Neue Heizung finanzieren – KfW 261/262, BAFA-Förderung und Wärmecontracting

ARNE GONSCHOR

AKTUALISIERT AM: 07.03.2022

ARNE GONSCHOR
AKTUALISIERT AM: 07.03.2022

Der Kauf einer neuen Heizung ist erst einmal mit hohen Kosten verbunden. In den meisten Fällen rechnet sich die Investition jedoch schon nach wenigen Jahren im Betrieb – sowohl für Sie als auch für die Umwelt. Das gilt insbesondere, wenn Sie Ihre neue Heizung kostengünstig finanzieren. 

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Die neue Heizung finanzieren – Lohnt sich das?

Viele Hausbesitzer schieben den Kauf einer neuen Heizungsanlage jahrelang vor sich her. Zu große Auswahl, zu viele bürokratische Hürden, aber vor allem zu hohe Anschaffungskosten – so die häufigsten Begründungen. Dabei können Hausbesitzer durch den Austausch ihrer alten Heizungsanlage nicht nur eine Menge Heizkosten sparen, sondern auch aktiv das Klima schützen. Das gilt insbesondere, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundliche Heizung wie der Wärmepumpe ersetzen. 

Nichtsdestotrotz ist die Anschaffung einer neuen Heizung natürlich erst einmal mit hohen Kosten verbunden. Je nach Heizsystem und Größe der Anlage reichen diese von wenigen tausend Euro für einen Gasbrennwertkessel bis hin zu niedrigen fünfstelligen Beträgen für eine Pellet- oder Brennstoffzellenheizung.

Für die Finanzierung einer neuen Heizung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese reichen von zinsgünstigen Krediten über staatliche Förderprogramme bis hin zur unkomplizierten Miete einer Heizung. So können Hausbesitzer die diversen Annehmlichkeiten ihrer neuen Heizung genießen, ohne sich allzu große Sorgen um die hohen Anschaffungskosten zu machen. Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten einmal genauer vor:

Art der FinanzierungMögliche Höhe der Finanzierung
KfW 261,262Wohngebäude-Kredit mit TilgungszuschussBis zu 150.000 € Kreditvolumen und bis zu 75.000 € Tilgungszuschuss
BAFA-FörderungÜbernahme der Investitionskosten20 bis 50 Prozent der Investitionskosten
WärmecontractingRatenzahlung100 bis 300 Euro Ratenzahlung pro Monat

KfW 261,262: Wohngebäude-Kredit mit Tilgungszuschuss

Mit einer neuen Heizung sinken nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde. Besonders regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Solarthermie verursachen dabei nur einen Bruchteil der Emissionen, die beispielsweise alte Ölheizungen ausstoßen. Dementsprechend hat auch der Staat ein großes Interesse daran, den Kauf dieser nachhaltigen Heizsysteme zu finanzieren. Dafür zuständig ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit ihrem Programm 261,262 den Neubau sowie die Sanierung von KfW-Effizienzhäusern unterstützt. Im Rahmen einer solchen Sanierung lassen sich auch Einzelmaßnahmen wie beispielsweise der Einbau einer neuen Heizung kostengünstig finanzieren.

Gut zu wissen: Aktuell werden die Förderkonditionen des KfW-Programms überarbeitet und sind deshalb bis auf weiteres nicht verfügbar. Eine zeitnahe Wiederaufnahme wird jedoch angestrebt.

Zielgruppe

  Alle die eine Wohnimmobilie bauen oder sanieren, eine sanierte oder neue Wohnimmobilie kaufen oder Contracting-Geber sind

zinsgünstiger Kredit

enthalten

effektiver Jahreszins

ab 1,97%

Zinsbindung

10 Jahre

Kreditlaufzeit

  4-30 Jahre

Kredithöhe

bis zu 150.000€ je Wohneinheit für ein Effizienzhaus

bis zu 60.000€ Kredit je Wohneinheit für Einzelmaßnahmen

maximaler Tilgungszuschuss

  bis zu 75.000€ 

BAFA-Förderung: Bis zu 55% Investitionskosten sparen

Eine weitere Möglichkeit, die neue Heizung zu finanzieren, ist die sogenannte BAFA-Förderung (BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst die BAFA damit den Kauf einer neuen Heizung mit bis zu 50% der Investitionskosten. Die genaue Höhe der Förderung hängt dabei sowohl vom alten als auch vom neuen Heizsystem ab. So erhalten Hausbesitzer für eine neue Gas-Hybridheizung beispielsweise 20-30% der Investitionskosten als Zuschuss. Bei einer Wärmepumpe sind es schon 35% und bei einer neuen Pelletheizung sogar 35-40%. 

