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Wechselrichter im Test

Woher weiß ich, ob mir ein passender Wechselrichter angeboten wurde und ob der Preis angemessen ist? Wir erklären, woran Sie erkennen, ob ein Wechselrichter zu Ihrer Photovoltaikanlage passt und stellen einige beliebte Wechselrichter-Modelle vor.
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Warum ist die Auswahl des passenden Wechselrichters so entscheidend?

Der Wechselrichter hat einen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz Ihrer Photovoltaikanlage, denn er wandelt den von der Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Je effizienter der Wechselrichter arbeitet, desto mehr Solarertrag können Sie also nutzen.

Doch der Wechselrichter übernimmt noch zahlreiche weitere Aufgaben. Durch eine kontinuierliche Regelung des Maximum Power Points (MPP) wird die Leistung der Photovoltaikanlage stetig maximal gehalten. Außerdem wird der Anlagenertrag kontinuierlich überwacht und die Netzfrequenz stabil gehalten. Einige Wechselrichter verfügen sogar über ein intelligentes Energiemanagement, dass die Leistung der Photovoltaikanlage je nach Verschattung, Wetterlage und Stromverbrauch im Haus optimiert.

Wichtige Kennzahlen beim Wechselrichter Test

Wirkungsgrad

Die wohl wichtigste Kennzahl eines Wechselrichters ist der Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad von modernen Wechselrichtern ist bereits sehr hoch und liegt bei 96-98%. Wechselrichter ohne Trafo haben einen Wirkungsgrad von etwa 98%, während Wechselrichter mit Trafo etwa 96% Wirkungsgrad erreichen. Zum Vergleich sollte man nach Möglichkeit den europäischen Wirkungsgrad heranziehen, denn der europäische Wirkungsgrad ist realistischer als der ideale Wirkungsgrad, da er auch standorttypische Wetterbedingungen berücksichtigt.

Lebensdauer

Der Wechselrichter ist die kurzlebigste Komponente einer Photovoltaikanlage. Seine Lebensdauer ist auf 20 Jahre ausgelegt. Damit der Wechselrichter während der Betriebszeit der Photovoltaikanlage, die auch 30 Jahre überschreiten kann, möglichst nur einmal und bestenfalls sogar gar nicht ausgetauscht werden muss, ist die Lebensdauer des Wechselrichters ein wichtiges Auswahlkriterium. Wählen Sie einen Wechselrichter, der nicht zu knapp dimensioniert ist, erhöht sich die Lebensdauer. Auch ein kühler Standort des Wechselrichters wirkt sich positiv auf dessen Lebensdauer aus.

Anzahl der Phasen

Es gibt einphasen- und dreiphasen Wechselrichter. Heutzutage beherrschen vor allem dreiphasige Wechselrichter den Markt, da diese eine gleichmäßige Einspeisung ins Stromnetz ermöglichen. Außerdem ist der Einsatz von 3-Phasen-Wechselrichtern bei einer Anlagengröße größer 4,6 Kilovoltampere (kVA) pro Phase seit 2012 verpflichtend. Bei Einphasen-Wechselrichtern besteht die Gefahr, dass die einzelnen Haushaltsgeräte nicht gleichmäßig auf die Netzphasen verteilt werden und so Asymmetrien bei der Netzspannung entstehen.

Hybrid-Wechselrichter Ja oder Nein?

Ein Hybrid-Wechselrichter ist ein Wechselrichter mit einem internen oder externen Stromspeicher. Das bedeutet PV-Wechselrichter und Batterie-Wechselrichter sind in einem Gerät vereint. Der Vorteil: im Falle eines Stromausfalls oder im Fall von mangelndem Solarstrom, kann der Hybridwechselrichter das Haus weiterhin mit Strom versorgen. In den letzten Jahren ist der Marktanteil von Hybrid-Wechselrichtern kontinuierlich gestiegen. Ein Hybrid-Wechselrichter ist zwar vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig, vor allem wenn Sie ohnehin einen Stromspeicher installieren.

Lautstärke

Ein Wechselrichter sollte die Lautstärke von 55 Dezibel (entspricht der Lautstärke eines normalen Gesprächs) nicht überschreiten. Manche Wechselrichter erreichen sogar nur eine Lautstärke von etwa 40 DB. Am besten ist es jedoch den Wechselrichter im Keller oder im Hauswirtschaftsraum aufzustellen. So gehen Sie sicher, dass die Betriebsgeräusche des Wechselrichters nicht störend sind.

Preis-/Leistungsverhältnis

Wechselrichter kosten üblicherweise zwischen 1.000 € und 2.500€. Höherpreisige Wechselrichter haben üblicherweise einen guten Wirkungsgrad haben, sind mit vielen Speichersystemen kompatibel und verfügen über Möglichkeiten zur intelligenten Steuerung und Anlagenüberwachung. Wechselrichter, die über wenig Sonderfunktionen verfügen, sollten hingegen eher im unteren Preisspektrum liegen.

