Ölheizung – Diese Förderung erhalten Sie beim Austausch

ARNE GONSCHOR

AKTUALISIERT AM: 08.07.2021

ARNE GONSCHOR
AKTUALISIERT AM: 08.07.2021

Ölheizungen sind besonders klimaschädlich und haben die höchsten C02-Emissionen pro erzeugter Kilowattstunde Wärme. Daher fördert der Bund den Tausch einer Ölheizung gegen ein klimafreundlicheres Heizsystem. Wir erklären, welche Förderung Sie erhalten und wie das Antragsverfahren abläuft.

Alter weißer Heizkörper auf dem Sperrmüll

Wie hoch ist die Förderung?

Seit dem 01.01.2020 wird der Austausch einer Ölheizung mit einer Prämie gefördert.

Ersetzen Sie Ihre Ölheizung durch eine Heizung, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird, erhalten Sie eine Prämie von 45% der Investitionskosten. Als vollständig erneuerbare Heizungen gelten zum Beispiel Wärmepumpen oder Pelletheizungen. Auch reine Solaranlagen, die mit einem Saisonspeicher betrieben werden, fallen in diese Gruppe.

Beim Austausch der Ölheizung gegen eine Gashybridheizung, beträgt die Austauschprämie noch 40% der Investitionskosten. Dies setzt allerdings voraus, dass ein Erneuerbarer Anteil von mindestens 25% erreicht wird. Meist wird dieser Anteil über die Einbindung einer kleinen Solarthermieanlage erreicht.

Da die Förderung je nach gewähltem Heizsystem sehr hoch ausfallen kann, ist sie bei Wohngebäuden auf 50.000 € pro Wohneinheit gedeckelt.

Auf welche Kosten kann die Prämie angerechnet werden?

Die Prämie wird auf die Anschaffungskosten, sowie auf die damit verbundenen Kosten für Installation und Inbetriebnahme gewährt. Kosten, die für Deinstallation und Entsorgung der alten Heizung anfallen, können ebenfalls auf die Prämie angerechnet werden. Grundsätzlich können alle Maßnahmen einbezogen werden, die im Zusammenhang mit der Anschaffung und Installation der neuen Heizung entstehen.

Wann muss ich den Förderantrag stellen?

Sie müssen die Prämie vor Vorhabensbeginn beantragen. Als Vorhabensbeginn zählt der Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages. Das heißt Sie müssen die Prämie beantragen, bevor Sie Ihren Installationsbetrieb mit Umsetzung beauftragen.

Planungsleistungen dürfen allerdings bereits vor der Antragstellung erbracht werden. Damit die exakte Höhe Ihrer Prämie ermittelt werden kann, sollten Sie sich vor Antragstellung einen Kostenvoranschlag für Ihre Heizung ausstellen lassen.

Ablauf der Antragstellung

1. Kostenvoranschlag vom Installationsbetrieb einholen

Im ersten Schritt nehmen Sie Kontakt zu einem Installationsbetrieb Ihrer Wahl auf und lassen sich einen individuellen Kostenvoranschlag für Ihre neue Heizung erstellen.

2. Förderantrag bei der Bafa stellen

Anschließend können Sie Ihren Förderantrag bei der BAFA einreichen. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung der Förderung und helfen Ihnen die nötigen Unterlagen zusammenzustellen.

3. Förderung erhalten

Die Förderung wird Ihnen direkt auf Ihr Konto überwiesen.

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