation der Photovoltaikmodule berücksichtigt werden. Diese gibt an um wie viel Prozent sich die Leistung eines Photovoltaikmoduls pro Jahr durch Alterung reduziert. Üblicherweise wird eine jährliche Degradation zwischen -0,1% und -0,3% angenommen. Welche Degradation Sie bei Ihren Modulen akzeptieren müssen, können Sie in den Garantiebedingungen der Hersteller nachlesen.

Finanzierung der Anlage durch einen Kredit

Möchten Sie Ihre Anlage durch einen Kredit finanzieren, müssen die Zinsen des Kredits in die Renditeberechnungen einbezogen werden. Hierfür stehen spezielle Solarkredite bereit, die bei Zinsen von 2 bis 3% erhältlich sind. 

Sie benötigen einen Kredit? Unser Partner, die SKG BANK, zahlt Ihren Solarkredit bei Antragseingang bis 13 Uhr noch am selben Tag aus.

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Besteuerung

Schließlich kommt es auch darauf an, welche Besteuerungsart Sie für Ihre Photovoltaikanlage wählen. Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können Sie die beim Kauf gezahlte Mehrwertsteuer (Vorsteuer) vom Finanzamt zurückfordern. Ihre Ersparnisse durch den Eigenverbrauch an Solarstrom müssen Sie im Gegenzug allerdings versteuern. Eine andere Möglichkeit ist die Wahl der Kleinunternehmerregelung. Hier müssen sie die Mehrwertsteuer beim Kauf der Anlage zahlen. Dafür sind aber auch Ihre Einsparungen durch den Eigenverbrauch von Solarstrom steuerfrei.

Außerdem können Sie Photovoltaikanlagen in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen und abschreiben. Üblich ist eine jährliche Abschreibung über 5% der Anschaffungskosten verteilt über 20 Jahre.

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