Photovoltaik in Köln – Förderung, Sonneneinstrahlung & Montagefirmen


Köln ist mit einer Millionen Einwohner*innen eine der Metropolen in Deutschland. Die zahlreichen Dächer der Stadt bieten ein enormes Potenzial für Solaranlagen. Doch was muss ich als Hausbesitzer*in in Köln beachten? Gibt es Förderung für Photovoltaik in Köln und welche Installationsbetriebe installieren im Stadtgebiet? Wir geben einen Überblick.

Köln Dom Brücke

Diese Themen erwarten Sie:

Photovoltaik Förderungen in Köln

Förderung der Stadt: 250€ / kWp für Photovoltaik & 150€ pro kWh SpeicherKapazität

Die Stadt Köln hat ein eigenes Förderprogramm für Solaranlagen. Hier fördert Sie neue Photovoltaikanlagen mit 250€ pro Kilowattpeak installierte Leistung. Bedingung ist, dass die Photovoltaikanlage maximal 50 kWp groß ist. Auch die Installation eines Batteriespeichers wird mit 150€ pro kWp gefördert. Bei Steckersolargeräten beträgt die Förderung 200€ pro Anlage.

50€ zusätzlich sind bei Gründächern möglich. Wird eine PV‐Anlage auf einer Dachfläche errichtet, die gleichzeitig unter Inanspruchnahme des Förderprogramms “GRÜN hoch 3” begrünt werden soll, wird der Bonus gewährt. Steckersolaranlagen sind von dieser Regel ausgenommen.

Um die Förderung zu erhalten, müssen Sie einen Antrag auf Förderung über das Online-Förderportal der Stadt stellen. Die Antragsstellung muss erfolgen bevor Sie einen Installationsbetrieb beauftragen. Am besten, sobald Sie ein Angebot für Ihre Solaranlage haben. Möchten Sie die Anlage in kurzer Zeit realisieren, können Sie auch einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn stellen. In manchen Fällen kann dann auch schon vor Genehmigung der Förderung mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Was der Förderantrag beinhalten muss sowie den Förderantrag selbst, finden Sie hier.

progres.nrw

Nicht nur die Stadt Köln fördert Solaranlagen, auch das Land gewährt Zuschüsse im Bereich Photovoltaik. Innerhalb des Förderprogramms progres.nrw werden Stromspeicher mit Photovoltaikanlagen mit 150€ je Kilowattstunde Speicherkapazität gefördert. Bedingung ist, dass der Speicher gleichzeitig mit der Photovoltaikanlage angeschafft wird. Außerdem darf die Speicherkapazität des installierten Stromspeichers maximal dreimal so groß sein wie die installierte Leistung der neu errichteten Photovoltaikanlage.

Weitere Förderprogramme

Unabhängig von regionalen Förderungen können Photovoltaikanlagenbesitzer auch von der Einspeisevergütung und vergünstigten Krediten profitieren. Die Einspeisevergütung beträgt nach dem EEG 2023 künftig 8,2 Cent (September 2022) und wird je eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom ins Netz gewährt. Einen günstigen Kredit bietet die KfW mit ihrem Programm 270. Der Kredit ist ab 3,24 % effektivem Jahreszins erhältlich.

Solarpflicht auch in Köln?

Das Thema Solarpflicht ist aktuell in aller Munde. Gemeint ist damit die Pflicht, beim Neubau und teils auch bei der  Renovierung von Gebäuden Photovoltaik zu installieren. Bundesländer wie Hamburg oder Baden-Württemberg haben bereits eine Solardachpflicht beschlossen. Auch einzelne Städte wie Waiblingen und Tübingen haben eine solche Pflicht eingeführt. In Köln ist aktuell noch keine Solarpflicht geplant. Womöglich könnten aber künftig Beschlüsse auf Landes- oder Bundesebene auch zu einer Solarpflicht in Köln führen.

Installationsbetriebe in Köln

Digitale & überregionale Firmen

Wollte man vor wenigen Jahren Photovoltaik in Köln installieren, so kontaktierte man in der Regel einen lokalen Handwerker, der sich das Dach vor Ort ansah und die Installation plante. Das gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Digitale Installationsbetriebe erstellen Hausbesitzer*innen innerhalb weniger Minuten ein erstes Angebot und realisieren die gesamte Planung und Abwicklung digital und stressfrei für den Kunden. 

