Neue Heizung finanzieren – KfW 261/262, BAFA-Förderung und Wärmecontracting

ARNE GONSCHOR

AKTUALISIERT AM: 08.08.2022

ARNE GONSCHOR
AKTUALISIERT AM: 08.08.2022

Der Kauf einer neuen Heizung ist erst einmal mit hohen Kosten verbunden. In den meisten Fällen rechnet sich die Investition jedoch schon nach wenigen Jahren im Betrieb – sowohl für Sie als auch für die Umwelt. Das gilt insbesondere, wenn Sie Ihre neue Heizung kostengünstig finanzieren. 

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Die neue Heizung finanzieren – Lohnt sich das?

Viele Hausbesitzer schieben den Kauf einer neuen Heizungsanlage jahrelang vor sich her. Zu große Auswahl, zu viele bürokratische Hürden, aber vor allem zu hohe Anschaffungskosten – so die häufigsten Begründungen. Dabei können Hausbesitzer durch den Austausch ihrer alten Heizungsanlage nicht nur eine Menge Heizkosten sparen, sondern auch aktiv das Klima schützen. Das gilt insbesondere, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundliche Heizung wie der Wärmepumpe ersetzen. 

Nichtsdestotrotz ist die Anschaffung einer neuen Heizung natürlich erst einmal mit hohen Kosten verbunden. Je nach Heizsystem und Größe der Anlage reichen diese von wenigen tausend Euro für einen Gasbrennwertkessel bis hin zu niedrigen fünfstelligen Beträgen für eine Pellet- oder Brennstoffzellenheizung.

Für die Finanzierung einer neuen Heizung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese reichen von zinsgünstigen Krediten über staatliche Förderprogramme bis hin zur unkomplizierten Miete einer Heizung. So können Hausbesitzer die diversen Annehmlichkeiten ihrer neuen Heizung genießen, ohne sich allzu große Sorgen um die hohen Anschaffungskosten zu machen. Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten einmal genauer vor:

Art der FinanzierungMögliche Höhe der Finanzierung
BAFA-FörderungÜbernahme der Investitionskosten10 bis 40 Prozent der Investitionskosten
KfW 261,262Wohngebäude-Kredit mit TilgungszuschussBis zu 150.000 € Kreditvolumen und bis zu 37.500 € Tilgungszuschuss
WärmecontractingRatenzahlung100 bis 300 Euro Ratenzahlung pro Monat

BEG-Förderung: Bis zu 40 % Investitionskosten sparen

Eine Möglichkeit, die neue Heizung zu finanzieren, ist die sogenannte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die über die BAFA (BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) beantragt wird. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst die BAFA damit den Kauf einer neuen Heizung mit bis zu 40 % der Investitionskosten. Die genaue Höhe der Förderung hängt dabei sowohl vom alten als auch vom neuen Heizsystem ab. So erhalten Hausbesitzer für eine neue Pelletheizung beispielsweise 10-20 % der Investitionskosten als Zuschuss. Bei einer Solarthermieanlage sind es schon 25 % und bei einer neuen Wärmepumpe sogar 25-40 %. 

Gut zu wissen: Die Finanzierung der BAFA gilt ausschließlich für den Heizungsaustausch in Bestandsgebäuden.

KfW 261,262: Wohngebäude-Kredit mit Tilgungszuschuss

Mit einer neuen Heizung sinken nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde. Besonders regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Solarthermie verursachen dabei nur einen Bruchteil der Emissionen, die beispielsweise alte Ölheizungen ausstoßen. Dementsprechend hat auch der Staat ein großes Interesse daran, den Kauf dieser nachhaltigen Heizsysteme zu finanzieren. Dafür zuständig ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit ihrem Programm 261,262 den Neubau sowie die Sanierung von KfW-Effizienzhäusern unterstützt. Im Rahmen einer solchen Sanierung lassen sich auch Einzelmaßnahmen wie beispielsweise der Einbau einer neuen Heizung kostengünstig finanzieren.

Zielgruppe

  Alle die eine Wohnimmobilie bauen oder sanieren, eine sanierte oder neue Wohnimmobilie kaufen oder Contracting-Geber sind

zinsgünstiger Kredit

enthalten

effektiver Jahreszins

ab 0,01%

Zinsbindung

10 Jahre

Kreditlaufzeit

  4-30 Jahre

Kredithöhe

bis zu 150.000€ je Wohneinheit für ein Effizienzhaus

maximaler Tilgungszuschuss

  bis zu 37.500€ 

Wärmecontracting: Heizung mieten statt kaufen

Durch die Finanzierung der Heizung über einen KfW-Kredit oder die BAFA-Förderung können sich Hausbesitzer mehrere Tausend Euro Investitionskosten sparen. Trotz allem kann es natürlich passieren, dass auch die verbliebenen Kosten nicht auf einen Schlag bezahlt werden können. In diesem Fall kann es Sinn machen, die neue Heizung über das sogenannte Wärmecontracting zu finanzieren.

Unter dem Begriff Wärmecontracting versteht man die Miete einer gesamten Heizungsanlage über eine Dauer von etwa 10 bis 15 Jahren. Während dieser Laufzeit zahlen Hausbesitzer einen festen monatlichen Betrag – meist zwischen 100 und 300 Euro – an den sogenannten Contractor (also den Heizungsanbieter). Im Gegenzug erhalten sie eine vollständige Heizungsanlage inklusive Montage und etwaiger Reparaturen. Nach Ablauf des Vertrags haben Hausbesitzer dann oftmals die Möglichkeit, die Heizungsanlage gegen einen geringen Restbetrag zu übernehmen.

Prinzip des Wärmecontracting

Gut zu wissen: Auch wir von Wegatech bieten die Miete von klimafreundlichen Wärmepumpen an. Damit wollen wir so vielen Hausbesitzer wie möglich einen sorgenfreien und kostengünstigen Umstieg auf nachhaltige Wärme ermöglichen. 

Günstige Wärme dank Heizungsfinanzierung

Fast 70% aller Haushalte in Deutschland heizen noch immer mit fossilen Brennstoffen. Gleichzeitig ist etwa jede dritte Heizungsanlage schon 20 Jahre oder länger mehr im Betrieb. In den kommenden Jahren werden also mehr und mehr Hausbesitzer vor der Frage stehen: Welches Heizsystem versorgt mich in Zukunft kostengünstig und zuverlässig mit Wärme? Und wie kann ich den Kauf meiner neuen Heizung bestmöglich finanzieren?

Die Antwort ist eigentlich relativ simpel. Wer auch in Zukunft kostengünstig und vor allem unabhängig heizen möchte, sollte unbedingt auf regenerative Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Pelletheizung setzen. Diese sind zwar noch etwas teurer in der Anschaffung, dafür aber auch günstiger im Betrieb und deutlich weniger anfällig für immer schneller steigende Rohstoffpreise. Den Kauf ihrer neuen Heizung können Hausbesitzer dabei ganz einfach über einen die Förderung der BAFA finanzieren. Wird das Haus zum Effizienzhaus saniert, ist auch ein Kredit der KfW verfügbar. Sollten die Investitionskosten trotz Finanzierung weiterhin zu hoch sein, bleibt außerdem noch die Möglichkeit des sogenannten Wärmecontractings. In diesem Fall finanzieren Hausbesitzer ihre neue Heizung, indem sie eine vollständige Heizungsanlage für eine monatliche Rate mieten, statt diese für mehrere tausend Euro zu kaufen. 

Wärmepumpe planen und kostengünstig finanzieren

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