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Anzahl der installierten Wärmepumpen muss sich bis 2050 verachtfachen

Anzahl der installierten Wärmepumpen muss sich bis 2050 verachtfachen

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung bis 2050 zu erreichen, müssen nach einer Studie des Bundesverband Wärmepumpe (BWP) mindestens 8 Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert werden. Ein ambitioniertes Ziel, denn bisher sind nur 1 Millionen Wärmepumpen in Betrieb.

Entwickeln sich die Installationszahlen weiter wie bisher, sind bis 2050 etwa 3,7 Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert. Das reicht nach Einschätzung des BWP längst nicht für die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Diese sehen vor, den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor bis 2050 um zwei Drittel zu senken.

Damit diese Marke erreicht werden kann, muss es 2050 mindestens 8 Millionen installierte Wärmepumpen in Deutschland geben, so prognostiziert der BWP. Die Wärmepumpe käme dann auf einen Anteil von 47% im Heizungsmarkt und die CO2-Emissionen könnten jährlich um die erforderlichen 30 Millionen Tonnen reduziert werden. Aktuell sind lediglich 1 Millionen Wärmepumpen in Deutschland in Betrieb und das vorrangig in Neubauten. So werden in 43% aller heutigen Neubauten bereits Wärmepumpen installiert, im gesamten Heizungsbestand machen Wärmepumpen aber erst 4% aus.

Grund hierfür: in Altbauten ist der Einbau einer Wärmepumpe bisher nicht attraktiv genug. Der niedrige Energiestandard vieler älterer Gebäude mindert die Effizienz einer Wärmepumpe deutlich. Der BWP fordert daher eine steuerliche Abschreibung der Gebäudesanierung, um die Attraktivität für Sanierungsmaßnahmen zu erhöhen und fossile Heizkessel aus dem Bestand zu verdrängen. Eine Sanierung des Gebäudebestands drängt ohnehin, denn nur Gebäude mit geringem Wärmebedarf können zu akzeptablen Kosten CO2-neutral werden.

Auch niedrige Preise für Erdgas machen den Wärmepumpen in Altbauten Konkurrenz. Erdgas wird deutlich weniger mit Abgaben und Steuern belastet als Strom. Damit Strom auf dem Wärmemarkt in einen fairen Wettbewerb mit Erdgas treten kann, plädiert der BWP hier für eine Minderung von Steuern und Abgaben. Weiterhin fordert der BWP eine verstärkte Förderung erneuerbarer Wärmeerzeuger und ein flexibles Strompreissystem, das der Wärmepumpe helfen soll, ihre Vorteile als flexible Last auszuspielen. Es bleibt zu hoffen, dass die entsprechenden Weichen nun gestellt werden..