Aus diesen Gründen sollten Sie Ihre Solaranlage niemals selbst anschließen


Die Solaranlage selbst anschließen und so Kosten sparen – für manche klingt das nach einer guten Idee. Doch die Montage einer Solaranlage ist nicht nur mit erheblichen Risiken verbunden, sondern setzt auch umfassendes Fachwissen voraus.

Elektriker von Wegatech testen die Spannung und den Widerstand des Solarstroms

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In Kürze: Das spricht gegen die Selbstmontage der Solaranlage

Auch wenn einige Tutorials auf YouTube und Anleitungen in Heimwerker-Foren das Gegenteil behaupten: Die eigenständige Montage einer Solaranlage ist keine gute Idee. Die möglicherweise eingesparten Kosten (die Montage macht nur ca. 15% der gesamten Anlagenkosten aus) stehen hier in keinem Verhältnis zu den Risiken und Gefahren, die eine nicht fachgerechte Installation mit sich bringt. Aber auch aus den folgenden Gründen raten wir dringend davon ab, eine Solaranlage selbst anzuschließen:

  1. Bei der Installation einer Solaranlage wird mit Spannungen von bis 1.000 Volt gearbeitet. Ein Stromschlag mit einer solche Spannung endet für Menschen im Normalfall tödlich.
  2. Kommt es in Folge einer selbst durchgeführten Montage zu Schäden an der Solaranlage oder dem Haus, können Geschädigte in der Regel keinen Versicherungsanspruch mehr geltend machen. Gleiches gilt für mögliche Garantieleistungen der Hersteller.
  3. Hausbesitzer*innen sind keineswegs dazu verpflichtet, für die Installation der Solaranlage einen Fachbetrieb zu engagieren. Anders sieht es beim Anschluss der Anlage an das Stromnetz aus. Dieser Schritt kann ausschließlich von zertifizierten Elektroinstallateuren durchgeführt werden.
  4. Die korrekte Montage einer Solaranlage hängt von vielen Faktoren ab. Entsprechend können schon kleine Fehler dazu führen, dass sich der Solarertrag der Anlage vermindert.

Grund 1 – Gefahr für die eigene Gesundheit

Wenn Hausbesitzer*innen eine Solaranlage in Eigenregie anschließen möchten, setzen sie sich einem erheblichen gesundheitlichen Risiko aus. Das hat vor allem zwei Gründe: Zum Einen weisen Solaranlagen, die zur Stromerzeugung auf Häusern installiert werden, eine Spannung von bis zu 1.000 Volt auf. Kommt es im Zuge der Installation zu einem Stromschlag mit einer solchen Spannung, kann das tödliche Folgen haben.

Zum anderen besteht bei der falschen Montage einer Solaranlage jederzeit die Gefahr eines Kurzschlusses. Ein solcher Kurzschluss kann im schlimmsten Fall zu einem Brand führen, der den Dachstuhl oder sogar das gesamte Haus niederbrennt. Des Weiteren ist es von vornherein nicht ratsam, ohne entsprechende Sicherung oder Ausbildung auf das eigene Hausdach zu steigen, da ein Sturz aus solcher Höhe schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen kann.

Grund 2 – Verlust von Versicherungsschutz und Garantieanspruch

Die Selbstmontage einer Solaranlage birgt jedoch nicht nur gesundheitliche, sondern auch erhebliche finanzielle Risiken. Das liegt daran, dass bei so gut wie allen Versicherern der Versicherungsschutz für die Anlage und auch das Haus erlischt, wenn die Solaranlage eigenständig angeschlossen wird. Grund dafür ist vor allem die komplexe Elektronik, die bei falscher Verkabelung Brände und andere Komplikationen mit sich bringen kann.

Aber nicht nur der Versicherungsschutz, sondern auch der Anspruch auf Garantieleistungen kann durch die Eigenmontage selbst einzelner Anlagenkomponenten entfallen. In diesem Fall müssten Hausbesitzer*innen für jede Reparatur und jedes Ersatzteil selbst finanziell aufkommen. Das macht einen wirtschaftlichen Betrieb der Solaranlage quasi unmöglich.

