Neue Heizung finanzieren – KfW 261/262, BEG-Förderung und Wärmecontracting


Der Kauf einer neuen Heizung ist erst einmal mit hohen Kosten verbunden. In den meisten Fällen rechnet sich die Investition jedoch schon nach wenigen Jahren im Betrieb – sowohl für Sie als auch für die Umwelt. Das gilt insbesondere, wenn Sie Ihre neue Heizung kostengünstig finanzieren. 

Die neue Heizung finanzieren – Lohnt sich das?

Viele Hausbesitzer*innen schieben den Kauf einer neuen Heizungsanlage jahrelang vor sich her. Zu große Auswahl, zu viele bürokratische Hürden, aber vor allem zu hohe Anschaffungskosten – so die häufigsten Begründungen. Dabei können Hausbesitzer*innen durch den Austausch ihrer alten Heizungsanlage nicht nur eine Menge Heizkosten sparen, sondern auch aktiv das Klima schützen. Das gilt insbesondere, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundliche Heizung wie der Wärmepumpe ersetzen. 

Nichtsdestotrotz ist die Anschaffung einer neuen Heizung natürlich erst einmal mit hohen Kosten verbunden. Je nach Heizsystem und Größe der Anlage reichen diese von wenigen tausend Euro für einen Gasbrennwertkessel bis hin zu niedrigen fünfstelligen Beträgen für eine Pellet- oder Brennstoffzellenheizung.

Für die Finanzierung einer neuen Heizung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese reichen von zinsgünstigen Krediten über staatliche Förderprogramme bis hin zur unkomplizierten Miete einer Heizung. So können Hausbesitzer*innen die diversen Annehmlichkeiten ihrer neuen Heizung genießen, ohne sich allzu große Sorgen um die hohen Anschaffungskosten zu machen. Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten einmal genauer vor:

Art der FinanzierungMögliche Höhe der Finanzierung
BEG-FörderungÜbernahme der Investitionskosten30 bis 70 % der Investitionskosten
KfW 261,262Wohngebäude-Kredit mit TilgungszuschussBis zu 150.000 € Kreditvolumen und bis zu 37.500 € Tilgungszuschuss
WärmecontractingRatenzahlung100 bis 300 Euro Ratenzahlung pro Monat

Förderung nach dem GEG 2024

Seit Anfang des Jahres gilt die Novelle der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), welche unter anderem die Förderung von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizung neu regelt. Die neue Förderung setzt sich aus einer Grundförderung, einem Geschwindigkeitsbonus, einem Effizienz- und einem einkommensabhängigen Bonus zusammen. Je nach Heizungsart, Zeitpunkt des Austauschs und Haushaltseinkommen kann sich die Förderung so auf bis zu 85 % der Anschaffungskosten summieren. Der Fördersatz ist jedoch auf maximal 70 % begrenzt; die maximal förderfähige Summe liegt bei 30.000 €.

*sinkt ab 2029 auf 17 %; gilt nicht für Pelletheizungen, die als alleiniges Heizsystem eingebaut werden.

KfW 261,262: Wohngebäude-Kredit mit Tilgungszuschuss

Mit einer neuen Heizung sinken nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde. Besonders regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Solarthermie verursachen dabei nur einen Bruchteil der Emissionen, die beispielsweise alte Ölheizungen ausstoßen. Dementsprechend hat auch der Staat ein großes Interesse daran, den Kauf dieser nachhaltigen Heizsysteme zu finanzieren. Dafür zuständig ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit ihrem Programm 261,262 den Neubau sowie die Sanierung von KfW-Effizienzhäusern unterstützt. Im Rahmen einer solchen Sanierung lassen sich auch Einzelmaßnahmen wie beispielsweise der Einbau einer neuen Heizung kostengünstig finanzieren.

Zielgruppe

  - Wohnimmobilie bauen oder sanieren

 -Sanierte oder neue Wohnimmobilie kaufen

- Contracting-Geber

zinsgünstiger Kredit

enthalten

effektiver Jahreszins

ab 0,24 %

Zinsbindung

10 Jahre

Kreditlaufzeit

  4-30 Jahre

Kredithöhe

bis zu 150.000€ je Wohneinheit für ein Effizienzhaus

maximaler Tilgungszuschuss

4 % bis 45 %

Wärmecontracting: Heizung mieten statt kaufen

Durch die Finanzierung der Heizung über einen KfW-Kredit oder die BEG-Förderung können sich Hausbesitzer*innen mehrere Tausend Euro Investitionskosten sparen. Trotz allem kann es natürlich passieren, dass auch die verbliebenen Kosten nicht auf einen Schlag bezahlt werden können. In diesem Fall kann es Sinn machen, die neue Heizung über das sogenannte Wärmecontracting zu finanzieren.

Unter dem Begriff Wärmecontracting versteht man die Miete einer gesamten Heizungsanlage über eine Dauer von etwa 10 bis 15 Jahren. Während dieser Laufzeit zahlen Hausbesitzer*innen einen festen monatlichen Betrag – meist zwischen 100 und 300 Euro – an den sogenannten Contractor (also den Heizungsanbieter). Im Gegenzug erhalten sie eine vollständige Heizungsanlage inklusive Montage und etwaiger Reparaturen. Nach Ablauf des Vertrags haben Hausbesitzer*innen dann oftmals die Möglichkeit, die Heizungsanlage gegen einen geringen Restbetrag zu übernehmen.

Prinzip des Wärmecontracting

Gut zu wissen: Auch wir von Wegatech bieten die Miete von klimafreundlichen Wärmepumpen an. Damit wollen wir so vielen Hausbesitzer*innen wie möglich einen sorgenfreien und kostengünstigen Umstieg auf nachhaltige Wärme ermöglichen. 

Günstige Wärme dank Heizungsfinanzierung

Fast 70 % aller Haushalte in Deutschland heizen noch immer mit fossilen Brennstoffen. Gleichzeitig ist etwa jede dritte Heizungsanlage schon 20 Jahre oder länger mehr im Betrieb. In den kommenden Jahren werden also mehr und mehr Hausbesitzer*innen vor der Frage stehen: Welches Heizsystem versorgt mich in Zukunft kostengünstig und zuverlässig mit Wärme? Und wie kann ich den Kauf meiner neuen Heizung bestmöglich finanzieren?

Die Antwort ist eigentlich relativ simpel. Wer auch in Zukunft kostengünstig und vor allem unabhängig heizen möchte, sollte unbedingt auf regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Pelletheizung setzen. Diese sind zwar noch etwas teurer in der Anschaffung, dafür aber auch günstiger im Betrieb und deutlich weniger anfällig für immer schneller steigende Rohstoffpreise. Den Kauf ihrer neuen Heizung können Hausbesitzer*innen dabei ganz einfach über einen die BEG-Förderung finanzieren. Wird das Haus zum Effizienzhaus saniert, ist auch ein Kredit der KfW verfügbar. Sollten die Investitionskosten trotz Finanzierung weiterhin zu hoch sein, bleibt außerdem noch die Möglichkeit des sogenannten Wärmecontractings. In diesem Fall finanzieren Hausbesitzer*innen ihre neue Heizung, indem sie eine vollständige Heizungsanlage für eine monatliche Rate mieten, statt diese für mehrere tausend Euro zu kaufen. 

Hinweis: Die Inhalte des Artikels wurden nach sorgfältiger Recherche zusammengetragen. Trotzdem können sich die Gesetze stetig ändern. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Wegatech bezüglich der in diesem Dokument getroffenen Aussagen keine Haftung übernehmen kann.

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