Weitere Kriterien

Neben rein technischen Kriterien, ist es auch von entscheidender Bedeutung wie benutzerfreundlich die Bedienung des Wechselrichters ist, ob vom Hersteller ein übersichtliches Monitoring-Portal bzw. ein intelligentes Energiemanagementsystem zur Verfügung gestellt wird oder ob der Wechselrichter eine hohe Betriebssicherheit bietet.

Typische Testverfahren

In den meisten Wechselrichter-Tests wird die Leistungsfähigkeit eines Wechselrichters unter normalen Betriebsbedingungen geprüft. Hierbei werden typische Einflussfaktoren wie etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftdruck variiert. Auch Betriebsparameter wie die Eingangsspannungs- und Ausgangsleistungsverhältnisse werden modifiziert.

Soll die Lebensdauer eines Wechselrichters getestet werden, wird der Wechselrichter mehrere Wochen rund um die Uhr gemeinsam mit anderen Wechselrichtern betrieben. Durch schnell wechselnde klimatische Bedingungen kann eine größere Zeitspanne simuliert werden und im Vergleich mit den anderen Wechselrichtern können so Aussagen über die Langlebigkeit getroffen werden. Möchte man die Lautstärke eines Wechselrichters testen, so muss die Lautstärke in Dezibel bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen und äußeren Einflussfaktoren gemessen werden.

Bekannte Testanbieter

Zunächst einmal führen natürlich die Wechselrichterhersteller selbst in regelmäßigen Abständen Tests ihrer Wechselrichter durch. Da die wenigsten Hersteller hierzu eigene Labore haben, wenden sie sich für die Test an professionelle Prüflabore wie die VDE Global Services Augsburg GmbH, die die Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Wechselrichtern analysiert oder die Intertek Holding Deutschland GmbH, die die Prüfung und Zertifizierung aller Inverter-Typen und -Größen gemäß internationaler Sicherheitsnormen übernimmt.

Außerdem gibt es einige unabhängige Anbieter für Wechselrichter-Tests. Stiftung Warentest etwa prüfte 2006 gängige Wechselrichter. Das Fachmagazin Photon testet ebenfalls in regelmäßigen Abständen zwei Wechselrichter unter Laborbedingungen.

Aktuelle Wechselrichter im Test bei Wegatech

Auch wenn wir hier keinen Test unter Laborbedingungen durchführen können, haben wir drei der aktuell beliebtesten Wechselrichter im Folgenden näher untersucht.

SMA Sunny Tripower

Der Sunny Tripower ist, wie der Name bereits andeutet, ein dreiphasiger Wechselrichter. Der europäische Wirkungsgrad des Sunny Tripower ist sehr hoch und liegt je nach Modell zwischen 96,5 und 97,6%. Der Wechselrichter erfüllt alle Anforderungen an einen modernen Wechselrichter: er ist leicht bedien- und installierbar und lässt sich per Online-Monitoring überwachen. Sonderfunktionen wie etwa Intelligentes Energiemanagement oder ein Stromspeicher sind jedoch nicht im Wechselrichter integriert und müssen zugekauft werden.

Somit ist der Sunny Tripower zwar ein zuverlässiger und effizienter Wechselrichter, sticht jedoch auch nicht durch seinen Funktionsumfang aus der Masse. Dafür bietet SMA als deutscher Hersteller einen ausgezeichneten Kundenservice. Die jahrelange Erfahrung am Markt und die Position als einer der führenden Wechselrichterhersteller weltweit schaffen zusätzlich Vertrauen in die Marke SMA.

Fronius Symo Hybrid

Der Fronius Symo Hybrid ist ein Hybrid-Wechselrichter, der Batterieladegerät, Batteriewechselrichter, Hybridwechselrichter, intelligentes Energiemanagement und Anlagen-Monitoring in einem Gerät vereint. Wie der Sunny Tripower ist auch der Fronius Symo Hybrid dreiphasig. Der europäische Wirkungsgrad des Wechselrichters liegt bei 95,2%. Somit ist der Wechselrichter nicht ganz so effektiv wie der Sunny Tripower. Dennoch ist die Effizienz des Wechselrichters immer noch sehr gut. Der Batteriespeicher kann AC, DC oder AC & DC gekoppelt werden. Insgesamt ist der Fronius Symo Hybrid ein hochwertiges Wechselrichtermodell, dass für einen hohen Photovoltaik Eigenverbrauch und gute Anlagenrenditen steht.

Kostal PLENTICORE plus

Der Kostal Plenticore plus ist einer effizientesten Wechselrichter am Markt. In Kombination mit der BYD B-Box war der Kostal Plenticore plus in der HTW-Speicherstudie 2018 sogar das effizienteste Speichersystem und erreichte einen System Performance Index (SPI) von 91,4%. Als dreiphasiger Hybrid-Wechselrichter mit intelligentem Energiemanagement, das sogar ein selbstlernendes Schattenmanagement beinhaltet, erfüllt der Wechselrichter höchste Standards. Ein Vorteil des Kostal Plenticore ist außerdem seine Kompatibilität mit diversen Hochvoltbatterien.

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