Während viele der digitalen Anbieter wie Enpal, Zolar und Eigensonne in Berlin ansässig sind, hat die Wegatech Greenergy als digitales Solarunternehmen mit inzwischen über 150 Mitarbeitenden ihr Büro direkt im Herzen von Köln. Von hier aus planen Ingenieur*innen und Energieberater*innen Photovoltaikanlagen in der Region und ganz Deutschland. Wem der digitale Kontakt nicht reicht, kann gerne auch einmal persönlich bei Wegatech vorbeischauen. 

Das ebenfalls überregional tätige Franchise-Unternehmen Enerix hat ebenfalls eine Filiale im Rheinland, allerdings nicht direkt in Köln sondern in Leverkusen. Wer eine kleine Solaranlage für den Balkon oder Garten sucht, kann sich an die Yuma GmbH wenden. Diese hat ihren Sitz im nahe gelegenen Rommerskirchen und verkauft fertige Photovoltaik-Pakete zur Selbst-Montage.

Lokale Handwerksbetriebe

Neben den digitalen Anbietern gibt es in Köln nach wie vor viele Handwerksbetriebe, die Ihnen eine Photovoltaikanlage installieren. Da diese jedoch häufig stark ausgelastet sind, ist es hier vorteilhaft, frühzeitig anzufragen. Oftmals können auch mehrere Monate vergehen, bis der Installationsbetrieb Zeit für Ihr Dach hat. Hinzu kommt, dass die Abläufe bei traditionellen Handwerksbetrieben häufig noch nicht digital sind und mehr Organisation seitens des Kunden erfordern.

Hersteller & Großhandel

Neben Unternehmen, die Photovoltaik für Privatpersonen installieren, ist auch die Photovoltaik Industrie in Köln vertreten. Wer eine größere Anlage plant und noch Montagesysteme benötigt, kann sich direkt an den Montagesystemhersteller Renusol in Köln-Mülheim wenden. Weitere Komponenten für große Anlagen erhält man vom Großhändler Segen Solar im Kölner Westen. Ein Online Shop für kleinere Photovoltaikanlagen bietet die die Website solar-pac des Kölner  Unternehmens Infinitum Energie.

Die Firma Installation schließlich bietet einen Marktplatz für Handwerker, falls die Kapazitäten für die PV-Installation einmal knapp werden. Auch sie ist direkt in Köln ansässig.

Sonnenstunden & Sonneneinstrahlung in Köln

Köln befindet sich – wie auch der restliche Teil Deutschlands – in der feucht-gemäßigten Klimazone. Durchschnittlich gibt es in Köln 4,1 Sonnenstunden am Tag. Jährlich hat die Stadt eine Sonneneinstrahlung von 1.071,51 kWh/Jahr, was für Deutschland einen guten Wert darstellt. Im Norden Deutschlands werden teilweise nur 800 kWh pro Jahr erreicht.

Möchten Sie prüfen, ob sich ihr Dach für eine Photovoltaikanlage eignet, empfehlen wir das Solarkataster des Landes NRW. Hier können Sie für viele Gebäude in Köln einsehen, ob sie sich für Photovoltaik eignen und mit welchen Stromerträgen gerechnet werden kann. Wünsche Sie eine genauere Prognose, sollten Sie einen Fachbetrieb kontaktieren.

Welche Möglichkeiten haben Mieter in Köln?

Köln hat zwar in der Theorie viele freie Dachflächen für Photovoltaik, nur ein Teil der Dachflächen gehören jedoch Eigenheimbesitzern, die sich in Eigeninitiative für Photovoltaik entscheiden können. Der Großteil des Wohnraums in Köln besteht aus Mietwohnungen. 

Wer hier auf Photovoltaik setzen möchte, kann sich entweder für eine eigene Balkonanlage entscheiden oder muss mit dem/der Vermieter*in sprechen. Diese*r kann im Rahmen des Mieterstrommodells eine Photovoltaikanlage für das gesamte Gebäude installieren, und den Solarstrom an seine Mieter*in weitergeben. 

Noch sind diese Mieterstromkonzepte ausbaufähig und bieten nicht ausreichend Anreize für Vermieter*innen. Nicht ohne Grund sind daher bisher nur die wenigsten Gebäude in Köln mit Photovoltaik belegt. Das Potenzial ist in Köln jedenfalls vorhanden. Hoffen wir, dass nun auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Photovoltaik auf Mietshäusern verbessert werden.  

Wir installieren Photovoltaik in Köln

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