Grund 3 – Anschluss ans Stromnetz nur durch Elektroinstallateur

In Deutschland gibt es derzeit kein Gesetz, dass Hausbesitzer*innen dazu verpflichtet, ihre Solaranlage durch Dritte installieren zu lassen. Doch selbst wenn Sie sich entgegen aller Risiken für eine Selbstmontage entscheiden, ist spätestens beim Anschluss der Anlage an das öffentliche Stromnetz erst einmal Schluss. Dieser Schritt kann und darf nämlich ausschließlich von einem zertifizierten und registrierten Elektroinstallateur durchgeführt werden. 

Außerdem kann das örtliche Energieversorgungsunternehmen (EVU) gewisse Regeln für die Inbetriebnahme der Solaranlage aufstellen. In den meisten Fällen sind die lokalen Fachbetriebe mit diesen Regeln bereits vertraut, sodass sich Hausbesitzer*innen damit nicht mehr auseinandersetzen müssen.

Grund 4 – Niedrigere Erträge durch Selbstmontage

Eine Solaranlage wandelt einfallendes Sonnenlicht in nutzbaren Strom um. Wie viel Solarstrom tatsächlich produziert wird, hängt letztendlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem der Neigungswinkel des Daches und die korrekte Ausrichtung der Module, sowie die Dimensionierung der Anlage selbst. All diese Umstände werden vor der Installation einer Solaranlage im Normalfall durch einen Fachbetrieb analysiert, um einen optimalen Anlageertrag zu garantieren. Entscheiden sich Hausbesitzer*innen jedoch dazu, die Solaranlage selbst zu planen und anzuschließen, kann es zu spürbaren Ertragsverlusten kommen.

Solaranlage durch Fachbetrieb anschließen lassen

Eine Solaranlage selbst anzuschließen birgt diverse Risiken. Deshalb sollten Sie Ihre Anlage in allen Fällen durch einen qualifizierten Fachbetrieb wie Wegatech installieren lassen. So stellen Sie sicher, dass bei der Montage niemand zu Schaden kommt und Ihre Anlage über Jahre hinweg zuverlässig Solarstrom produziert. Wir von Wegatech achten dabei von der Planung bis zum Anschluss Ihrer Solaranlage stets auf höchste Sicherheit, einen reibungslosen Ablauf und transparente Kommunikation. 

Die Ausnahme: Mini-Solaranlagen für den Balkon

Die einzige Ausnahme von dieser Regel bilden Mini-Solaranlagen für den heimischen Gebrauch. Solche sogenannten “Plug-in”-Anlagen lassen sich ganz einfach auf dem Balkon oder im Garten aufbauen und per Kabel an die Haushaltssteckdose anschließen. Dafür sind aufgrund der deutlich geringeren Spannung und der simplen Elektronik keine fachspezifischen Kenntnisse notwendig. Allerdings lassen sich mit einer Mini-Solaranlage nur wenige Prozent des jährlichen Stromverbrauchs mit selbst produziertem Solarstrom decken. Eine große Dachanlage ersetzen solche Balkonanlagen dementsprechend nicht.

Fazit: Deshalb sollten Sie Ihre Solaranlage nicht selbst anschließen

Mit einer eigenen Solaranlage machen sich Hausbesitzer*innen unabhängig von steigenden Strompreisen. Gleichzeitig tragen sie mit ihrem selbst produzierten Solarstrom einen Teil zur Energiewende bei. Trotz konstant sinkender Kosten ist die Anschaffung einer Solaranlage jedoch immer noch mit gewissen Anschaffungskosten verbunden. Um diese zu senken, spielen Hausbesitzer*innen immer wieder mit dem Gedanken, ihre Solaranlage in Eigenregie anzuschließen. Das ist definitiv keine gute Idee!

Die Eigenmontage der Solaranlage ist nämlich mit erheblichen gesundheitlichen und finanziellen Risiken verbunden. Im schlimmsten Fall kann es bei einem nicht fachgerechten Anschluss der Komponenten sogar zu einem tödlichen Stromschlag oder einem Brand der Solaranlage kommen. Lassen Sie Ihre Solaranlage deshalb immer durch einen Fachbetrieb wie Wegatech planen und anschließen.

Eigene Solaranlage von Wegatech planen und anschließen lassen

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