Ersetzt das neue Heizsystem obendrein noch eine alte Ölheizung, werden weitere 10% der Anschaffungskosten von der BAFA übernommen. Zu guter Letzt erhalten Hausbesitzer weitere 5% Förderung, wenn die neue Heizung im Rahmen eines BAFA-Sanierungsplans verbaut wird. 

Gut zu wissen: Die Finanzierung der BAFA gilt ausschließlich für den Heizungsaustausch in Bestandsgebäuden.

Wärmecontracting: Heizung mieten statt kaufen

Durch die Finanzierung der Heizung über einen KfW-Kredit oder die BAFA-Förderung können sich Hausbesitzer mehrere Tausend Euro Investitionskosten sparen. Trotz allem kann es natürlich passieren, dass auch die verbliebenen Kosten nicht auf einen Schlag bezahlt werden können. In diesem Fall kann es Sinn machen, die neue Heizung über das sogenannte Wärmecontracting zu finanzieren.

Unter dem Begriff Wärmecontracting versteht man die Miete einer gesamten Heizungsanlage über eine Dauer von etwa 10 bis 15 Jahren. Während dieser Laufzeit zahlen Hausbesitzer einen festen monatlichen Betrag – meist zwischen 100 und 300 Euro – an den sogenannten Contractor (also den Heizungsanbieter). Im Gegenzug erhalten sie eine vollständige Heizungsanlage inklusive Montage und etwaiger Reparaturen. Nach Ablauf des Vertrags haben Hausbesitzer dann oftmals die Möglichkeit, die Heizungsanlage gegen einen geringen Restbetrag zu übernehmen.

Prinzip des Wärmecontracting

Gut zu wissen: Auch wir von Wegatech bieten die Miete von klimafreundlichen Wärmepumpen an. Damit wollen wir so vielen Hausbesitzer wie möglich einen sorgenfreien und kostengünstigen Umstieg auf nachhaltige Wärme ermöglichen. 

Günstige Wärme dank Heizungsfinanzierung

Fast 70% aller Haushalte in Deutschland heizen noch immer mit fossilen Brennstoffen. Gleichzeitig ist etwa jede dritte Heizungsanlage schon 20 Jahre oder länger mehr im Betrieb. In den kommenden Jahren werden also mehr und mehr Hausbesitzer vor der Frage stehen: Welches Heizsystem versorgt mich in Zukunft kostengünstig und zuverlässig mit Wärme? Und wie kann ich den Kauf meiner neuen Heizung bestmöglich finanzieren?

Die Antwort ist eigentlich relativ simpel. Wer auch in Zukunft kostengünstig und vor allem unabhängig heizen möchte, sollte unbedingt auf regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Pelletheizung setzen. Diese sind zwar noch etwas teurer in der Anschaffung, dafür aber auch günstiger im Betrieb und deutlich weniger anfällig für immer schneller steigende Rohstoffpreise. Den Kauf ihrer neuen Heizung können Hausbesitzer dabei ganz einfach über einen Kredit der KfW oder die Förderung der BAFA finanzieren. Sollten die Investitionskosten trotz Finanzierung weiterhin zu hoch sein, bleibt außerdem noch die Möglichkeit des sogenannten Wärmecontractings. In diesem Fall finanzieren Hausbesitzer ihre neue Heizung, indem sie eine vollständige Heizungsanlage für eine monatliche Rate mieten, statt diese für mehrere tausend Euro zu kaufen. 

Wärmepumpe planen und kostengünstig finanzieren

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